03:44 Uhr  //  KW 50  //  Freitag, 15. Dezember 2017  //  1 Kollegen online

Der 31-jährige Christoph Wolf übernahm mit 11. Oktober 2017 offiziell das Amt des Ortschefs im burgenländischen Hornstein. Bei der Bürgermeisterwahl setzte er sich mit 57 Prozent der Stimmen gegen die SPÖ-Kandidatin Judith Pratl durch und durchbrach erstmals die jahrzehntelange SPÖ-Ära Hornsteins. Die 3.000-Einwohner Marktgemeinde wird künftig nämlich von einer absoluten ÖVP-Mehrheit regiert, da 55,8 Prozent der Stimmen bei der Gemeinderatswahl an sie gingen. Die ÖVP hat nun 13 Mandate im Gemeinderat, während die SPÖ zehn inne hält. 

"Wenn 46 engagierte Personen fünf Jahre lang richtig arbeiten, dann bekommt man dafür eine solch positive Rechnung präsentiert. Zum einen gehen wir auf die Leute zu und sachlich an Probleme heran", erklärt Wolf seinen Wahlsieg gegenüber der Burgenländischen Volkszeitung. Er ist aber nicht nur Bürgermeister, sondern ebenso der Landesgeschäftsführer der Volkspartei im Burgenland und Familienvater.

Der Wille etwas zu verändern

Bereits in der sechsten Klasse des Gymnasiums der Diözese Wolfgarten Eisenstadt versuchte der heutige Ortschef etwas zu bewegen und wurde zum Schulsprecher. Anschließend gelang er über die Schülervertretung zur Jungen ÖVP. "Ich wollte viele Jugendliche motivieren, sich zu engagieren und gemeinsam anzupacken", erzählt der Familienvater. Bis zur Bürgermeisterwahl 2017 übte er seit dem Jahr 2012 außerdem das Vizebürgermeisteramt in Hornstein aus.

Fragt man ihn nach dem Geheimnis für seinen Erfolg in der Politik, antwortet Wolf so: "Ich bin immer ehrlich, direkt und offen. Außerdem habe ich stets ein offenes Ohr für Anliegen und Ideen. Damals mit der Jungen ÖVP, als auch heute, möchte ich meine Visionen für unser Umfeld prägen und zum Positiven verändern. Nur wer auf die Menschen aktiv zugeht und mehr zuhört als er redet, ist in der Politik richtig ...

Die oberösterreichische Gemeinde Sankt Agatha im Bezirk Grieskirchen hat mit Manfred Mühlböck einen neuen Bürgermeister. Der 48-Jährige konnte sich mit 63,51 Prozent der Wählerstimmen gegen den SPÖ-Kandidaten Konrad Baschinger durchsetzen und ist seit 3. Dezember 2017 der neue Ortschef der 2.120-Einwohner-Gemeinde. Die Wahlbeteiligung in der Gemeinde lag bei 80,42 Prozent. "Es ist etwas Besonderes Bürgermeister in Sankt Agatha zu sein und ich möchte mich bei den Bürgern bedanken", so Mühlböcks Reaktion auf den Wahlsieg. 

Altbürgermeister Franz Weissenböck leitete über 28 Jahre die Geschicke Sankt Agathas und legte mit 17. August 2017 seine Funktion zurück. Aus seiner Amtszeit zieht er ein durchwegs positives Fazit. "Dass die Gemeinde heute als lebenswert empfunden wird und viele junge Menschen hier bleiben möchten, sehe ich als großen Erfolg." Mühlböck war seit 2007 Vizebürgermeister in der Gemeinde und führte die letzten Monate bis zur Wahl bereits interimistisch die Amtsgeschäfte.

Gründer des Sozialfonds "Sankt Agatha hilft"

In die Politik kam der neue Ortschef durch seinen Freundeskreis, der ihn dazu motivierte der Jungen ÖVP beizutreten. So war er von 1991 bis 1996 deren Obmann in St. Agatha. Im Jahr 1991 wurde er außerdem in den Gemeinderat und 1996 in den Gemeindevorstand gewählt. Bereits im Amt des Vizebürgermeisters, übte er von 2008 bis 2016 die Funktion des Obmanns des Österreichischen Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerbund (ÖAAB) in Sankt Agatha aus. Seit 2016 ist er zudem der Obmann der ÖVP-Ortspartei.

2001 wurde der Familienvater auch zum Gründungsobmann des Dorfentwicklungsvereines im Ort. Diese Funktion inne, gründete er den Sozialfonds "Sankt Agatha hilft". Er dient dazu, dass Gemeindebewohnern in tragischen Notsituationen rasche und unkomplizierte Hilfe gewährt ...

Die 660-Einwohner-Gemeinde Markt Neuhodis im Burgenland hat mit Joachim Radics (ÖVP) seit 1. Oktober 2017 einen neuen Bürgermeister. Mit der knappen Mehrheit von 50,3 Prozent und einem Vorsprung von 25 Wählerstimmen, schaffte es Radics den Mitstreiter und SPÖ-Quereinsteiger, Klaus Glavanics, hinter sich zu lassen. Obwohl der neue Bürgermeister den Ortschefposten, nach der Amtszeit von Johann Wallner (SPÖ), von rot auf schwarz drehen konnte, holte sich die SPÖ die absolute Mehrheit bei der Gemeinderatswahl in Markt Neuhodis zurück. 

Das Wechselspiel bei den Mandaten ereignete sich bereits im Rahmen der Gemeinderatswahl im Jahr 2012. Damals gelang es der ÖVP die Mehrheit im Gemeinderat zu erobern und sie stellte acht Gemeinderäte, während die SPÖ sieben Mandate innehatte. Bei der diesmaligen Wahl drehten sich die Karten genau umgekehrt.

Die Politik: Ein steter Begleiter

Die Gemeinde Markt Neuhodis liegt im Bezirk Oberwart und besteht aus den Orten Althodis und Markt Neuhodis, zu deren Zusammenlegung es im Jahr 1971 kam. Bekannt ist die Gemeinde heute für ihren 500 Meter langen und 20 Meter hohen Baumwipfelweg, der sich im Ortsteil Althodis befindet. Nun möchte der neue Bürgermeister wissen, dass es in der Gemeinde bergauf geht. "Ich war bereits fünf Jahre lang Vizebürgermeister und wir haben die Weichen in Richtung Aufschwung gestellt", so Radics gegenüber dem ORF Burgenland.

In die Politik kam der Familienvater im Jahr 2000, als er den Posten des Bezirksgeschäftsführers der Österreichischen Volkspartei in Oberwart übernahm. Darauf folgend war er von 2007 bis 2012 im Gemeindevorstand von Markt Neuhodis aktiv. Bis zur jetzigen Wahl zum Bürgermeister übte er seit 2012 das Amt des Vizebürgermeisters in der Gemeinde aus. Außerdem begleitete das Thema Politik stets die Familie Radics'. "Mein Großvater war ...

Die niederösterreichische Marktgemeinde Puchberg am Schneeberg hat seit 11. Oktober 2017 einen neuen Bürgermeister, nämlich Florian Diertl. 13 Jahre war er bereits als Vizebürgermeister der 2.690-Einwohner-Gemeinde im Bezirk Neunkirchen aktiv und wurde nun in einer Gemeinderatssitzung einstimmig zum Ortschef gewählt.

Altbürgermeister Michael Knabl legte mit 30. September 2017, nach mehr als 32 Jahren an der Spitze der Gemeinde, das Bürgermeisteramt zurück. Er zählte mit einem Alter von 70 Jahren bereits zu den dienstältesten Ortschefs in Österreich und konnte in seiner Regierungszeit viele Projekte wie beispielsweise die Kanalisierung des gesamten Ortsgebietes inklusive dem Schneeberg, die Errichtung eines Freizeitzentrums mit Schwimmbad und den Umbau des Gemeindeamtes erfolgreich abschließen.

Knabl ging bereits im Vorfeld davon aus, dass Diertl sein Nachfolger wird, da die SPÖ eine knappe Mehrheit in Puchberg am Schneeberg hat. "Der Vizebürgermeister ist ein hervorragender Kandidat, da er damals schon für Bau und Finanzen in der Gemeinde verantwortlich war. Er wird das Amt gut weiterführen und gewissenhaft arbeiten."

Vertrauen in den neuen Bürgermeister

Die SPÖ hält im Gemeinderat in Puchberg elf Mandate, während die ÖVP neun und die FPÖ eines der insgesamt 21 Mandate in Besitz hat. Bei der Bürgermeisterwahl fielen alle 21 Stimmen auf Diertl. Das Vizebürgermeisteramt übernimmt nun Petra Gutleben.

"Ich bedanke mich für das Vertrauen, das in mich gesetzt wurde. Eine gute Zusammenarbeit mit allen Fraktionen ist mir sehr wichtig. Die gute Lebensqualität in unserem schönen Ort muss erhalten werden, unser Puchberg für alle Generationen lebenswert bleiben", so der neue Bürgermeister gegenüber der Zeitschrift des Verbandes sozialdemokratischer Gemeindevertreter in Niederösterreich.  ...

Der 52-jährige Peter Zieher wurde am 15. Oktober 2017 zum neuen Bürgermeister Frankenmarkts gewählt. Mit 59,54 Prozent der Wählerstimmen konnte er den Gegenkandidaten Hermann Köck hinter sich lassen und ist nun der Ortschef der oberösterreichischen 3.670-Einwohner-Marktgemeinde im Bezirk Vöcklabruck.

Altbürgermeister Manfred Hadinger trat am 30. April 2017 aus beruflichen Gründen von seinem Amt zurück. Er lobte seinen künftigen Nachfolger gegenüber dem Bezirksblatt Vöcklabruck bereits im Vorfeld. "Mit dem Gemeindevorstand Peter Zieher hat die ÖVP Frankenmarkt einen hervorragenden Kandidaten für die Direktwahl. Er ist beliebt, kompetent und für das Amt bestens geeignet." Bis zur Neuwahl leitete einstweilen Vizebürgermeister Helmut Wesenauer die Amtsgeschäfte.

Die Politik: Schon immer Thema in der Familie

Zieher ist seit 1987 Mitglied des Bauernbundes und kam so zur Politik. "Die politische Ader wurde mir aber auch privat durch meine Familie mitgegeben. Mein Vater war 18 Jahre Vizebürgermeister in Frankenmarkt und mein Bruder zwölf Jahre als Bürgermeister der oberösterreichischen Gemeinde Fornach aktiv", erzählt der Familienvater. Außerdem ist Zieher seit 2014 Obmann des Bauernbundes in Frankenmarkt. Fragt man ihn jetzt, ob es je sein Ziel war, Bürgermeister zu werden, antwortet er lachend: "Nein, aber sag niemals nie."

Sohn übernimmt den landwirtschaftlichen Betrieb 

Nach der Volks- und Hauptschule in Frankenmarkt besuchte der Bürgermeister die Landwirtschaftliche Fachschule Vöcklabrucks. Mit dem Abschluss der landwirtschaftlichen Facharbeiter- und Meisterprüfung in der Tasche, absolvierte er 1986 die Ausbildung zum Stationshilfsdienst im Krankenhaus Vöcklabruck. Im Zuge dessen war er in Folge als Notarztsanitäter beim Roten Kreuz Vöcklabruck tätig.

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Klaus Gasteiger (SPÖ) holte sich im tirolerischen Kaltenbach die Mehrheit der Mandatare zurück und wurde mit 61,13 Prozent zum fünften Mal zum Bürgermeister der 1.290-Einwohner-Gemeinde im Bezirk Schwaz gewählt. Sein Herausforderer, der 35-jährige Alexander Maier (ÖVP), erhielt 38,86 Prozent der Stimmen. Da die Bevölkerung Gasteiger zuletzt erst 2016 per Direktwahl zum Ortschef bestimmte, waren die Neuwahlen am 12. November 2017 so nicht vorgesehen.

Aufgrund der Rücktritte der beiden VP-Gemeinderatsfraktionen Kaltenbachs wurde der Gemeinderat im August 2017 aufgelöst und Gasteiger mitsamt allen Mandataren von seinem Amt und seinen Funktionen enthoben. Grund für den Eklat waren Streitigkeiten mit der Bürgermeisterliste. Deshalb mussten die Bürger erneut zu den Wahlurnen schreiten. Ganz unter dem Motto "Jetzt erst recht" kandidierte er nach 17 aktiven Jahren wieder für das Bürgermeisteramt.

Erleichterung und Freude

Doch nicht nur der wiedergewählte Bürgermeister scheint motiviert gewesen zu sein, sondern auch die Wahlberechtigten, deren Beteiligung bei knapp 80 Prozent lag. Gasteigers Bürgermeisterliste erhielt schlussendlich die deutliche Mehrheit und ist nun sogar mit sieben anstatt sechs Mandataren im Gemeinderat vertreten. Die VP wird künftig fünf Mandate und die FPÖ ein Mandat stellen. Über die Neuwahl freut sich der Bürgermeister sehr. "Mir fällt ein großer Stein vom Herzen. Die letzten Wochen und Monate waren eine schwierige Zeit. Ich denke, dass nun aber alle im Gemeinderat aus dieser Wahl gelernt haben", so der Vater zweier Söhne gegenüber der Tiroler Tageszeitung. 

"Ich war schon immer ein Gschaftlhuber"

Im Jahr 1992 gelang ihm der Einstieg in die Politik, als er für den Gemeinderat kandidierte. "Ich war schon immer ein 'Gschaftlhuber' und im ...

Elisabeth Böhm hat im Burgenland gleich zwei herausragende Leistungen geschafft: Erstens hat sie als SPÖ-Kandidatin die seit 1921 dauernde Zeitreihe der ÖVP-Bürgermeister in Neusiedl am See durchbrochen und zweitens hat sie das auch noch als Frau gegen vier Männer und eine weitere Gegenkandidatin geschafft. Im Burgenland gibt es bei 171 Gemeinden nämlich nur zwölf Bürgermeisterinnen. "Es war einfach die Zeit für Veränderung gekommen", resümiert die 48-Jährige ihren Erfolg. Sie siegte mit 53,81 Prozent der Stimmen vor ihrem Stichwahl-Konkurrenten Thomas Halbritter von der ÖVP. Böhm hat es damit an die Spitze der zweitgrößten Stadt des Burgenlands geschafft.

Vorbilder in der eigenen Familie

Obwohl sie seit 2002 als Gemeinderätin, seit 2007 als Stadträtin und seit 2012 als Vizebürgermeisterin aktiv war, strömt nun mit dem Bürgermeisteramt eine ganze Flut an neuen Verpflichtungen und Terminen auf die zweifache Mutter ein. "Ich muss mich in alles einarbeiten und überlege, mich in meiner Stellung als Angestellte beim Wasserleitungsverband karenzieren zu lassen", so Böhm. In der Gemeindepolitik hat sie mit ihrer Mutter und ihrem Onkel bereits zwei gute Vorbilder - beide waren als Gemeinderäte aktiv. "Das Thema hat mich von Jugend an interessiert", gibt die gelernte Bankangestellte zu.

"Habe das Amt nie parteipolitisch gesehen"

Den Ausschlag, als Bürgermeisterin zu kandidieren, gaben zwei Punkte: "Ich bin angetreten, um die Finanzen der Stadt zu sanieren, und die Stadt dadurch in eine positivere Zukunft zu führen. Dadurch, dass ich 2012 die Parteileitung übernahm, war es auch leichter, dass meine gute Arbeit für Neusiedl wahrgenommen wurde."

Da die Stadt in den letzten Jahren starken Zuzug erfahren hat, muss die Infrastruktur aufholen. So möchte die ...

Mit 72,8 Prozent der Wählerstimmen ist Karel Lentsch seit 1. Oktober 2017 der neue Bürgermeister der burgenländischen Gemeinde Neudorf im Bezirk Neusiedl am See. Der 47-Jährige übte seit Jänner 2017 bereits das Amt des Vizebürgermeisters in der 730-Einwohner-Gemeinde aus. Als Mitglied der SPÖ ist er der Nachfolger des ÖVP-Langzeitbürgermeisters Stefan Mikula, der 27 Jahre im Amt war.

"Ich hätte mir das Ergebnis nie erträumt"

Lentsch stieg im Jahr 2012 in die Politik ein und ist seitdem im Gemeinderat aktiv. Seinen nun überragenden Wahlsieg, bei dem der ÖVP-Gegenkandidat Helmut Loncsar zurückstecken musste, beschreibt der Bürgermeister so: "Ich hätte mir das Ergebnis nie erträumt und war sehr gerührt. Die Neudorfer schenken mir einen gewaltigen Vertrauensvorschuss und ich möchte sorgsam damit umgehen." Auch die Freude seiner Familie über den Wahlsieg ist riesengroß. 

Fußball: Die große Leidenschaft des Bürgermeisters

Nachdem er die Reifeprüfung an der Handelsakademie Neusiedl am See absolvierte, arbeitet er seit 1989 als Betreuer beim Arbeitsmarktservice in Neusiedl am See. Dort möchte er mit Jänner 2018 seine Arbeitsstunden um einen Tag reduzieren, damit er sich auf das Bürgermeisteramt konzentrieren kann. Wenn neben der Arbeit Freizeit bleibt, findet man den Familienvater auf der Zuschauerbank bei Fußballmatches.

Einst jagte er selbst dem Ball hinterher und war bis 2012 auch als Fußballtrainer aktiv. Aufgrund seiner Gesundheit gab er diese Tätigkeit jedoch auf und widmete sich stattdessen der Politik. "Seit einem Jahr ist mein Sohn selbst Fußballer und ich übernehme deshalb sozusagen den Co-Trainer der U12", so Lentsch. Nicht nur die Absolvierung des Nachwuchsbetreuerlehrgangs und eines Trainerkurses beim Burgenländischen Fußballverband lassen sich im ...

Die geborene Wienerin Angelika Mileder wurde am 29. Oktober 2017 mit über 65 Prozent zur Bürgermeisterin der Gemeinde Frankenau-Unterpullendorf gewählt. Sie ist damit eine von vier ÖVP-Bürgermeisterinnen im Burgenland. Ganz ohne Bezug zur Region war die 45-Jährige aber nicht, denn ihre Mutter stammte schon aus Frankenau. "Meine Eltern zogen sehr jung nach Wien, aber sie bauten 1972 in Frankenau ihren Wochenendsitz. Meine Wochenenden verbrachten wir daher eigentlich nie in Wien, sondern immer im Burgenland", erinnert sich Mileder.

Fürs Burgenland einen tollen Job aufgegeben

Daher war es auch nicht abwegig, dass sie im Burgenland ihren Mann Stefan fand, den sie 1995 heiratete. "Die Entscheidung, endgültig ins Burgenland zu ziehen, fiel mir damals auch gar nicht so leicht, denn ich hätte eine Stelle bei den Bundestheatern gehabt", erzählt die Schneidermeisterin. Heute bereut sie es nicht mehr, in die Gemeinde an der Grenze zu Ungarn gezogen zu sein.

Aktiv angestrebt hat sie ihr Amt trotz ihrer Obmannschaft im Verschönerungsverein und ihrer Funktion als Gemeinderätin nicht, erzählt sie schmunzelnd: "Mein Vorgänger Anton Blazovich kündigte im November 2016 seinen Rücktritt an. Daraufhin haben wir jemanden gesucht, der einspringt. Ich bin quasi übergeblieben. Ich musste das natürlich vorher schon mit meiner Familie abklären und alle Vor- und Nachteile gegenüberstellen. Aber meine Kinder sagten: 'Wenn nicht du, wer dann' und so sagte ich schließlich zu, dass ich kandidiere."

"Mich kennen die meisten schon von meinen ehrenamtlichen Tätigkeiten"

Im Wahlkampf musste sie keine besonderen Tricks anwenden, denn durch ihre Tätigkeit als Obfrau des Verschönerungsvereins war sie bereits den meisten im Ort bekannt. "Ich bin sehr hilfsbereit und habe sicher schon in ...

Die 490-Einwohner-Gemeinde Kauns in Tirol hat nicht nur ein neues Gemeindeamt, sondern mit Matthias Schranz auch einen neuen Bürgermeister. Der 31-Jährige wurde am 25. Oktober 2017 einstimmig vom Gemeinderat gewählt und ist nun der jüngste Ortschef im Bezirk Landeck. Nach dem Rücktritt von Alt-Bürgermeister Bernhard Huter im Juli 2017 führte er bereits stellvertretend das Amt.

Erfahrung in der Politik

Da für die ausgeschriebene Volkswahl keine Wahlvorschläge eingegangen sind, hatten die Gemeinderäte der Gemeinschaftsliste Kauns die Aufgabe, einen neuen Ortschef zu wählen. Thomas Zangerl wurde außerdem zum neuen Vizebürgermeister der Gemeinde.

Schranz gelang durch die Mitgliedschaft in der Jungbauernschaft und Landjugend Kauns der Einstieg in die Politik. Ab 2010 war er im Gemeinderat und ab 2016 als Bürgermeister-Stellvertreter Kauns tätig. Außerdem ist er bereits seit sieben Jahren der Ortsparteivorstand der ÖVP.

Ein Herz für den Sozialbereich

Nach der Hauptschule und Bundeshandelsakademie besuchte der Ortschef die Gesundheits- und Krankenpflegeschule im Tiroler Zams. Seit 2010 arbeitet er nun im Krankenhaus St Vinzenz. Im Jahr 2011 absolvierte er außerdem die Weiterbildung zum qualifizierten Wundmanager. "Der Sozialbereich liegt mir sehr am Herzen und ich kann einiges davon ins Gemeindeamt für die Gesellschaft mitnehmen", so der Bürgermeister.

Seit 2016 ist er außerdem für die Teamkoordination der 'Chirurgie zwei' im Krankenhaus St. Vinzenz in Zams zuständig. Durch seine nun zusätzliche Aufgabe im Rathaus hat er mit Oktober 2017 die Stunden in seinem Hauptberuf reduziert und steht den Bürgern Kauns Dienstags und Freitags für ihre Anliegen zur Verfügung.

Die musikalische Ader des Bürgermeisters

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