Negative Geburtenbilanz bleibt ein anhaltender Trend
“Im Jahr 2021 gab es im Vergleich zum Jahr zuvor ein Geburtenplus von 2,4% und auch im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 kamen in Österreich wieder etwas mehr Kinder zur Welt. Dennoch ist die Geburtenbilanz Österreichs des Jahres 2021 negativ: 85.607 Neugeborenen standen 90.434 Verstorbene gegenüber, das macht ein Geburtendefizit von 4.827”, erklärt Statistik Austria-Generaldirektor Tobias Thomas. Die vorläufige Zahl der Sterbefälle 2021 lag um 9,1% über dem Fünfjahresdurchschnitt vor Beginn der COVID-19-Pandemie (2015–2019). Berücksichtigt man die gestiegene Bevölkerungszahl und Veränderungen in der Altersstruktur, so wären im Jahr 2021 aber auch ohne die Pandemie etwas mehr Sterbefälle als in den Jahren 2015 bis 2019 zu erwarten gewesen. Im Rahmen der Hauptvariante der von Statistik Austria im Herbst 2019 – also vor Beginn der Pandemie – erstellten Bevölkerungsprognose wurden für das Jahr 2021 insgesamt 85.217 Sterbefälle prognostiziert. Diese Zahl wurde nach derzeitigem Stand um 5.217 Sterbefälle bzw. 6,1% übertroffen. Die vorläufige Zahl der im ersten Lebensjahr Gestorbenen lag im Jahr 2021 bei 229, die daraus resultierende Säuglingssterberate betrug 2,7‰. Die vorläufige Bilanz aus der Zahl der Lebendgeborenen und der Gestorbenen war 2021 in Wien mit 1.842 deutlich positiv. Auch in Tirol (+1.340), in Vorarlberg (+956), in Salzburg (+499) sowie in Oberösterreich (+143) wurden mehr Geburten als Sterbefälle registriert. Weniger Neugeborene als Gestorbene gab es – wie bereits in den Vorjahren – in Niederösterreich (-4.280), in der Steiermark (-2.130). in Kärnten (-1.837) und im Burgenland (-1.360). Die vorläufige Geburtenrate war in Vorarlberg, Tirol, Salzburg, Oberösterreich und Wien höher als im Bundesdurchschnitt, während im Burgenland, in Niederösterreich sowie in Kärnten und in der Steiermark die vorläufige Sterberate über dem Österreich-Schnitt lag.-Quelle: STATISTIK AUSTRIA


