Juni-Vorschüsse knapp 3 Prozent im Plus

Die Vorschüsse auf die Gemeinde-Ertragsanteile im Juni 2025 (vor Abzug der Umlagen und Beiträge an die Länder) werden gemäß den aktuellen Zahlen des Finanzministeriums bei den Gemeinden ohne Wien 2,7 Prozent im Plus liegen (Wien 5,0 Prozent). Dieser Zuwachs (für die gegenständlichen Vorschüsse relevant sind die Aufkommen der gemeinschaftlichen Bundesabgaben vom April) resultiert vor allem aus einem stabilen Aufkommen an Lohnsteuer (+5,7%), einer wiedererstarkten Energieabgabe und deutlichen Zuwächsen bei der KESt II auf Zinsen gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres. Das Plus wäre höher ausgefallen, wäre nicht das Umsatzsteueraufkommen verrechnungstechnisch aber auch konjunkturell bedingt um -7,7 Prozent eingebrochen.

Niederösterreichs Gemeinden mit schlechtestem Juni-Ergebnis

Das bundesländer- und monatsweise Ergebnis der Grunderwerbsteuer (die zu knapp 94 Prozent den Gemeinden zukommt und nach dem örtlichen Aufkommen dem jeweiligen Ertragsanteile-Landestopf zugeschlagen wird) führt auch diesmal wieder zu länderweise sehr unterschiedlichen Entwicklungen bei den aktuellen Monats-Vorschüssen. Während die Grunderwerbsteuer österreichweit und in Vorarlberg im Monatsvergleich zum April 2024 um 15 bzw. 28 Prozent zulegte, verzeichneten die niederösterreichischen Gemeinden mit -9 Prozent gegenüber dem April 2024 einen deutlichen Einbruch. Infolgedessen verzeichnen die Vorarlberger Gemeindeertragsanteile bei den aktuellen Juni-2025-Vorschüssen mit 5,1 Prozent das beste länderweise Ergebnis, während die aktuellen Vorschüsse auf die Ertragsanteile der niederösterreichischen Gemeinden mit 0,7 Prozent nur knapp im Plus liegen.

– K. GSCHWANDTNER

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