In diesen Gemeinden war es am heißesten!

Die Rekord-Hitzewelle war in ganz Österreich zu spüren. Aber in welchen Gemeinden war die Belastung am größten?

Der Hitzerekord in Österreich wurde am 4. und 5. August 2026 neu definiert. Zwei Tage hintereinander wurden in Bad Deutsch-Altenburg 41,2 Grad Celsius gemessen. Die Hitze belastet Menschen, Tiere, Landwirtschaft und viele andere Bereiche. In manchen Regionen fühlen sich 41 Grad aber schlimmer an als in anderen. Das liegt daran, dass die Hitzebelastung auch von anderen Faktoren abseits der Temperatur beeinflusst wird.

Hitze wandert in den Westen

Der Hitzeindex zeigt, dass die Hitzetage dieses Jahr auch im Westen Österreichs – der früher oft von der großen Hitze verschont geblieben ist – zugenommen haben. Als Hitzetage werden Tage mit einer Temperatur über 30 Grad definiert.

Mehr Hitzetage in Dornbirn als in Wien

Die Analysen zeigen: Erstmals wurden auch in den Vorarlberger Bezirken Dornbirn und Feldkirch durschschnittlich 34 Hitzetage gemessen. Das sind mehr als in Wien mit 32 Hitzetagen.

Kärnten hat die „heißesten Gemeinden“

Die Top 10 Gemeinden mit den meisten Hitzetagen liegen jedoch alle in Kärnten. Ebenthal, Feistritz und Ferlach verzeichneten bis Anfang August dieses Jahres schon 39 Hitzetage. Der kühlste Bezirk ist übrigens Reutte in Tirol mit nur 10 Hitzetagen.

Wien führt indessen bei den meisten Tropennächten – in 30 Nächten hatte es hier über 20 Grad. Das ist soweit nicht erstaunlich, als dass stark versiegelte Flächen und viele Gebäude die Temperaturen in der Nacht hoch halten bzw. sogar erhöhen. Erschreckend ist aber, dass nur 548 Gemeinden in ganz Österreich noch keine Tropennächte erlebt haben – also etwas mehr als ein Viertel. Letztes Jahr wurden noch 1.207 Gemeinden von Tropennächten verschont – also mehr als die Hälfte.

Hitzebelastung im Osten trotzdem höher als im Westen

Der Hitzebelastungsindex (heat stress index) zeigt an, wie sehr Gemeinden unter der Hitze leiden. Mitentscheidend zur Temperatur ist etwa die Anzahl der Tropennächte, in denen man sich nicht erholen kann, die Anzahl der Hitzetage, die schon für sich belastend sind, sowie der Anteil der Bevölkerung über 65 Jahre, die besonders unter den Folgen der Hitze leiden.

Hier zeigen die Aufzeichnungen, dass die Belastung im Osten Österreichs weiterhin viel höher ist als im Westen: Das liegt vor allem daran, dass im Osten mehr ältere Menschen leben. Reutte in Tirol ist der einzige Bezirk mit geringer Hitzebelastung. Hier gab es durchschnittlich 9,6 Hitzetage und der Anteil der älteren Bevölkerung liegt bei 22,5 Prozent.

Auf der interaktiven Karte des Complexity Science Hubs können Sie sehen, wie sich der Hitzeindex und der Hitzebelastungsindex in den letzten Jahren verändert hat. Dabei können Sie nach Bezirksebene oder nach Gemeindeebene filtern und bei der Bezirksebene auch eine Prognose in die Zukunft sehen. Die dunkelrot eingefärbten Gemeinden weisen einen sehr hohen Index auf, rot bedeutet hoch, gelb – mittel, grün – niedrig und blau – sehr niedrig.

Von: Redaktion (Quelle: Complexity Science Hub)

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