Vorbereitungen auf Naturkatastrophen laufen schleppend
Während Naturkatastrophen und Extremwetterereignisse zunehmen, gestaltet sich die Vorbereitung auf diese in Österreich eher schleppend: „Die Risiken werden noch immer stark unterschätzt, gefährdet sind nicht nur einzelne Regionen weit weg vom eigenen Wohnort, sondern alle Bundesländer gleichermaßen.“ „Auch die Schadenhöhen sind in den letzten Jahren auf hohem Niveau, jährlich wird fast eine Milliarde Euro an Schäden verzeichnet“, sagt Christian Eltner, Generalsekretär des österreichischen Versicherungsverbandes VVO.
Prävention: Große Wirkung durch treffsichere Maßnahmen
- Auffallend viele Österreicherinnen und Österreicher (62 Prozent) glauben, dass es ausschließlich die Aufgabe der Behörden sei, sie vor Naturgefahren zu schützen.
- Jede zweite befragte Person gibt an, keine Informationen darüber zu haben, wie man sich auf individueller Ebene vor Naturgefahren schützen kann.
- Nur 50 Prozent der befragten Personen kennen die Bedeutung der Zivilschutzalarme oder wissen, was bei einer Alarmierung konkret zu tun ist.
Durch Eigenvorsorge und verstärkte Präventionsarbeit Folgen minimieren
Die Eigenvorsorge privater Haushalte ist eine essenzielle Vorbereitung für bestehende Naturgefahren und beginnt bereits mit der Wahl des Bauplatzes, planerischen Maßnahmen bei der Errichtung und dem nachträglichen Anbringen von Schutzeinrichtungen. Die Eigenvorsorge umfasst aber auch Maßnahmen wie etwa Ernstfalltrainings und das regelmäßige Informieren über Wetterwarnungen. Bei bestehender Gefährdung ist jedoch auch auf Gemeindeebene eine entsprechende Präventionsarbeit bzw. laufende Weiterbildung auf diesem Gebiet wichtig: So wäre es hilfreich, wenn geschulte Vertreter der öffentlichen Hand die Bevölkerung regelmäßig in Sachen Schutz und Sicherheit informieren sowie im Krisenfall als kompetente Ansprechpartner zur Verfügung stehen.
Auftraggeber: © Kuratorium für Verkehrssicherheit 2023
– REDAKTION (Quelle: Kommunal)

