21:02 Uhr  //  KW 26  //  Montag, 26. Juni 2017  //  11 Kollegen online

Der Witz als fixer Bestandteil im Dorf. ©Gemeinde Engerwitzdorf

Ob auch "Ötzi" diesen "Klingenkratzer" in den Händen hielt? ©Gemeinde Engerwitzdorf

Durch seine attraktive Nachbarschaft zu Linz hat sich Engerwitzdorf (gelb umrandet) nicht nur enorm ausgedehnt, ebenso fehlt es an einem Kernort. Schweinbach und Mittertreffling (gelb markiert) sind dichter besiedelt. (Bild: ZVG)

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Panorama

Wie kam der Witz ins Dorf?

Lustig mag es in Engerwitzdorf zugehen, aber auch nicht witziger als beim Villacher Fasching. Wie groß ist die Unterhaltung in dem oberösterreichischen Ort tatsächlich?

Engerwitzdorf war bereits zu Zeiten von Mammuts und Säbelzahntigern ein beliebter Hotspot bei unseren Ahnen den Neandertalen und auch heute liegt die Gemeinde hoch im Trend, sodass der Bau einer Autobahn für Ordnung sorgen musste. Doch wann gesellte sich der Witz ins Dorf? Eine Bestandsaufnahme.

Die Neandertaler waren es nicht

Bereits die Neandertaler wussten um die Vorzüge von Engerwitzdorf Bescheid und ließen sich in der Umgebung nieder. Werkzeugefunde - die ältesten Stücke reichen 40.000 bis 50.000 Jahre weit zurück - aus der "Kurt Meiche Steine Sammlung" beweisen dies. Unter jenen befindet sich auch ein etwa drei Zentimeter großer "Klingenkratzer", der aus demselben Steinbruch wie das Werkzeug von "Ötzi" stammt. Damit zählt der Ort zu den nördlichsten Besiedlungen durch unsere ausgestorbenen Verwandten. Doch Engerwitzdorf hieß er damals noch nicht.

Ein "r" setzt sich durch

Der witzige Ortsname entwickelte sich erst später aus dem Geschlecht der altbairischen Familie und Großgrundbesitzer Engelpoldstorfer. Name und Schreibweise haben sich seit dem Mittelalter immer wieder verändert. So wurde aus "Engilpoltisdorf", "Engelbatzstorff" hin zu "Engewitzstorff", das sich letztendlich mit einem "r" durchgesetzt hat.

Der 31. Juli 1851 gilt als Geburtstag der Gemeinde. Bereits ein Jahr davor wurde der Vollzug des provisorischen Gemeindegesetzes konstituiert, von 1851 stammt der offizielle Erlass. Damals zählte Engerwitzdorf 2.395 Bewohner.

Dorf und Witz voneinander getrennt

Seit der Geburtsstunde von Engerwitzdorf ist viel passiert. Der Ort mit gut 8.600 Einwohnern zählt durch seine günstige Lage zu Linz zu den am schnellsten wachsenden Gemeinden Österreichs und setzt sich aus inzwischen 30 Ortschaften zusammen. Es gibt keinen wirklichen Kernort, sondern mehrere größere Ansiedlungen. Die zwei größten dieser Siedlungen haben sich inzwischen als Art doppeltes Zentrum herausgebildet, nämlich Schweinbach und Mittertreffling.

Während nur ein Gemeindeamt für das gesamte Engerwitzdorf in Schweinbach verortet ist, verfügt man über die notwendige Infrastruktur in beiden Zentren. Ähnlich wird der Maibaum jedes Jahr doppelt aufgestellt. Damit die Verwirrung nicht zu groß wird und in den 30 Ortschaften alles in geregelten Bahnen abläuft, verläuft quer durch Engerwitzdorf die Mühlkreis-Autobahn. Da fragen sich auch die Neandertaler was das eigentlich soll.

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