Graz-Wahl: Überlegener Sieg für KPÖ

Die KPÖ hat bei der Gemeinderatswahl in Graz am Sonntag Platz eins souverän verteidigt. Im vorläufigen Endergebnis (inkl. Wahlkartenprognose) erreichte die Partei von Bürgermeisterin Elke Kahr mit einem Plus von sieben Prozentpunkten 35,8 Prozent. Die ÖVP (25,2 Prozent) kam mit Respektabstand erneut auf Platz zwei - vor Grünen und der FPÖ. Die SPÖ erlitt eine weitere Schlappe: Sie verlor 3,9 Prozentpunkte und fuhr mit 5,6 Prozent ein neuerliches historisches Tief ein.

Für die ÖVP bedeutete das Ergebnis mit einem Minus von 0,8 Prozentpunkten quasi eine Stagnation. Die Grünen verloren zwar 2,4 Prozentpunkte, konnten sich aber vor der FPÖ halten, die nur 1,4 Prozentpunkte zulegte und auf zwölf Prozentpunkte kam. Knapp hinter der verlustreichen SPÖ rangieren die NEOS: Die Liberalen büßten 0,5 Punkte ein und erreichten 4,9 Prozent.

Mehrheit für KPÖ und Grüne

Die KPÖ kommt damit auf 18 Mandate (+3), die ÖVP bleibt bei ihren 13 Sitzen. Die Grünen büßen zwei Mandate ein und kommen auf sieben Abgeordnete. Die FPÖ gewinnt ein Mandat dazu und hält nun bei sechs Sitzen.

Die SPÖ wurde im Mandatsstand halbiert: Sie verliert zwei Mandate ihrer bisher vier Mandate. Mit den noch am Montag auszuzählenden restlichen Wahlkarten besteht laut den Hochrechnern noch eine minimale Chance, dass ein Mandat von der ÖVP wieder zu den Sozialdemokraten wandert.

Die Pinken ergattern so wie auch 2021 neuerlich zwei Mandate. Die aktuelle Koalition aus KPÖ, SPÖ und Grünen verfügt damit über eine Mehrheit von 27 Mandaten im 48 Sitze umfassenden Gemeinderat. Selbst nur mit den Grünen hätten die Kommunisten eine knappe Mehrheit von 25 Mandaten.

Nicht geschafft haben den Einzug die Liste KFG (Korruptionsfreier Gemeinderatsklub) sowie die Listen GAZA, DBÖ, PIRAT und MFG. 225.883 Personen waren wahlberechtigt, die Beteiligung lag bei 53,4 Prozent. Nach den 54 Prozent von 2021 ist dies – knapp – ein neuer Negativrekord.

Wahlkartenprognose inkludiert

Die von Foresight/ORF bereitgestellten Daten beinhalten auch eine Wahlkartenprognose der (wenigen) noch am Montag auszuzählenden Briefwahlstimmen. Diese werden das Urnen-Ergebnis vom Sonntag aber nur mehr minimal verändern (Schwankungsbreite +/- 0,3 Prozentpunkte). Bereits am Sonntag mitausgezählt worden waren all jene Wahlkarten, die vor Freitag einlangten. Für Montag rechnete die Wahlbehörde im Vorfeld mit nur etwa 3.000 bis 4.000 nachträglich auszuzählenden Wahlkarten.

Von: REDAKTION, Quelle APA

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