Mehr als Facebook: Wie Gemeinden richtig kommunizieren

Wie gelingt erfolgreiche Gemeindekommunikation im digitalen Zeitalter? Welche Rolle spielen klassische Medien, Social Media, Podcasts, Livestreams und WhatsApp-Kanäle? Und warum ist Mut oft wichtiger als ein großes Budget? In dieser Episode des Gemeindebund-Podcasts spricht Johannes Pressl mit Kommunikationsexperte Markus Habermann über moderne Medienstrategien für Gemeinden.

Wie kommunizieren Gemeinden heute erfolgreich? Reichen Gemeindezeitung und Presseaussendung noch aus oder braucht es Podcasts, Livestreams und WhatsApp-Kanäle? In dieser Folge spricht Johannes Pressl mit Kommunikationsexperte Markus Habermann über die Chancen und Herausforderungen moderner Gemeindekommunikation – und warum Authentizität, Mut und eine klare Strategie wichtiger sind als ein großes Werbebudget.

Ein zentrales Thema ist die Frage, wie Bürgermeisterinnen und Bürgermeister den richtigen Medienmix finden. Habermann macht deutlich, dass klassische Medien keineswegs ausgedient haben. Im Gegenteil: Eine gute Beziehung zu Regionaljournalistinnen und Regionaljournalisten bleibt die Basis erfolgreicher Öffentlichkeitsarbeit.“Du musst zuerst einmal wissen: Wer sind deine Bezirksjournalisten? Hast du ihre Telefonnummern und E-Mail-Adressen? Das ist einmal das Wichtigste“, empfiehlt Markus Habermann.

Auch digitale Formate gewinnen an Bedeutung

Gleichzeitig gewinnen digitale Formate zunehmend an Bedeutung. Podcasts bieten die Möglichkeit, Themen ausführlicher zu erklären und Hintergründe verständlich aufzubereiten – gerade dort, wo Social Media an seine Grenzen stößt.“Es gibt die Sehnsucht nach Qualität und Tiefe. Mit Podcasts hat man die Möglichkeit, Sachen zu erklären: Warum mache ich das? Was ist das Gescheite daran?“, sagt Markus Habermann.

Auch Livestreams und Videocasts eröffnen neue Möglichkeiten für mehr Transparenz und Bürgernähe. Gleichzeitig warnen die Gesprächspartner davor, die Herausforderungen zu unterschätzen. Wer live kommuniziert, muss auch mit unmittelbaren Reaktionen, kritischen Kommentaren und gelegentlich Shitstorms umgehen können.

Wie kommunziert man am besten mit den Bürgern?

Ein weiterer Schwerpunkt der Episode ist die direkte Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern. Habermann sieht Messenger-Dienste wie WhatsApp oder vergleichbare Gemeinde-Apps als besonders wirkungsvolle Ergänzung der bestehenden Kommunikationskanäle. Informationen erreichen die Bevölkerung unmittelbar – ohne Umwege und ohne große Streuverluste. Dabei gilt jedoch: Nicht die Menge der Informationen entscheidet über den Erfolg, sondern deren Relevanz. „Ich würde auf keinen Fall Regelmäßigkeit einbringen, nur weil Dienstag der Dienstag-Newsletter ist. Ich kommuniziere dann, wenn ich etwas zu sagen habe“, rät der Experte.

Auch die Gemeindezeitung behält ihren festen Platz im Medienmix. Sie soll bewusst nicht mit der Geschwindigkeit sozialer Medien konkurrieren, sondern Hintergrundinformationen liefern und wichtige Entwicklungen dokumentieren.

Zum Abschluss der Folge richtet Markus Habermann einen klaren Appell an alle kommunalpolitisch Verantwortlichen. Gemeinden sollten sich nicht von der Angst vor Kritik oder negativen Kommentaren lähmen lassen. „Seid mutig. Der Mut wird belohnt. Geht voran und erklärt den Leuten, warum das gescheit ist“, so Markus Habermann.

Hier geht es zur aktuellen Podcast-Folge:

Von: KN Redaktion, KI generiert, Quelle: Gemeindebund-Podcast Amtsgeheimnisse

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