02:57 Uhr  //  KW 26  //  Donnerstag, 27. Juni 2019  //  0 Kollegen online

Die Gemeinden stoßen auf eine gute Zusammenarbeit an. v.l.n.r.: Lisbeth Kern (Petzenkirchen), Walter Wieseneder (Bergland) und Franz Engelmaier (Erlauf) (Bild: ZVG)

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Niederösterreich

Wasserversorgung: Drei Gemeinden teilen sich neuen Brunnen

Gemeinsam investieren die drei Gemeinden Bergland, Petzenkirchen und Erlauf in einen neuen Brunnen. Künftig soll so der erhöhte Wasserverbrauch in allen drei Gemeinden gedeckt werden.

Für ein Musterprojekt haben sich drei Gemeinden im niederösterreichischen Bezirk Melk   zusammengeschlossen. Ab 2020 soll ein neuer Brunnen die Gemeinden Bergland, Petzenkirchen und Erlauf mit zusätzlichem Wasser versorgen - und im Fall der Fälle die Wasserversorgung sicherstellen. So haben Haushalte weiter fließendes Wasser, selbst wenn der gemeindeeigene Brunnen ausfällt.

Ausschlaggebend für den Bau eines neuen Brunnens war laut Karl Pabst, Amtsleiter von Bergland, der Wasserplan des Landes. Darin seien Szenarien für die Notversorgung durchgespielt worden und es hat sich herausgestellt, dass ein einzelner Brunnen pro Gemeinde ein gewisses Risiko darstelle. So ist der Plan für einen gemeindeübergreifenden Brunnen entstanden.

Lange Zusammenarbeit

Dafür greifen die Gemeinden an der Erlauf auch tief in die Tasche. Karl Pabst erklärt, dass seine Gemeinde dafür eine Million Euro investieren wird und den Brunnen auf eigene Kosten baut. Die jährlichen Betriebskosten von rund 60.000 Euro teilen sich Bergland, Petzenkirchen und Erlauf je nach Bedarf. Die eine Hälfte davon übernimmt Bergland, die andere teilen sich die zwei anderen Gemeinden. Dafür haben sich Petzenkirchen und Erlauf auf eine verpflichtende Mindestwassermenge von 30.000 bzw. 12.000 Kubikmeter geeinigt.

Damit das Projekt - und die Wasserversorgung der Gemeinden - auch langfristig gesichert ist, haben sich die zwei Bürgermeister und eine Bürgermeisterin Walter Wieseneder (Bergland), Lisbeth Kern (Petzenkirchen) und Franz Engelmaier (Erlauf) auf eine verbindliche Zusammenarbeit von 33 Jahren geeinigt.

Wasser für 232 Schwimmbecken

Das Projekt wird von Pabst seit drei Jahren geplant. "Unser Amtsleiter Karl Pabst hat sein ganzes Herzblut in unsere Zusammenarbeit gesteckt", wird Bürgermeister Wieseneder von meinbezirk.at zitiert. Der neue Brunnen wird in Bergland errichtet und soll die Gemeinden künftig 35 Liter pro Sekunde zusätzlich versorgen können. Laut der Webseite von Bergland wird damit eine Jahresgesamtleistung von 580.000 Kubikmetern Wasser abgedeckt. Mit dieser Menge könnte man 232 olympische Schwimmbecken füllen.

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