Strenge Voraussetzungen befeuern Personalmangel
Der Vorarlberger Gemeindebund hat deshalb über den Österreichischen Gemeindebund in einer Stellungnahme vorgeschlagen, den Kreis der Ausbildungen für eine Anstellung als Elementarpädagoge zu erweitern. Bisher können nur Absolventen der Bundesanstalten für Elementarpädagogik (BAfEP) mit Matura-Abschluss in diesem Berufsfeld tätig werden. Wer aber ein facheinschlägiges Studium absolviert hat, dem ist der elementarpädagogische Beruf verwehrt. „Das ist nicht nachvollziehbar, zumal die strikten Berufsvoraussetzungen einen massiven Personalmangel befeuern. In letzter Konsequenz wird Eltern dadurch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie deutlich erschwert“, kritisiert Kaufmann. Eine Gleichstellung von pädagogischen Studien und dem Studiengang Soziale Arbeit oder Kinder- und Jugendheilkunde bzw. Kinder- und Jugendpsychiatrie mit der Ausbildung an den BAfEP könnte Abhilfe schaffen. „Dies entspräche dem Zeitgeist. Jobwechsel sind heute auch noch in späteren Lebensjahren an der Tagesordnung“, betont die Interessensvertreterin der Vorarlberger Gemeinden. Sollte der Bund am Hochschullehrgang „Elementarpädagogik“ festhalten wollen, hätten zumindest die Zugangsvoraussetzungen um einige Berufsgruppen erweitert werden können. „Keine unserer Forderungen ist jedoch berücksichtigt worden“, stellt Kaufmann fest. „Vor diesem Hintergrund stellt sich schon die Frage, ob der Bund überhaupt weiß, mit welchen Herausforderungen die Gemeinden konfrontiert sind.“ Schließlich betreffe der Fachkräftemangel im Kindergarten- und Kinderbetreuungsbereich nicht nur die Vorarlberger. „Jedes Bundesland hat damit zu kämpfen“, weiß die Gemeindeverbandspräsidentin.-REDAKTION


