Involviert war nach Angaben der „Kronen Zeitung“ die Ransomware-Gruppe SafePay. Diese soll dem Medienbericht zufolge am 8. September auf ihrer Seite im Tor-Netzwerk die vollständige Veröffentlichung erbeuteter Daten der Gemeinde Reichenau angekündigt haben und diese Drohung am 10. Oktober auch umgesetzt haben. Seitdem seien diverse Datensätze öffentlich abrufbar.
Gemeinde verwies auf umgehende Reaktion
Für die APA war die Gemeinde vorerst nicht erreichbar. Amtsleiter-Stellvertreter Philipp Stummer teilte der „Krone“ mit, dass der Angriff Ende Juli entdeckt worden sei. Die Kommune habe umgehend reagiert und die betroffenen Systeme gemeinsam mit einem externen IT-Dienstleister sowie mit beratender Unterstützung eines IT-Sicherheitsunternehmens vom Netz genommen bzw. neu aufgesetzt. Es seien keinerlei Daten verschlüsselt worden, der Amtsbetrieb blieb bis auf eine kurze Unterbrechung aufrecht.
Es sei Anzeige bei der Polizei erstattet worden. Weiters sei der Vorfall auch der österreichischen Datenschutzbehörde gemeldet worden, die ein Verfahren mittlerweile eingestellt habe. „Bis heute ist niemand an die Gemeinde herangetreten, dem durch den Vorfall ein Schaden entstanden ist“, teilte Stummer der „Kronen Zeitung“ mit. Aus dem Büro des Bürgermeisters hieß es demnach zudem, dass „sich technisch nicht abschließend feststellen“ lasse, welche Dateien im Einzelnen betroffen sind, und dass die Veröffentlichung noch geprüft werde.


