Barrieren lauern überall
Das alltägliche Leben spielt sich zu einem großen Teil in der eigenen Gemeinde ab. Die Barrieren, auf die Menschen mit Behinderungen dort oft stoßen, umfassen alle Lebensbereiche: „Beispiele sind Geschäfte oder Arztpraxen, die nur über Stufen erreichbar sind, oder Straßenübergänge ohne Blindenleitsystem und akustische Signale. Auch Schulen, auf die Kinder aufgrund zu geringer Schulassistenz nicht geschickt werden können oder Kirchen, in denen die Predigt aufgrund der fehlenden Induktionsanlage nicht gehört werden kann, verhindern die gleichberechtigte Partizipation von Menschen mit Behinderungen am gesellschaftlichen Leben“, erklärt Kafka. Neben baulichen Barrieren wie Stufen, Türschwellen, zu enge Türbreiten oder fehlende Beleuchtung sind es demzufolge Barrieren im Verkehrsbereich, der Kommunikation oder der Informations- und Kommunikationstechnologie, auf die Menschen mit Behinderungen stoßen.Für barrierefitte Gemeinden
Aktuell befasst sich der Tiroler Monitoringausschusses intensiv damit, die Tiroler Gemeinden „barrierefit“ zu machen. „Barrierefreiheit soll keine Ausnahme mehr sein, sondern zur Normalität werden“, stellt Kafka klar. Bereits im vergangenen Jahr begann der Tiroler Monitoringausschuss damit, in den Bezirken die regionale Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen in Augenschein zu nehmen. Nun soll, gemeinsam mit KooperationspartnerInnen, eine Checkliste zur Barrierefreiheit in Gemeinden erarbeitet und in Modellgemeinden durchgespielt werden. „Wir wollen damit Vorzeigeprojekte schaffen, an denen sich andere Gemeinden wiederum orientieren können. Mit speziell auf die Bedürfnisse der einzelnen Gemeinden zugeschnitten Beratungsangeboten können wir Gemeinden auf ihrem Weg zur Barrierefreiheit unterstützen und sie entlasten“, sagt Isolde Kafka.-Land Tirol


