Wie können Gemeinden helfen?

Quartiersuche

Zur Unterbringung flüchtender Personen werden dringend Quartiere gesucht. Viele Gemeinden und Privatpersonen haben bereits Quartiere für hilfsbedürftige Menschen aus der Ukraine angeboten – oftmals auch über soziale Medien. Um dieses Engagement und die zahlreichen, individuellen Initiativen zu bündeln, wurde von der Bundesagentur für Betreuungs- und Unterstützungsleistungen (BBU) eine Koordinierungsstelle eingerichtet.

Alle, die über leerstehende Immobilien oder Räumlichkeiten verfügen und diese kurzfristig für aus der Ukraine geflüchtete Personen zur Verfügung stellen möchten, sind aufgerufen, sich an diese Anlaufstelle zu melden. Diese Stelle kann über die E – Mailadresse nachbarschaftsquartier@bbu.gv.at erreicht werden, welche die weiteren Schritte koordiniert. Jedenfalls binnen 12 Stunden erfolgt eine Kontaktaufnahme seitens der BBU. Danach erfolgt eine rasche Bewertung, bezüglich der Eignung des Quartiers.

Anmeldung

Schritt 1

Eine erste Registrierung erfolgt durch die Polizei und ist notwendig für den Ausweis für Vertriebene sowie die E-Card. Sie kann bei bestimmten Erfassungsstellen erfolgen. Außerdem wird an mobilen Registrierungsbussen gearbeitet. Bei der Registrierung werden die Daten sowie die Daten des Reisepasses oder anderer Urkunden aufgenommen. Bei Personen ab 14 Jahren erfolgt eine Abnahme der Fingerabdrücke. Es wird von jeder Person ein Foto angefertigt. Es gibt ein Formular, dass bei der Registrierung auszufüllen, zu unterschreiben und abzugeben ist.

Schritt 2

  • Damit der Ausweis für Vertriebene auch zugeschickt werden kann, ist es unbedingt erforderlich, dass sich die jeweiligen Personen an ihrer aktuellen Adresse anmelden sowie bei Wechsel der Wohnadresse ummelden. Nur mit einer Meldung kann der Ausweis für Vertriebene zugesandt werden. Die Zusendung des Ausweises kann einige Wochen in Anspruch nehmen.
  • Entsprechend dem Meldegesetz haben Personen, die mehr als drei Tage in Österreich Unterkunft nehmen, eine Meldung des Wohnsitzes bei der zuständigen Meldebehörde (Gemeinden/Magistrate) vorzunehmen.
  • Bei privater Unterbringung hat die Wohnsitzmeldung innerhalb von drei Tagen nach Bezug der Unterkunft bei der Meldebehörde direkt zu erfolgen, wobei hier eine Bestätigung vom Unterkunftgeber (Eigentümer, privater Vermieter etc.) benötigt wird.
  • Bei Unterbringung im Rahmen eines Beherbergungsbetriebes erfolgt die Meldung nach den diesbezüglichen Bestimmungen (je nach Dauer des Aufenthaltes, zB. Eintragung Gästeblatt) durch den jeweiligen Inhaber.

Schritt 3

  • Bei der Aufnahme in die Grundversorgung bei organisierten Quartieren wird diese Meldung durch die BBU GmbH bzw. die jeweils zuständige Landes-Grundversorgungsstelle veranlasst.
  • Eine Ausnahme von der Meldepflicht besteht nur dann, wenn nicht länger als drei Tage Unterkunft genommen wird.
  • Hinweis: Es ist nicht notwendig, einen Asylantrag zu stellen. Wurde bereits ein Asylantrag gestellt, wird dieser für die Dauer des Aufenthaltsrechtes als Vertriebener nicht bearbeitet werden. Wenn bereits ein Asylantrag gestellt wurde und man einen Ausweis für Vertriebene bekommen möchten, bitte Kontakt mit dem BFA aufnehmen.

Innenministerium koordiniert Sachgüter

In Österreich ist das Innenministerium für die Koordination der staatlichen internationalen Katastrophenhilfe zuständig. Hilfesuchende Länder können sich über die Europäische Union mit konkreten benötigten Sachgütern an die Mitgliedsstaaten wenden.

Bereits mehrfach wurden hier seitens der Republik Österreich verschiedenste Güter – von Generatoren bis zu Operationsmaterial – an die Ukraine geliefert. Weitere Transporte in die Ukraine und ihre betroffenen Nachbarstaaten sind in Abstimmung mit den Bundesländern und Einsatzorganisationen in Vorbereitung.

Das BMI informiert bereits bisher Länder und Einsatzorganisationen über die Art und Anzahl der angeforderten Hilfsgüter.

Was wird benötigt?

Künftig können neben den Bundesländern auch die Gemeinden mögliche Hilfsgüter dem BMI bekannt geben.

Eine Liste der benötigten Hilfsgüter finden Sie hier.

Weiterführende Informationen und Kontaktdaten finden sich auf der Website des BMI unter www.bmi.gv.at.

Nur Dinge in einwandfreiem Zustand spenden

Von Gemeinden angebotene Hilfsgüter können grundsätzlich nur einbezogen werden, wenn sie in einem neuwertigen oder einwandfreien Zustand und nicht verderblich sind, den Anforderungen entsprechen, in entsprechenden Mengen vorliegen, sortiert und transportfähig verpackt sind. Auch sollte ein Transport zu einem Übergabepunkt möglich sein.

Zur Vereinfachung der Abwicklung wird vorgeschlagen, dass die Landeswarnzentralen die geforderten Güter auch direkt an die Gemeinden kommunizieren und länderweise gebündelte Hilfsangebote an das BMI übermitteln.

Zur Abwicklung der Katastrophenhilfe benötigt das BMI genaue Informationen in Bezug auf die konkret angebotenen Hilfsgüter (Anzahl, Art, Verpackung, Gewicht, Abmessungen, Gefahrengut). Wesentlich dabei ist, dass über den Weg der staatlichen österreichischen Katastrophenhilfe nur jene Hilfsgüter tatsächlich seitens des BMI akzeptiert werden können, die zunächst seitens der betroffenen Staaten angefordert und dann im Einzelfall durch den betroffenen Staat auch abgerufen werden.

Nur auf diese Weise wird sichergestellt, dass die richtige Hilfe auch an die richtigen Stellen gelangt und Doppelgleisigkeiten verhindert werden. Abschließend darf nochmals auf den Vorrang finanzieller Hilfe gegenüber dem Spenden von Sachgütern hingewiesen werden.

Kontaktdaten der zuständigen Stellen der Landesregierung

post.a6-asyl@bgld.gv.at

02682 600-0
Link zur Antragstellung

  • Für die Gewährung von Unterstützungsleistungen ist ein Antrag bei der Grundversorgungsstelle Burgenland einzubringen.
  • Das Antragsformular steht auf der Webseite zur Verfügung.

abt13.flw@ktn.gv.at

050 536 – 33007

post.ivw2fluechtlingshilfe@noel.gv.at

02742 9005 – 15000

gvs.so.post@ooe.gv.at

0732 77 20 – 152 21

grundversorgung@salzburg.gv.at

0662 8042 – 5602

Antrag zu stellen bei:

Caritas Salzburg Clearingstelle Grundversorgung:

Montag-Freitag: 8:00-13:00

Gaisbergstraße 27, 5020 Salzburg

05 1760-5204

grundversorgung@stmk.gv.at

0316 877 – 5458

Antrag zu stellen in der:

Messehalle Graz, Messeplatz 1, 8010 Graz

soziales@tirol.gv.at

office@tsd.gv.at

Land Tirol: 0512 508 2592

Tiroler Soziale Dienste: 0512 21 440

Tiroler Soziale Dienste (TSD)

Antrag auf Grundversorgung online.

Auch erhältlich bei Gemeindeamt bzw. Bürgerservice der BH/Stadtmagistrat

Ausgefüllt zu senden an: grundversorgung.ukraine@tirol.gv.at

grundversorgung@vorarlberg.at

05574 511 24105

Antrag bei den Erfassungsstellen, den Bezirkshauptmannschaften oder Gemeinden

gvs@fsw.at

01 24 5 24

Antrag beim ACV (Austria Center Vienna)

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