22:25 Uhr  //  KW 39  //  Montag, 24. September 2018  //  11 Kollegen online

Bürgermeister Kölly muss sich nun Stichwahl stellen ©Marktgemeinde Deutschkreutz/Gansrigler

VIDEO

LINKS

DOWNLOADS

Drucken   EMail

Burgenland

Wahlwiederholung: Kölly muss in Stichwahl

Der Bürgermeister von Deutschkreutz, Andreas Kölly, hat die absolute Mehrheit verloren. Er muss sich jetzt in einer Stichwahl seinem Herausforderer Andreas Kacsits stellen. Anlass der Wahlwiederholung war die vermutete Manipulation von über 70 Wahlkarten.

Die Landeswahlbehörde befand im Anschluss an die Kommunalwahl am 1. Oktober 2017 in Deutschkreutz, dass die Bürgermeisterwahl wiederholt werden muss. Auffällig waren laut offiziellem Statement, dass Kreuze auf über 70 Wahlzetteln in gleichem Muster und Stil gesetzt wurden. Die Wiederholung wurde für 9. September 2018 angesetzt, und auch diese Wahl ist mittlerweile geschlagen.

Wahl geht in dritte Runde

Während im Wahldurchgang im Oktober 2017 der amtierende Bürgermeister der Liste Burgenland (LBL) Manfred Kölly noch die absolute Mehrheit erringen konnte, zeigte sich diesmal ein anderes Bild: Bei der Wahlwiederholung am 9. September 2018 konnte vergangenen Sonntag Köllys Konkurrent Andreas Kacsits von der ÖVP den bisherigen Zweitplatzierten, die SPÖ, überholen, und der Liste Burgenland so viele Stimmen abnehmen, dass sich für den amtierenden Bürgermeister Kölly die absolute Mehrheit knapp nicht mehr ausgeht. Die Wahl des Bürgermeisters von Deutschkreutz geht somit in die dritte Runde, und soll durch eine entscheidende Stichwahl einen endgültigen Wahlsieger bringen.

"Erstes Ziel erreicht"

Andreas Kacsits wird nun in der für 7. Oktober 2018 angesetzten Stichwahl der Herausforderer Köllys sein. In einer Stellungnahme gegenüber der APA zeigte er sich mit dem bisherigen Erfolg zufrieden: "Ich habe mein erstes Ziel erreicht, und das ist die Stichwahl". Nachdem die ÖVP in der ersten Durchführung der Wahl nur drittstärkste Kraft in der Gemeinde war, ist die Konstellation der anstehenden Stichwahl für viele überraschend.

Auch Änderung im Gemeinderat

Die Anfechtung der ÖVP hatte auch Auswirkungen auf die zeitgleich stattfindende Gemeinderatswahl. Die Liste Burgenland verlor einen Sitz im Gemeinderat, ist aber mit neun Sitzen immer noch stärkste Macht im Rat. Die ÖVP konnte sich durch das Wahlergebnis acht Mandate sichern. Die übrigen sechs der 23 Sitze behält die SPÖ - sie waren bei der letzten Wahl drittstärkste Fraktion, ihr Status ist unverändert.

Schwerwiegende Vorwürfe

Eine ähnliche rasche Entscheidung auf rechtlicher Seite ist in der Zwischenzeit nicht abzusehen: Die aufgrund der schwerwiegenden Vorwürfe eingeleitete strafrechtliche Untersuchung der Causa brachte noch kein Ergebnis. Bürgermeister Kölly wird im Zuge der Briefwahl Manipulation von "mindestens 70 Wahlkarten" vorgeworfen - die Liste Burgenland soll betagten Menschen, die keine Möglichkeit haben, persönlich an der Wahl teilzunehmen, vorgefertige Wahlkarten zukommen haben lassen. Bürgermeister Kölly dementiert sämtliche Vorwürfe.

LOGIN / NEUANMELDUNG >

 

Benutzername:

Passwort:

 

Neuanmeldung als:

Einzelperson

Gemeinde/Verband