August-Vorschüsse nach Sondereffekten im Minus

Die mit bisher +4,4 Prozent insgesamt durchaus positive Entwicklung der 2026er-Vorschüsse auf die Gemeinde-Ertragsanteile (vor Abzug der Gemeinde-BZ-Mittel sowie der Umlagen und Beiträge durch die Länder!) wird im August aufgrund von Sondereffekten unterbrochen.

Gemäß den aktuellen Zahlen des Finanzministeriums im Vergleich mit dem August 2025 sinken die August-2026-Vorschüsse bei den Gemeinden ohne Wien um -3,4 Prozent (Wien -3,8%). Für die gegenständlichen Vorschüsse relevant ist das Juni-2026-Aufkommen an gemeinschaftlichen Bundesabgaben. Neben Sondereffekten bei der KESt I auf Dividenden (-50% im Vergleich mit dem Vorjahresmonat) und der Mineralölsteuer (-35%) sorgte vor allem auch ein schwaches Umsatzsteueraufkommen (-2%) für das Minus der aktuellen August-Vorschüsse.

Tiroler Vorschüsse mit geringstem Rückgang

Das bundesländer- und monatsweise Ergebnis der Grunderwerbsteuer (die zu knapp 94 Prozent den Gemeinden zukommt und nach dem örtlichen Aufkommen dem jeweiligen Ertragsanteile-Landestopf zugeschlagen wird) führt auch diesmal wieder zu länderweise unterschiedlichen Entwicklungen bei den aktuellen Vorschüssen, die spätestens bis zum 23. des Monats durch die Länder an die Gemeinden zu überweisen sind. Während der Anstieg der Grunderwerbsteuer (österreichweit gut 8 Prozent im Plus) gegenüber dem Vorjahr in Salzburg und Wien sogar leicht negativ ausfiel, legte das örtliche Aufkommen der Grunderwerbsteuer in Tirol gar um ein Drittel gegenüber der Vorjahresmonat 2025 zu. Infolgedessen verzeichnen die aktuellen Vorschüsse auf die Salzburger und Wiener Gemeinde-Ertragsanteile mit -5,1 bzw. -4,9 Prozent das schwächste länderweise Ergebnis, während die Tiroler August-2026-Vorschüsse mit lediglich -0,8 Prozent das „beste“ monatsweise Ergebnis erzielen.

Von: Konrad Gschwandtner

Empfehlungen für dich:

Anmeldung mit ID Austria
ID Austria

Melden Sie sich hier bequem mit
Ihrer ID Austria an.

Mit ID Austria anmelden Weitere Informationen zur ID Austria