Registerabfragen von Hand, Unterlagen, die zwischen Amtsleitung, Sachverständigen und Bürger:innen hin- und hergehen, Fristen, die im Aktenberg untergehen, Inhalte die von einem in ein anderes System kopiert werden: Der Baubescheid gehört zu den aufwändigsten Verwaltungsprozessen einer Gemeinde.
Es geht auch anders:
Vorgestellt wurde Baubescheid+ von Kommunalnet-Geschäftsführer Lucas Sobotka, KI²-COO Georg Rossek und Friedrich Hudribusch, Bauamtsleiter der Marktgemeinde Wiener Neudorf. Die Bürgermeister:innen im Saal konnten live verfolgen, wie aus dem Papierakt ein einziger digitaler Ablauf wird.
Entwickelt für Niederösterreich
Bauverfahren sind Landessache, und jede Bauordnung hat ihre eigenen Schritte, Fristen und Beteiligten. Baubescheid+ wurde deshalb gezielt für die niederösterreichische Bauordnung gebaut, gemeinsam mit der Marktgemeinde Wiener Neudorf. Das dortige Bauamt unter Friedrich Hudribusch hat sein Praxiswissen direkt in die Entwicklung eingebracht, derzeit läuft das System dort in der praktischen Erprobung. Niederösterreichische Gemeinden sind damit die ersten, die Baubescheid+ nutzen können. Eine Ausweitung auf weitere Bundesländer wird geprüft.
Geprüft von Kommunalnet
Baubescheid+ ist das jüngste Produkt im KI²-Portfolio, das Kommunalnet rechtlich und technisch prüft und über den Bereich Werkzeuge zugänglich macht. Dazu gehören bereits der Öffentliche Assistent, der Interne Assistent, der Förderassistent und der Rechtsassistent. Für Gemeinden bedeutet das eine geprüfte Bezugsquelle, einen Vertragspartner und ein festes Ansprechteam.
Kommunalnet stellt dabei nur Lösungen bereit, die in Österreich gehostet werden, an keinen einzelnen KI-Anbieter gebunden sind und bei denen die Datenhoheit bei der Gemeinde bleibt.
Ein Ablauf für alle Beteiligten
Baubescheid+ bringt Bürger:innen, Bauabteilung, Sachverständige und Nachbarschaft in einem gemeinsamen, für alle einsehbaren Ablauf zusammen:
- Antrag: Bürger:innen melden sich mit ID Austria an und stellen den Antrag online. Fehlende Unterlagen fallen sofort auf, nicht erst Wochen später.
- Bauabteilung: Das Team wird Schritt für Schritt durch das Verfahren geführt und holt genau die Informationen ein, die der jeweilige Fall braucht.
- Sachverständige: Gutachter:innen arbeiten direkt im Fall mit bereits geprüften Daten, statt Unterlagen neu anzufordern.
- Nachbarschaft: Betroffene Nachbar:innen werden digital eingebunden, Fristen behält das System im Blick.
- Bescheid: Amtsleitung oder Bürgermeister:in unterschreiben digital. Kostenblatt und Zahlung laufen mit, der Akt landet im gemeindeeigenen Aktensystem.
- Bürgerportal: Bescheid, Fristen und Einspruch sind für Bürger:innen online abrufbar.
Aus der Praxis: bis zu 80 Prozent Verwaltungsaufwand
Wie groß das Potenzial ist, zeigte Friedrich Hudribusch aus Sicht des Bauamts. Das fachliche Know-how, also Beweisverfahren, Entscheidung, Spruch und Begründung, macht nur einen Teil der Arbeit aus. Das Vierfache davon ist reine Verwaltungstätigkeit: Grundbuchdaten abfragen, Daten prüfen und fehlerfrei von einem Akt in den nächsten und von einem Programm ins andere übertragen. „Bis zu 80 Prozent kann das gehen“, so Hudribusch. Wie viel Zeit eine Gemeinde konkret gewinnt, hängt von Fallzahlen und vorhandenen Systemen ab.
„Wir können nicht warten, dass irgendwer eine Verwaltungsvereinfachung für uns macht, sondern wir müssen tätig werden. Wir müssen schauen, wo wir Ressourcen heben und wo wir Dinge vereinfachen können.“
Friedrich Hudribusch, Bauamtsleiter der Marktgemeinde Wiener Neudorf, im Vortrag zu Baubescheid+ beim 3. Bürgermeisterinnen- und Bürgermeistertag
Die fachliche Beurteilung und die Freigabe bleiben dabei bei Amtsleitung und Bürgermeister:in. Auch die Registerabfragen löst weiterhin die Gemeinde aus, betonte Georg Rossek. Baubescheid+ bereitet die Daten so auf, dass die Mitarbeiter:innen möglichst schnell an alles kommen, was sie für den Fall brauchen.
Auch analog bleibt möglich
An die Bürgermeister:innen im Saal richtete Hudribusch einen klaren Appell: „Lasst euch nicht einreden, das wird ja nicht funktionieren.“ Kommt ein Antrag auf Papier oder wollen Anrainer:innen lieber persönlich im Amt Einsicht nehmen, wird dieser Schritt analog erledigt und anschließend wieder ins System eingespielt. Das Verfahren läuft danach ganz normal digital weiter.
Sicher und unabhängig
Baubescheid+ basiert auf einer Multi-KI-Architektur mit austauschbaren Sprachmodellen. Fällt ein einzelnes Modell aus, läuft der Betrieb weiter. Gehostet wird in Österreich. KI² ist nach ISO 27001 und ISO/IEC 42001 zertifiziert, der Betrieb ist NIS2- und DSGVO-konform.
Jetzt Early Access sichern
Baubescheid+ ist ab Mitte/Ende Q4 für niederösterreichische Gemeinden erhältlich und danach, wie alle KI²-Lösungen, über den Bereich Werkzeuge auf kommunalnet.at bestellbar (Login erforderlich).
Wer schon vorher dabei sein möchte, meldet sich für den Early Access: per E-Mail an office@ki2.at oder direkt bei Ihren Ansprechpartnern von Kommunalnet. Am besten startet man mit einem klar abgegrenzten Pilotverfahren, um Zeitgewinn und Rückmeldungen der Bürger:innen direkt zu sehen.
Mehr über KI² und das gesamte Portfolio finden Sie auf ki-quadrat.at, auf der KI²-Partnerseite bei Kommunalnet und im Video auf YouTube. Berichte, Fotos und die Aufzeichnung des Impulsvortrags zum Bürgermeistertag gibt es unter gemeindebund.at.
Ihre Ansprechpartner
Kommunalnet
Stefan Racek, Sales Management
Tel.: 01 890 21 30-21 | E-Mail: s.racek@kommunalnet.at
Max Gebert, Sales Management
Tel.: 01 890 21 30-16 | E-Mail: m.gebert@kommunalnet.at
KI² | KI-Quadrat Systemhaus GmbH
Tel.: +43 1 22 65 562 | E-Mail: office@ki2.at
Website: ki-quadrat.at
KI² auf Kommunalnet: kommunalnet.at/ki-quadrat
Video: KI² auf YouTube ansehen


