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IHS Studie

Zukünftiger dezentraler Infrastrukturbedarf in Österreich

Das Institut für Höhere Studien (IHS) und die Kommunalkredit Public Consulting (KPC) haben im Auftrag der Bundesregierung ökonomische Effekte von Investitionen in den Bereichen Elektromobilität, Energie und Wasser/Abwasser untersucht.

Eine funktionierende und bedarfsgerechte Infrastrukturausstattung ist für die positive Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Österreich von größter Bedeutung. Faktoren wie eine schnelle Erreichbarkeit sowie die zuverlässige und günstige Versorgung mit Energie und Wasser (bzw. eine gesicherte Entsorgung der anfallenden Abwässer) fließen in die Standortentscheidungen von Unternehmen und Haushalten mit ein. Darüber hinaus haben Investitionen in Infrastruktur an sich starke wirtschaftliche Effekte, da sie Produktion und Beschäftigung induzieren. Nicht zuletzt tragen Investitionen in Verkehrs-und Energieinfrastruktur in den nächsten Jahrzehnten auch zur Erreichung der bei der UN-Klimakonferenz 2015 in Paris vereinbarten Ziele zur Verringerung der Treibhausgasemissionen und zur damit einhergehenden Dekarbonisierung der Wirtschaft bei.

Mit diesem Hintergrund wurden vom Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW), dem Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) sowie dem Österreichischen Gemeindebund Mittel für die Erstellung einer Studie zur Verfügung gestellt. Die Aufgabe der Studie war es, die österreichischen dezentralen Infrastrukturbedarfe in den Bereichen Elektromobilität, Energie und Wasser/Abwasser bis zum Jahr 2030 abzuschätzen und die einhergehenden volkswirtschaftlichen Effekte auf Wertschöpfung, Beschäftigung sowie Steuern und Abgaben entlang der Wertschöpfungsketten zu berechnen, die durch einen entsprechenden Infrastrukturausbau entstehen würden.

Die bis 2030 abgeschätzten Investitionsbedarfe wurden in das angepasste multiregionale Input-Output-Modell der Gruppe „Unternehmen, Branchen, Regionen“ des IHS eingespeist, um die direkten, indirekten und induzierten Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte der Infrastrukturinvestitionen für Österreich und für die einzelnen Bundesländer zu berechnen. In der nachfolgenden Tabelle sind die Ergebnisse für Österreich kurz zusammengefasst; jene für die einzelnen Bundesländer sind in den jeweiligen Kapiteln der Studie zu finden. Da in den Bereichen Elektromobilität und Wasser/Abwasser Szenarien gebildet werden mussten, werden hier die jeweiligen Spannen angegeben.

In Summe tragen die Infrastrukturausbauten in Österreich bis zum Jahr 2030 zwischen 23,1 Milliarden Euro und 30,8 Milliarden Euro zum Bruttoinlandsprodukt bei. Durchschnittlich sind dies pro Jahr 1,78 Milliarden Euro bis 2,37 Milliarden Euro. Bei der Beschäftigung sind die Effekte ebenfalls beträchtlich. Es stehen in Summe maximal rund 267.000 bis 341.000 Beschäftigungsjahre bis zum Jahr 2030 mit diesen Infrastrukturausbauten im Zusammenhang. Das entspricht im Schnitt rund 20.500 bis 26.200 Beschäftigungsjahren.

Sollten die Investitionen bis 2030 tatsächlich so getätigt werden, wie in dieser Studie berechnet, so würden pro Jahr bis zu 22.800 Vollzeitarbeitsplätze gesichert. In keiner Weise postuliert diese Studie jedoch, dass Investitionen in dieser Größenordnung realistisch seien. Vielmehr sind dies die Investitionen, die als notwendig erachtet werden, um die Klimaziele Österreichs zu erreichen und den Funktions- bzw. Werterhalt der Trinkwasser-und Abwasserinfrastruktur sicherzustellen. Die Szenarien zeigen eine Bandbreite auf, innerhalb derer sich die ökonomischen Effekte bewegen könnten, wenn entsprechend investiert wird.

Die gesamte Studie als PDF-Download finden auf der Homepage der KPC unter folgendem Link.

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