03:20 Uhr  //  KW 50  //  Freitag, 15. Dezember 2017  //  3 Kollegen online

Wo liegen die größten Ängste, aber die Wünsche fürs Alter? Das hat das market Institut im Auftrag von Silver Living herausgefunden. © Photographee.eu - Fotolia.com

Einsamkeit hat viele Formen: 81 % der 60- bis 69-Jährigen rechnen mit gesundheitlichen Problemen, die Kontakte unmöglich machen, 50 % fürchten sich vor zu wenigen Freunden/Bekannten und 33 % denken, dann keinen Partner mehr finden zu können. (Quelle: Silver Living Studie)

Die Experten orten, dass Menschen auch im Alter selbstständig bleiben wollen. Das spiegelt sich auch in den Wünschen wider. (Quelle: Silver Living Studie)

Die meisten wollen auch im Alter geistig und körperlich fit bleiben, um keine fremde Hilfe in Anspruch nehmen zu müssen. Weitere Hauptwünsche sind soziale Sicherhet ung ein gesicherte Pension.(Quelle: Silver Living Studie)

Währen für junge Menschen sehr oft die Freunde wichtiger als die Familie ist, ist es im Alter genau umgekehrt. (Quelle: Silver Living Studie)

Die Betreuung im eigenen Haus ist immer noch der Wunschtraum. Allerdings holt das betreute Wohnen auf. Interessant ist auch, dass die Befragten nicht mehr hauptsächlich in der Familie, sondern durch professionelle Kräfte gepflegt werden wollen. (Quelle: Silver Living Studie)

81 Prozent können sich unter Umständen im Alter einen Umzug in betreutes Wohnen vorstellen. (Quelle: Silver Living Studie)

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Studie präsentiert

Wovor wir uns im Alter fürchten

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass die größten Ängste der Österreicher im Alter Krankheit, Demenz, Einsamkeit und die Angst vor Unselbstständigkeit sind. Betreutes Wohnen als Alternative zum Altern im eigenen Haus/Wohnung wird daher immer wichtiger.

Dass Österreich bei den älteren Menschen ein wachsendes Problem hat, zeigt nicht nur die Diskussion um die Finanzierung der Pflege. Die Pflege im eigenen Haus oder im Pflegeheim bilden bei weitem nicht mehr die einzige Form der Unterstützung und Betreuung. Mittlerweile gibt es viele Alternativen, die relativ lange ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen. Diese positiven Aspekte hervorzuheben und weiterhin Angebote für ein selbstbestimmtes Altern auszubauen, werden die zentralen Herausforderungen in der Zukunft sein, zeigt nun die "Silver Living Studie", die gemeinsam mit dem market-Institut durchgeführt wurde.

Altern ist negativ besetzt

"Offensichtlich ist für sehr viele das Alter mit Unbehagen verbunden", erläutert Studienautor Werner Beutelmeyer, Geschäftsführer des market-Instituts. Besonders die mögliche Einsamkeit bereitet Sorgen: 81 Prozent der 60- bis 69-Jährigen erwarten in der Zukunft gesundheitliche Probleme, die keine Kontakte mehr ermöglichen, 50 Prozent zu wenige Freunde und Bekannte und 33 Prozent rechnen damit, dass kein Partner an ihrer Seite steht bzw. es schwierig wird, einen Partner zu finden. Befragt wurden 1.052 Österreicher/innen ab 15 Jahren. Die Zusammensetzung entspricht der österreichischen Bevölkerung.

Laut Beutelmeyer zeigt die Umfrage auch deutlich, dass die Lebenszufriedenheit der 50+ Singles in allen Dimensionen geringer ist, als bei Personen, die in Partnerschaft leben. Deutlich zeigt sich das bei der Zufriedenheit mit sozialen Kontakten: Hier sagen 41 Prozent der Singles, aber 52 Prozent der in Partnerschaft lebenden Personen über 50, dass sie derzeit mit der Qualität der Kontakte zufrieden sind. Beide glauben allerdings, dass sich dies in den nächsten 20 Jahren verschlechtern wird. Mit der Menge der sozialen Kontakte sind noch weniger Singles über 50 zufrieden. Hier gaben 34 der Singles, aber 46 Prozent der in Partnerschaft lebenden Personen an, zufrieden zu sein. Quer über alle Kategorien, wie Wohnsituation, Familie, Beruf, finanzielle Sicherheit und Gesundheit, rechnen die befragten über 50-Jährigen mit einer Verschlechterung in 20 Jahren.

Größte Ängste der über 60-Jährigen: Pflege, Demenz und Unselbstständigkeit

Wenn man die Menschen über 60 Jahren nach ihren größten Zukunftsängsten fragt, so sind die Antworten relativ eindeutig: 78 Prozent der 60- bis 69-Jährigen befürchten, "ein Pflegefall im Alter" zu sein, 75 Prozent haben Angst vor schweren Erkrankungen, 62 Prozent haben Angst vor Demenz und 61 Prozent haben Angst vor der Unselbstständigkeit im Alter. Ein wichtiger Faktor bei 59 Prozent der über 70-Jährigen ist auch, auf andere angewiesen zu sein.

Bedeutung der Familie steigt im Alter

Umso jünger, umso mehr Bedeutung hat der Freundeskreis, umso älter, umso wichtiger wird der oder die Partner/in und die Familie. So könnte man die Entwicklung der Beziehungen kurz zusammenfassen. Diese bergen allerdings auch in sich, dass wenn die Familie im Alter wegbricht, die Wahrscheinlichkeit größer wird, in die Einsamkeit zu rutschen. Interessant ist, dass auch bei den Singles die Bedeutung von Familie und Partnerschaft im Alter zunimmt.

"Für ältere Menschen sind die sozialen Kontakte quasi ein Lebenselixier, darum legt Silver Living großen Wert darauf, dass die Gemeinschaft der Bewohner gefördert wird", erklärt Werner Eichinger, Geschäftsführer von Silver Living. Die Firma ist in Österreich Marktführer bei Seniorenwohnanlagen. In allen diesen Wohnanlagern gibt es großzügig ausgestattete Gemeinschaftsräume, die die Basis für Zusammenkommen und gemeinsame Aktivitäten bilden.

Wünsche an die Zukunft

Doch die Menschen blicken nicht nur mit Sorge in die Zukunft, sie haben auch Wünsche. Besonders stark ausgeprägt und mit größtem Unterschied zur ganz jungen Altersgruppe zentrieren sich diese auf drei Dimensionen: soziale Sicherheit und einen gesicherten Lebensabend, geistige und körperliche Fitness und ohne fremde Hilfe im Alter auszukommen bzw. nicht pflegebedürftig zu werden. Im Zusammenhang mit den oben genannten Sorgen schließt Beutelmeyer: "Das Thema Pflegefall im Alter kann schlichtweg als die zentralste Sorge der 60-Jährigen und Älteren angesehen werden."

Betreutes Wohnen wird immer attraktiver

Tatsächlich scheint betreutes Wohnen immer mehr in Mode zu kommen. Drei Viertel der Österreicher können sich vorstellen, betreutes Wohnen im Alter zu nutzen, bei den Singles sind es sogar 81 Prozent und in der Gruppe 50+ gar 82 Prozent.

Bei der Frage nach den unterschiedlichen vorstellbaren Wohn- und Betreuungsformen im Alter kristallisiert sich heraus, dass die Betreuung durch die eigene Familie an Bedeutung gegenüber der professionellen Betreuung verliert. Personen, die im eigenen Haus/Wohnung durch die eigene Familie betreut werden wollen, liegt bei 22 Prozent, während jene, die im eigenen Haus/in der eigenen Wohnung durch einen mobilen Pflegedienst betreut werden wollen, bei 26 Prozent liegt. Das Winterquartier im Süden mit mobiler Pflege können sich nur sechs Prozent vorstellen. Noch geringer der Anteil der Menschen, die im Haus der Kinder oder Enkelkinder durch die Familie oder einen mobilen Dienst betreut werden wollen. Immerhin 32 Prozent ziehen hier das betreute Wohnen in Erwägung.

Beutelmeyer resümiert daraus: "Eine klare Lösung gegen Einsamkeit sieht man im betreuten Wohnen. Dass die Betreuung im eigenen Haus natürlich die optimalste Variante im Alter ist, ist verständlich und nachvollziehbar. Kann dies aber nicht mehr gewährleistet werden, stehen das betreute Wohnen oder die betreute Wohngemeinschaft im Vordergrund. Menschen aller Altersgruppen finden wenig Zugang zu Pflegeheimen."

Silver Living: Marktführer im freifinanzierten Wohnbau

2006 gegründet, ist die Silver Living Gruppe heute Marktführer im freifinanzierten Wohnbau für Seniorenwohnanlagen in Österreich und verfügt über das Wissen und die Erfahrung aus über 53 Projekten mit 990 Wohneinheiten/63.300 m² Nutzfläche und einem Projektvolumen von mehr als 135 Millionen Euro. Die barrierefreien Wohnanlagen zählen mit ihrer Ausstattung und ihrem Betreuungsangebot zu den innovativsten Einrichtungen in ganz Europa.

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