ZVG

Niederösterreich

01.12.2020

Der Winzer als Bürgermeister

Die niederösterreichische Gemeinde Nappersdorf-Kammersdorf hat einen neuen Bürgermeister – der 35-Jährige Martin Eckl wurde mit 18 von 18 Stimmen zum neuen Ortschef der knapp 1300 Einwohner großen Gemeinde gewählt. Gemeinsam mit einer Reihe an Gemeinderatskandidaten ist er vor fünf Jahren als Gemeinderat in die Gemeindepolitik eingestiegen und hat damit einen Generationenwechsel in Nappersdorf-Kammersdorf eingeleitet.

„Meine Motivation im Gemeinderat und nun auch an der Spitze der Gemeinde stehen zu dürfen ist, die Gestaltung der Gemeinde“, sagt Martin Eckl.

Die Zusammenarbeit im Gemeinderat ist konstruktiv, die Gesprächsbasis gut.

Und der Bürgermeister hat auch schon zahlreiche Projekte und Ideen, die er für seine Bürger umsetzen will: „Derzeit sind wir gerade dabei die Beleuchtung auf LED umzustellen“, sagt Eckl. Das kostet die Gemeinde immerhin 255.000 Euro, weshalb der Bürgermeister das Projekt auch im Kommunalen Investitionsprogramm eingereicht hat. Aber auch die Sanierung einer Hangrutschung, ein Hochwasserschutzprojekt, der Ausbau des Radwegenetzes und die Schaffung von neuen Bauplätzen stehen auf der Projekte-Agenda des Bürgermeisters.

Durch die Corona-Krise ist Nappersdorf-Kammersdorf halbweg glimpflich davon gekommen. „Die Kommunalsteuer ist bei uns nicht so hoch und die Ertragsanteile werden zwar bis zu 10 Prozent einbrechen. Aber damit können wir leben, notfalls müssen wir einen Kredit aufnehmen“, meint Martin Eckl.

Wenn Martin Eckl nicht für die Gemeinde tätig ist, dann ist er als Landwirt und Winzer im Einsatz. „Ich habe quasi mein Hobby zum Beruf gemacht“, erzählt der 35-Jährige. Dass der Winzer und Bürgermeister Spaß und Freude an der Sache hat, sieht man an den kreativen Namen seiner Produkte. So kann man im Weingut Eckl einen ProsECKL oder einen Grüner Veltliner ECKLusiv kosten, trinken und erwerben.

Seit kurzem ist Martin Eckl auch Vater – da gilt in der Privatzeit umso mehr – Freizeit ist Familienzeit, egal ob man zusammensitzt, spazieren geht oder ein Achterl genießt.

– S. PEISCHL

 

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