Wie die Stadt Melk versucht 2 Millionen Euro einzusparen

Viele Städte und Gemeinden können aktuell ein Lied davon singen – nun trifft es auch die Stadt Melk in Niederösterreich hart: Am Tor zur Wachau gelegen muss die Stadtgemeinde Melk den Sparstift massiv ansetzen, um ihr Budget zu sanieren. Zwei Millionen Euro muss die Stadt einsparen. Finanzstadtrat Mag. Nikolaus Weinwurm erklärt, welche Maßnahmen nötig sind und dass es ohne Unterstützung des Landes nicht gehen werde.

„Wir haben in Melk in den vergangenen Jahren viel investiert, weil es notwendig war. Jetzt heißt es aber, mit dem vorhandenen Geld sorgfältig zu wirtschaften und Verantwortung für die Zukunft unserer Stadt zu übernehmen“, betont der Finanzstadtrat der Stadtgemeinde Melk, Nikolaus Weinwurm anlässlich des kürzlich beschlossenen Gemeindebudgets. Angesichts sinkender Einnahmen, hoher Inflation und stark gestiegener Kosten muss die Stadtgemeinde ihr Budget konsolidieren. „Die aktuellen Rahmenbedingungen lassen uns wenig Spielraum, trotzdem holen wir das Beste für die Melkerinnen und Melker heraus“, so Weinwurm.

Die Stadt Melk hat in den vergangenen Jahren wichtige Projekte umgesetzt, etwa bei Infrastruktur, Sicherheit und Bildung. Dazu zählen unter anderem Investitionen in Wasser- und Abwasserprojekte inklusive der Errichtung von Hochbehältern, die Anschaffung von 4 Feuerwehrfahrzeugen sowie der Zubau bei der Volksschule und im Kindergarten. „Diese Projekte waren wichtig und richtig und sind Investitionen in die Zukunft unserer Stadt. Wir haben damit die kritische Infrastruktur, öffentliche Sicherheit und Bildung nachhaltig gestärkt“, betont Weinwurm. Nun geht es darum, die Finanzen zu stabilisieren und die Stadt für die nächsten Jahre robust aufzustellen. Zwei Millionen Euro muss die Stadt konkret einsparen. Ein Kraftakt, de nicht ohne die Unterstützung des Landes möglich sein wird.

Doch die Stadtgemeinde hat bereits erste Schritte gesetzt. Der Finanzstadtrat unterstreicht: „Sparen ist nie angenehm, aber es ist notwendig. Wir beginnen in der Verwaltung, indem wir Doppelgleisigkeiten abbauen und ausgeschiedenes Personal nicht nachbesetzen. Über den Sommer laufen außerdem Evaluierungen, wo weitere Einsparungspotenziale in der Stadtgemeinde liegen.“

In diesen Bereichen setzt Melk den Sparstift an:

1. Geplante geringere Entschädigungen der Stadt- und Gemeinderäte

2. Keine Nachbesetzung von zwei ausgeschiedenen Mitarbeitern am Wirtschaftshof

3. Verschmelzung der bestehenden Tourismusstelle mit der Bürgerservicestelle im Rathaus

4. Neudefinition der Reinigungsintervalle in öffentlichen Gebäuden

5. Öffnungszeit des Rathauses bis 16.00 Uhr nur einmal statt wie bisher zweimal die Woche

6. Aufkündigung des Förderungsvertrag mit der Wachaukultur Melk GmbH

7. Die Stadtbücherei Melk wird künftig schwerpunktmäßig ehrenamtlich betrieben, die Suche nach einem Trägerverein läuft

8. Die Löwenpost erscheint künftig nur mehr drei Mal pro Jahr – Ersparnis einer Ausgabe

9. Die Dachflächen von öffentlichen Gebäuden (Freiwillige Feuerwehr, Schule, Fußballstadion) werden für PV-Anlagen vermietet

„Mit diesen Einsparungen übernehmen wir Verantwortung und sorgen dafür, dass Melk auch in herausfordernden Zeiten auf Kurs bleibt“, sagt Weinwurm abschließend.

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