Das leidige Unkrautproblem am Friedhof elegant umgehen

Unkrautprobleme am Friedhof sind der kleinen Katastralgemeinde Stephanshart in Ardagger seit jeher gänzlich unbekannt. Seit vielen Jahrzehnten sind dort die Wege begrünt, es muss also nur der Rasen gemäht werden.

Der Friedhof dieser kleinen und beschaulichen Katastralgemeinde im Mostviertel ist angesichts knapper Gemeindebudgets mit Sicherheit ein nachahmenswertes Modell. Vor allem wenn man bedenkt, wie viele Arbeitsstunden des Bauhofs „normalerweise“ pro Jahr in die Pflege der Kieswege investiert werden. Im schlimmsten Fall werden sogar umweltschädliche Herbizide zur Beseitigung des Unkrauts ausgebracht.

Wenig Kopfsteinpflaster, viel Grün

Die Besucherinnen und Besucher des „Gottesackers“ in Stephanshart sind lange schon an ein anderes Erscheinungsbild eines Friedhofs gewöhnt – nämlich an ein grünes. Abgesehen vom Kopfsteinpflaster am zentralen Hauptweg sind alle Wege von Gras bewachsen. Das hat auch den Vorteil, dass sich die Fläche im Sommer nicht so stark erhitzt, weil Pflanzen nie heißer werden als die Umgebungstemperatur – im Gegensatz zu Steinen.

Foto: Bernhard Haidler

GPS gesteuerter Mähroboter hat sich amortisiert

Zum Mähen hat sich die Gemeinde schlauerweise vor vielen Jahren einen GPS gesteuerten Mähroboter angeschafft. Der liebevoll „Robbi“ genannte Mähroboter hat sich mittlerweile amortisiert.

Ausgespart von dessen Mähtätigkeit bleiben Blumenwiesen, die auf freigewordenen Grabflächen etabliert werden. Auch hierzulande macht nämlich der platzsparende Trend zur Urnenbestattung keine Ausnahme und somit bleiben mehr Flächen frei, um derartige Biodiversitätsflächen zu schaffen.

Somit hat der auf einer kleinen Anhöhe liegende Friedhof mit Blick auf die Wallfahrtskirche Kollmitzberg einen zusätzlichen optischen Reiz, wenn im Frühling diese Naturwiesen blühen. Sie werden nur zweimal im Jahr (Juni und Herbst) per Hand gemäht und das Mähgut wird abtransportiert, damit diese Flächen zusätzlich abmagern und sich noch mehr Wiesenblumen etablieren können.

Bäume als Schattenspender

Schatten spenden die Blutpflaumen, welche als Allee entlang des Hauptweges stehen. Da immer wieder Gräber aufgelassen werden und neue Urnenbestattungen weniger Platz brauchen, wird die Gemeinde ab kommendem Herbst auf diesen Freiflächen neue Bäume als Schattenspender pflanzen.

Nähere Infos zu ökologischer Grünraumgestaltung erhalten Sie bei unserem Grünraumservice – Telefon 02742-74333 bzw. durch unser Infoblatt www.naturimgarten.at/infoblatt-friedhofpflege

Von: I.WEIPPL (Quelle: Natur im Garten, Entgeltiche Einschaltung des Landes Niederösterreich)

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