Welche Potenziale bringen die Neuen mit?
Persönliches Recruiting als Vorteil
Ministerium sperrt sich gegen neues Berufsbild
Kann ein Lehrberuf „Kommunalfacharbeiter“ die Situation verbessern? „Ich habe das Gefühl, dass man nicht möchte, dass sich die öffentliche Verwaltung am Arbeitsmarkt beteiligt. Dass das Ministerium gegen derartige Pläne wendet, ist nicht zu verstehen“, kritisierte Franz Haugensteiner.Zuzug von Fachkräften nötig?
NÖ Gemeindebund-Präsident Johannes Pressl richtete den Fokus auf den Bedarf an Kindergartenpädagoginnen. „Gemeinden brauchen einen geordneten Zuzug von qualifizierten Fachkräften.“ Es gehe nicht darum, dass man billige Arbeitskräfte bekommt, sondern dass man überhaupt jemand findet, Pressl schlug auch vor, dass kleinere Gemeinden im Personalbereich kooperieren. Das gelte auch für den Gesundheits- und Pflegebereich.Wertschätzung für vorhandene Mitarbeiter
Franziska Cecon appellierte, nicht nur an neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu denken, sondern auch den bereits vorhandenen Mitarbeitern Wertschätzung entgegenzubringen. „Es braucht ein Gemeinschaftsgefühl, weil alle in der Gemeinde in einem Boot sitzen.“ „Informationen müssen weitergegeben werden. Wenn das nicht passiert, werden Mitarbeiter frustriert“, sagte der Tiroler FLGÖ-Obmann Bernhard Scharmer. Hier hätten sich beispielsweise Mitarbeiterzeitungen bewährt. „Eine Zeitung schafft auch Bindung“, meint Reinhard Haider. Aber das allein reiche natürlich nicht: „Wertschätzung muss auch Karrierechancen bieten.“Digitalisierung vorantreiben
In den nächsten Jahren wird im Bereich der Digitalisierung viel passieren. „Wir müssen beginnen, Daten zu sammeln“, forderte Johannes Pressl. Wie das gemacht werden soll, werde derzeit intensiv überlegt. „Klar ist, dass das in der Hand der Gemeinden bleiben soll.” FLGÖ-Chef Haugensteiner kritisierte in dem Zusammenhang, dass elektronische Akte immer noch nicht übermittelt werden können. „Hier braucht es eine Vorgabe von Seiten des Bundes. Und dafür den politischen Willen.“-H. REINDL


