Kosten bei der Grünraumpflege sparen durch weniger Mähen!

Gemeinden stehen vor großen Herausforderungen: Steigende Kosten, sinkende Budgets – und gleichzeitig der Druck, öffentliche Räume lebenswert zu gestalten. Mit klugen Lösungen für das öffentliche Grün können Gemeinden sparen, ohne auf Qualität zu verzichten.

Eine sehr einfache Möglichkeit den Bauhof zu entlasten und somit Arbeitszeit und Geld zu sparen ist, auf bestimmten Flächen weniger oft zu mähen. Und das ohne Qualtitätsverlust! Im Gegenteil, der öffentliche Grünraum und die Natur profitieren durch die Erhöhung der Artenvielfalt. Wenn Pflanzen, die zuvor durch zweiwöchentliche Mahd kurzgehalten wurden, plötzlich zur Blüte kommen können, profitieren zahllose bestäubende Insekten!

Welche Flächen kommen dafür in Frage?

Flächen, die nicht bespielt oder sonst irgendwie begangen oder benutzt werden: Böschungen, Randstreifen neben Fahrradwegen oder Straßen, unbespielte Grünflächen in Parks, Verkehrsinseln, Kreisverkehre, also schlicht und einfach ungenützte Flächen.

Wagen Sie den Versuch und schicken Sie die Bauhofbediensteten nicht mehr im Zweiwochenrhythmus auf solche Flächen zum Mähen! Durch unsere Beratungstätigkeit und Erfahrung können wir berichten, dass in sehr vielen Fällen bereits Schafgarben, Margeriten oder Kartäusernelken vermeintlich unsichtbar in diesen Grünflächen schlummern, aber nicht aufgefallen sind, weil sie nie zur Entfaltung kamen.

2 Mähtermine pro Jahr

Durch eine simple Pflegeumstellung mit 2 Mähterminen pro Jahr (einmal im Juni, wenn die Margeriten verblüht sind, und einmal im Herbst) entstehen wunderschöne Blumenwiesen. Diese sind nicht nur optisch schön, sondern liefern mit ihren Blüten wichtige Nahrungsquellen für Insekten. Wichtig ist jedoch, das Schnittgut abzutransportieren, dann magert der Boden ab. Die meisten Wiesenblumen wollen mageren, nährstoffarmen Boden! Durchschnittlich 3-7 neue Blumenarten wandern jedes Jahr zu und nach wenigen Jahren etabliert sich eine stabile Blütenflora: standortangepasst, pflegearm, schön und nützlich!

Wichtig: Bevölkerung informieren

Wichtig ist es aber zu zeigen, dass die Fläche gezielt „verwildert“ und trotzdem in der Pflege der Gemeinde ist. Deshalb sollte ein Randstreifen regelmäßig gemäht werden und auch eine Infotafel aufgestellt werden. „Natur im Garten“ unterstützt Sie gerne mit Infotafeln und Gemeindezeitungsvorlagen, um die Bevölkerung über Ihre Absichten zu informieren.

Auch Saumstreifen neben Wegen, Radwegen oder Straßen können ohne weiteres belassen werden. Hier wachsen oft zweijährige Arten wie verschiedene Königskerzen, Nachtkerzen, Wegwarten oder Natternkopf. Wunderschöne Blüher, bei denen eine Herbstmahd genügt. Auch hier gilt es, wie oben beschrieben, die Bevölkerung proaktiv zu informieren.

Angesichts der blühenden Resultate gibt es sicher Verständnis dafür!

Infos und kostenlose Pflegeberatung vor Ort können Sie bei Ihren „Natur im Garten“ Beraterinnen und -beratern in den Regionen anfordern https://www.naturimgarten.at/ueber-uns/team.html

Von: I.WEIPPL (Quelle: Natur im Garten, entgeltliche Einschaltung des Landes Niederösterreich)

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