Beim ersten Zukunftsgespräch der Zukunftsinitiative „Mein Land denkt an morgen“ stand in Kottingbrunn die Frage im Mittelpunkt, wie Verwaltung künftig schneller, moderner und zugleich bürgernah gestaltet werden kann. Unter dem Titel „Zukunftsfit verwalten: Service, Tempo, Vertrauen“ diskutierten Vertreter aus Wissenschaft, Verwaltung und Gemeinden gemeinsam mit dem Publikum über konkrete Reformansätze für Niederösterreich.
Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Christian Macho präsentierten die Wissenschaftler Christoph Badelt, Peter Filzmaier und Katrin Praprotnik aktuelle Analysen zu Verwaltung, Digitalisierung und Demokratievertrauen. Dabei wurde deutlich, dass sich die Bevölkerung sowohl moderne digitale Angebote als auch persönliche Erreichbarkeit und verständliche Behördenwege wünscht.
In der anschließenden Podiumsdiskussion betonten der Niederösterreichische Landesamtsdirektor Werner Trock, Gemeindebund-Präsident Johannes Pressl und E-Governance-Experte Peter Parycek die Bedeutung einer leistungsfähigen, KI-gestützten und gleichzeitig menschennahen Verwaltung. Ziel sei es, Niederösterreich zum modernsten und schnellsten Bundesland zu machen, ohne dabei den persönlichen Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern zu verlieren. Niederösterreich verfolgt dabei mit der Aufgabenreform und der konsequenten Weiterentwicklung der Landesverwaltung ein ambitioniertes Projekt zur Effizienzsteigerung, das in dieser Form in Österreich einzigartig ist. Im Fokus stehen dabei vereinfachte Abläufe, schnellere Services und ein noch gezielterer Einsatz von Ressourcen.
Moderiert wurde der Abend von Friedrich Faulhammer, dem Leiter der Zukunftsinitiative. Die Veranstaltung bildete den Auftakt einer Reihe von insgesamt fünf Zukunftsgesprächen im Jahr 2026, die sich jeweils einer zentralen Zukunftsfrage Niederösterreichs widmen. Die Ergebnisse der Diskussionen, einschließlich aktiver Rückmeldungen des Publikums, fließen direkt in die weitere Arbeit der Initiative ein.


