20:57 Uhr  //  KW 26  //  Montag, 26. Juni 2017  //  17 Kollegen online

v.l.: Thomas Weninger (Städtebund), Hannes Wittmann (Wien), Sandra Heissenberger (Wien), Manfred Matzka (Bundeskanzleramt), Martin Huber (Kommunalnet) und Gerald Trost (Bundeskanzleramt) © HBK/HBF/Hofer

Manfred Matzka, Leiter der Präsidialdirektion des Bundeskanzleramtes: "Web-Protale und Self-Service-Lösungen eröffnen Cyber-Kriminellen neue Angriffspunkte." © HBK/HBF/Hofer

Martin Huber, Geschäftsführer von Kommunalnet.at: "Auf Kommunalnet erhalten Sie den Leitfaden ab Jänner kostenlos zum Download."

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Neuer Leitfaden

Wie sicher sind die IT-Daten Ihrer Gemeinde?

Melderegister, Homepages, Serverräume: Die IT in den Gemeindeämtern nimmt zu - und damit auch das Sicherheitsrisiko. Ein eigenes Sicherheitshandbuch soll Gemeinden helfen, sich zu rüsten.

Österreich ist Vorbildland bei E-Government. "Kleine und mittlere Gemeinden erledigen so wie die großen Einheiten viele Aufgaben der kommunalen Verwaltung in elektronischer Form. Beginnend von den Webauftritten jeder einzelnen Gemeinde hin zur Abwicklung von Behördenverfahren über elektronische Formulare oder der Pflege und Führung der zentralen Register. In allen diesen Bereichen bestehen für die Gemeinden Sicherheitsrisiken und Bedrohungen in vielfältiger Form", so Dr. Martin Huber, Kommunalnet-Geschäftsführer und Landesdirektor des Salzburger Gemeindeverbandes, bei der Präsentation des Projekts "Informationssicherheit in der kommunalen Verwaltung". 

Mit der Mustergemeinde unterschiedliche Bedrohungen durchspielen

Dabei gehen gerade Kommunen am unmittelbarsten mit sensiblen Daten um. Sich der Verantwortung bewusst zu sein und Vorsichtsmaßnahmen zu entwickeln, war auch Basis einer einzigartigen Kooperation: Stadt Wien,  Österreichischer Gemeindebund, Österreichischer Städtebund, das Zentrum für sichere Informationstechnologie - Austria und das Departement Sichere Informationssysteme der FH Oberösterreich, Campus Hagenberg entwickelten, basierend auf einem Forschungsprojekt der FH Hagenberg, einen Leitfaden, der die Gemeinden bei der Implementierung von Sicherheitsmaßnahmen unterstützt. Im Zuge des Forschungsprojekts wurde mithilfe demografischer Daten und Partnergemeinden eine Mustergemeinde entwickelt, auf deren Grundlagen die Risikoermittlung stattgefunden hat. Mithilfe unterschiedlicher "Bedrohungsszenarien" konnte in weiterer Folge eine Checkliste erstellt werden. 

Sicherheit kann auch einfach sein

Die Tipps, die in diesem Buch, das Anfang Jänner 2014 erscheinen soll, gegeben werden, sind nicht immer kompliziert. Einfach den Bildschirm zu sperren, wenn man den Arbeitsplatz verlässt, oder mit dem Schlüssel für den Serverraum sorgsam umzugehen, kann schon wesentlich zur Steigerung der Datensicherheit beitragen. Mitarbeiter/innen in den Gemeinden sollen einfach, bereits umgesetzte Maßnahmen überprüfen, sowie offene Risiken erkennen und minimieren können.

Während es in Wien eigene Beauftragte für die IT-Sicherheit gibt, müssen die Bediensteten in den kleinen und mittleren Gemeinden "Universalgenies" sein und Sicherheitsaufgaben neben vielen anderen Bereichen miterledigen bzw. sich auf Sicherungsmaßnahmen in den verschiedenen Fachanwendungen verlassen. "Gerade der Bereich IT-Sicherheit bietet eine ausgezeichnete Chance, behördenübergreifend voneinander zu lernen und damit die bestmögliche Qualität und Sicherheit auch in den kleineren Verwaltungseinheiten zu gewährleisten", so Huber.

Auf Kommunalnet sind Sie vorne mit dabei!

Sobald der Leitfaden fertig ist, können Sie diesen kostenlos downloaden.

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