“Die Budgeterstellung für 2026 fordert uns alle stärker als in den Jahren davor. Die finanziellen Rahmenbedingungen sind angespannt, und viele von euch spüren das auch schmerzhaft in den eigenen Budgets. Gleichzeitig ist klar: Bund, Länder und Gemeinden müssen heuer einen gemeinsamen Sparkurs fahren, um den Gesamtstaat wieder auf Linie zu bringen”, schreibt Johannes Pressl in seinem Bürgermeisterbrief an die Ortschefs und Ortschefinnen.Und der Gemeindebund-Chef führt in seinem Schreiben an die Ortchefs weiter aus: Was bedeutet das ganz konkret?
- Für Dich und Deine Gemeinde: Prioritäten zu setzen, Sparpotenziale heben und Ausgaben kritisch hinterfragen.
- Für uns auf Bundesebene: faire Einnahmen sichern, mehr Effizienz durch Bürokratieabbau und bessere Rahmenbedingungen für Kooperationen.
- Stabilitätspakt-Verhandlungen
- Reformpartnerschaft
- faire Verteilung der Steuermittel (CO²-Bepreisung, Digitalsteuer etc.)
- Realistische Spielregeln bei Aufgaben & Finanzierung (etwa Grundsteuerreform, 13./14. Pension von Pflegeheim-Bewohnern & Assistenzpädagoginnen)
- Aktive Unterstützung für Gemeindekooperationen (keine Mwst. bei übergemeindlicher Zusammenarbeit, rechtliche Grundlagen für umfassende Gemeindedienstleistungsverbände)
- Rückzug der Gemeinden aus der Krankenhausmitfinanzierung. (Aktuell rund 3,8 Mrd. Euro)
- Elementarpädagogik in die finanzielle und organisatorische Vollverantwortung der Gemeinden mit Grundsatzregulierung durch den Bund
- Klare Abgrenzung zwischen Schulerhaltung (Pflichtschulen) bei den Gemeinden und Pädagogik und Schulorganisation einschließlich Inklusion (bspw. Stützkräfte) bei Bund oder Ländern
- Zentrale österreichweite Gemeindedatenplattform
- Deregulierung auf allen Ebenen – zahlreiche konkrete Vorschläge eingebracht
- Vertragsraumordnung für alle Energie-, Speicher oder Rechenzentrumslösungen – keine Anlagen ohne Vertragsregelung mit der Gemeinde
- Welche Projekte, Sanierungen oder Anschaffungen können verschoben oder reduziert werden?
- Wie können auch laufende Betriebs- und Personalkosten gesenkt werden? Könnten Dämmen und PV-Anlagen oder Batteriespeicher neben Betriebskostenersparnis auch zur Erreichung der Klimaziele beitragen?
- Sind Gebühren, Tarife und Mieten noch kostendeckend?
- Können bestehende Strukturen, Verträge oder Gesellschaften neu bewertet werden?
- Sind alle Förderungen und Zuwendungen heute noch notwendig?
- Welche Kooperationen können Aufwand senken, Kosten reduzieren und Qualität steigern? – in Verwaltung, Wasser, Abwasser, Abfall, Energie, Bauhof oder auch Kinderbetreuung.
- Bezirk Amstetten: zentrale Abwicklung und Einhebung von Abgaben und Steuern für mehrere Gemeinden – die Verwaltungskosten sanken von 10 auf 2 Prozent.
- Kinderbetreuung: regionale Modelle wie Jagdberg (Vorarlberg) und die NÖ Kinderbetreuung im Waldviertel zeigen, dass Kooperationen Qualität und Effizienz verbessern können. Erst kürzlich hatten wir zu diesem Thema ein Pressegespräch in Wien – Hier kannst Du alles nachlesen: Bericht “Kooperation wirkt”
– JOHANNES PRESSL, Präsident Österreichischer Gemeindebund


