40 Jahre Landeshauptstadt St. Pölten

Vierzig Jahre Landeshauptstadt St. Pölten stehen für eine der wichtigsten Entscheidungen in der Geschichte Niederösterreichs. Mit der eigenen Hauptstadt hat das Land vor 40 Jahren bewusst Verantwortung für politische Eigenständigkeit, für Identität und für ein selbstbewusstes Niederösterreich übernommen.

LH Johanna Mikl-Leitner: „Hauptstadt als Idee, nicht als Adresse“

Die Entscheidung für St. Pölten war nie nur eine Standortfrage. Sie war ein Bekenntnis zu einem Land, das sich nicht länger über andere definiert, sondern seinen Mittelpunkt selbst bestimmt. Oder, wie Landeshauptmann Siegfried Ludwig es formulierte: „Ein Land ohne Hauptstadt ist wie ein Gulasch ohne Saft.“

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner betont anlässlich des Jubiläums: „Die Hauptstadt ist eine Idee, nicht bloß eine Adresse. Es ist die Idee, dass Entwicklung vom Zentrum ausgeht und in den Regionen wirksam wird. Unsere Landeshauptstadt hat Niederösterreich politisch, gesellschaftlich und kulturell ein Zentrum gegeben, von dem aus wir mit Verantwortung, Entscheidungskraft und einer klaren Identität agierten. Vor 40 Jahren wurde unser Land damit in seiner ganzen Stärke sichtbar.“

Hauptstadt als Ausgangspunkt und Motor

St. Pölten wurde dabei nicht zum Ziel der Entwicklung, sondern zu ihrem Ausgangspunkt, als Verstärker für die Regionen.
Von hier aus entstanden Strukturen, die weit in alle Regionen wirken und politische, kulturelle und wissenschaftliche Rahmenbedingungen, die es ermöglichten, regionale Stärken gezielt auszubauen: Kunstzentren wie in Krems, internationale Strahlkraft in Grafenegg, profilierte Kulturlandschaften vom Semmering bis zur Wachau, von Industrie- und Kulturregionen bis zu starken ländlichen Räumen. Auch im Bereich Wissenschaft und Innovation wirkte die Landeshauptstadt als Ermöglicher: Internationale Forschungsimpulse durch das Institute of Science and Technology Austria in Klosterneuburg oder neue Bildungs- und Forschungsnetzwerke im ganzen Land stehen exemplarisch für diese Entwicklung.

Die Landeshauptstadt schuf damit den institutionellen Rahmen, in dem regionale Leuchttürme in gegenseitiger Verstärkung wachsen konnten. Niederösterreich entwickelte sich zu einem Land mit mehreren starken Zentren, verbunden durch eine gemeinsame politische Mitte.

Gerade in Zeiten großer Umbrüche, von der Öffnung Europas bis zur heutigen Rolle Niederösterreichs als aktiver Gestaltungsraum im Herzen Europas, hat sich diese Entscheidung bewährt. Die Hauptstadt stärkt das ganze Land. Sie ist Motor für Kultur, Wirtschaft, Wissenschaft, Landwirtschaft und gesellschaftliche Verantwortung in Niederösterreich mit all seinen Regionen.

„Der eigentliche Gewinn dieser Entscheidung liegt bei den Menschen in ganz Niederösterreich“, so Mikl-Leitner weiter. „In starken Regionen, in neuen Chancen und in einem Selbstbewusstsein, das sich gründet auf der Verbindung einer tief verwurzelten Tradition mit der Kraft zur Erneuerung.“

Jubiläumsjahr 2026: Zentrale Veranstaltungen

Den inhaltlichen Auftakt im Jubiläumsjahr bildet am 19. Mai eine Ausstellungseröffnung in Kooperation von Museum Niederösterreich und Stadtmuseum St. Pölten, die mit der Einbindung des öffentlichen Raums einen zentralen kulturhistorischen Beitrag zum Jubiläum leistet.

Im Juni 2026 folgen weitere Höhepunkte: Das 25-jährige Jubiläum des Barockfestivals im Festspielhaus St. Pölten von 11. bis 20. Juni sowie das StadtLandFluss Festival am 12. und 13. Juni, das als zeitgenössisches Format die Verbindung zwischen urbanem Zentrum und den Regionen sichtbar macht.

Den offiziellen Höhepunkt bildet schließlich der 10. Juli mit dem Festakt zu 40 Jahre Regierungserklärung, einer gemeinsamen Sitzung von Landesregierung und Gemeinderat sowie der abendlichen Premiere des ORF Niederösterreich-Films „40 Jahre Landeshauptstadt Niederösterreich“ im Open-Air-Kino von Cinema Paradiso.

Vierzig Jahre Landeshauptstadt St. Pölten sind damit mehr als ein Jubiläum. Sie sind ein klares Zukunftsstatement der Landeshauptfrau – für ein Niederösterreich, das seine Mitte kennt und aus ihr heraus wirkt.

Von: I.WEIPPL (Quelle: Land Niederösterreich, entgeltliche Einschaltung)

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