09:32 Uhr  //  KW 50  //  Freitag, 15. Dezember 2017  //  2513 Kollegen online

Der Central European Startup Award kürte das Kärntner Unternehmen Symvaro zum Startup des Jahres 2017. (Bild: ZVG)

"Unsere Philosophie ist es, dass die Nutzer keine Einschulungen für Waterloo brauchen", so Rudolf Ball. (Bild: ZVG)

VIDEO

DOWNLOADS

Mehr zum Thema

Drucken   EMail

Wasserzähler-App wird Startup 2017

Das Unternehmen "Symvaro" konnte den Wettbewerb "Startup des Jahres 2017" für sich entscheiden. Mit Digitalisierungslösungen für Wasserzähler unterstützt es vor allem Gemeinden und Bürger.

Symvaro beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit dem wachsenden Stellenwert von Wasser und versucht deshalb durch die Software "Waterloo" die Verwaltung von Wasserzählerdaten für Gemeinden und Bürger zu erleichtern. Die kostenlose App "Waterloo 365" ermöglicht es, den Zählerstand direkt weiterzuleiten und spart so dem Bürger Zeit und Energie. Aber was ist Waterloo nun eigentlich?

Korrekte Rückmeldungen in Sekundenschnelle

Für Symvaro ist es wichtig, dass ein Nutzen aus der Software geschöpft werden kann. Deshalb begann es 2013, gemeinsam mit fünf Wasserwerken Kärntens, nach einer idealen Lösung für den Zählertausch und die Zählerstandsübermittlung zu suchen. Diese fünf Partner waren das Wasserwerk Villach, Paternion, Wolfsberg, Hermagor und der Wasserverband Millstättersee. Bereits vor der Entwicklung von Waterloo gab es Workshops mit Wasserversorgern, um deren Digitalisierungswünsche miteinzuarbeiten.

Im Wesentlichen liefert Waterloo Lösungen für den Zählertausch, die Zählerablesung durch den Bürger und Monteur und die Analyse von Wasserzählerdaten. "Ich vergleiche Waterloo mit Lego, denn der Nutzer kann es sich individuell aus verschiedenen Modulen zusammensetzen", erklärt der Geschäftsführer Symvaros, Rudolf Ball.

Ein Grundprinzip der Software ist es, die Kunden weg vom Papier zu bringen. Das Verwenden der App soll zu einer geringeren Fehlerquote und weniger Verwaltungsarbeit führen. "Außerdem kann mit der digitalen Ablesung des Zählerstandes bis zu 70 Prozent an Effizienzsteigerung in punkto Zeit und Geld erreicht werden", so Ball.

Verbesserung für den Monteur und die Verrechnung

Gemeinden profitieren durch die App, da Wasserzähler somit schneller und ohne die traditionellen Papierlisten ausgetauscht werden können. Außerdem muss der zuständige Wassermeister nicht auf die Suche nach dem Zähler gehen, da dessen Standort digital abgerufen werden kann. Auch bei der Verrechnung im Wasserwerk wird Zeit gespart, denn alle notwendigen Informationen sind durch das System jederzeit abrufbereit.

Um mit den Kunden in Kontakt zu treten, hilft die Waterloo 365 App. Durch deren Anwendung ist es für die Bürger möglich, den Wasserzähler mit dem Smartphone zu fotografieren und den Zählerstand so direkt weiterzuleiten. Außerdem kann man sich darüber informieren lassen, wieviel Wasser man täglich verbraucht.

Ein weitere hilfreiche Funktion von Waterloo für Gemeinden ist, dass die App durch Visualisierungen daran erinnert, wann der Wasserzähler zu tauschen ist und die Eichfrist endet. Die Erinnerung für den Bürger kann aber auch über die Verwaltung ablaufen. Diese wird in Folge darüber informiert den Bürger auf den notwendigen Wasserzählertausch aufmerksam zu machen und kann den bevorstehenden Tausch somit besser planen. 

Ein selbsterklärendes Tool

Der sogenannte "Handlungsbedarf" von Waterloo sucht zudem künftige Probleme. Diese Funktion schlägt zum Beispiel Alarm, wenn eine Zählernummer möglicherweise falsch eingetragen wurde. Der Geschäftsführer beschreibt die Software mit ihren Möglichkeiten als ein selbsterklärendes Tool.

"Unsere Philosophie ist es, dass sich die Nutzer relativ schnell selbst bedienen können und keine Einschulungen für Waterloo brauchen", erzählt Ball. Zur besseren Verständlichkeit stehen aber trotzdem kurze Informationsvideos zur Verfügung.

Wachsender Stellenwert von Wasser

2016 startete der Verkauf von Waterloo. Mittlerweile wird die Software in mehr als 60 Städten, Gemeinden und Wasserwerken in Österreich und Deutschland genutzt. Darunter sind beispielsweise Innsbruck, Villach, Velden und Weiz. Durch das Feedback der Bürger konnte das Unternehmen Waterloo bereits stark weiterentwickeln. Diese Erfolge wurden beim Central European Startup Award am 19. September 2017 mit dem Hauptpreis "Startup des Jahres 2017" belohnt.

Symvaro möchte künftig weiterhin versuchen, Gemeinden durch Digitalisierungsmöglichkeiten zu entlasten und sich international bekannt zu machen. Derzeit beschäftigt das Unternehmen 15 Personen mit Büros im Hauptquartier in Klagenfurt und dem deutschen Sitz Köln.

Geschäftsführer Ball ist sich sicher, dass der gewonnene Preis den wachsenden Stellenwert von Wasser in der Gesellschaft zeigt und die zunehmende Digitalisierung von Wasser ein wesentliches Thema in Städten und Gemeinden ist.

Was kann das Waterloo System?

 

 

LOGIN / NEUANMELDUNG >

 

Benutzername:

Passwort:

 

Neuanmeldung als:

Einzelperson

Gemeinde/Verband