Beschäftigt Ihre Gemeinde das Thema „Zweitwohnsitze“? Sei es, dass es schon zu viele geworden und sie in irgendeiner Art und Weise zur Herausforderung geworden sind? Sei es, dass Ihre Gemeinden gerne welche oder mehr davon hätten und sich dadurch bspw. positive immobilienwirtschaftliche Effekte und eine Belebung des Ortes erwarten?
Das ORTE Architekturnetzwerk NÖ lädt am 15. und 16. Oktober zu einer Diskussionsveranstaltung mit Workshops in Reichenau an der Rax in Niederösterreich. Hochkarätige Experten und Expertinnen aus Theorie und Praxis werden die vielen verschiedenen Facetten aufzeigen und zur Diskussion stellen.
Neben spannenden Vorträgen werden Bürgermeister:innen, Raumplaner:innen, Rechtsexpert:innen, Soziolog:innen, Baukulturvermittler:innen und Kommunalentwickler:innen gemeinsam mit Ihnen Möglichkeiten erarbeiten, wie der Spagat von einem „Angebot für Zweitwohnsitzende als potenzielle neue Bürger:innen“ und dem Angebot für Hauptwohnsitzende unter Berücksichtigung von Klima- und Bodenschutz gelingen kann.
Was: Zweitwohnsitze. Fluch oder Segen für den ländlichen Raum?
Wann: Donnerstag, 15. Oktober 2026 von 14:00 – 18:30 Uhr und
Freitag, 16. Oktober 2026 von 09:00 – 13:00 Uhr
Wo: Schloss Reichenau, Schlossplatz 9
2651 Reichenau an der Rax
Programm:
Donnerstag, 15. Oktober:
14:00 – 15:30 Uhr: Begrüßung
Im Gespräch mit ORTE:
Johann Döller, Bürgermeister von Reichenau/Rax
„Von Grund auf im Überblick: Entwicklung, Formen, Vor- und Nachteile und Steuerungsmöglichkeiten von Zweitwohnsitzen“
Arthur Kanonier, TU Wien, Leiter des Forschungsbereichs Rechtswissenschaften; Schwerpunkte ua. Boden- und Raumordnungsrecht, Boden- und Raumordnungspolitik
Denkwerkstatt in Kleingruppen I
15:30 – 15:45 Uhr: Kaffeepause
15:45 – 17:00 Uhr: „Schlupflöcher und Privatdetektive? Aus dem Alltag von Atterseegemeinden in Oberösterreich, in denen teilweise schon die Nebenwohnsitze überwiegen“
Gerald Egger, Bürgermeister von Seewalchen am Attersee, OÖ
„Von Freiheit und Unfreiheit durch Eigentum. Rechtsphilosophische Betrachtungen“
Paul Hahnenkamp, Universität Wien, Institut f. Staats- und Verwaltungsrecht
Denkwerkstatt in Kleingruppen II
17:00 – 18:30 Uhr: Filmvorführung „Alpenland“, von Robert Schabus (2022)
Ortsspaziergang mit Bürgermeister Johann Döller
Freitag, 16. Oktober:
09:00 – 10:25 Uhr: Zusammenfassung des Vortags, kleine Einheit „Morgensport“
„Zweitwohnsitze – zwischen Revitalisierung und Verdrängung: Eine sozial-ökologische Perspektive“
Margarete Haderer, TU-Wien, Umwelt- und Raumsoziologin
„Gewinne und Verluste: Auswirkungen von Zweitwohnsitzen auf das Orts- und Landschaftsbild“
Maik Novotny, Architekturjournalist und ÖGFA-Vorstandsvorsitzender
Denkwerkstatt in Kleingruppen III
10:25 – 11:05 Uhr: „Quo vadis Niederösterreich? Die Situation von Raumplaner:innen in NÖ“
Hans Emrich, Raumplaner, Emrich Consulting ZT-GmbH
„Lernen vom Westen? Freizeitwohnsitze als Lebensraum- oder Heuschreckenstrategie?“
Andreas Falch, Ingenieurkonsulent für Raumplanung und Raumordnung in Tirol und Vorarlberg
11:05 – 11:20 Uhr: Kaffeepause
11:20 – 13:00 Uhr: Denkwerkstatt in Kleingruppen IV
ORTE im Gespräch mit Zweitwohnsitzer:in
„Aus der Praxis: Integration von Zweitwohnsitzer:innen über alle Generationen hinweg?
Heidi Brandstetter, Dorf- und Stadterneuerung NÖ
Abschließende Denkwerkstatt in der großen Runde
Programmänderungen vorbehalten.
Um Anmeldung wird gebeten. Den Link zum Anmeldeformular, sowie aktuelle Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier: https://orte-noe.at/programm/zweitwohnsitze
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei, die Kosten für Übernachtung und Abendessen müssen selbst getragen werden. Wir haben im Hotel Marienhof ein Kontingent an Einzelzimmern reserviert. Unter dem Kennwort „Architekturnetzwerk“ erhalten Sie bei der Zimmerbuchung die vereinbarten günstigeren Konditionen für eine Übernachtung mit Frühstück á 112,- Euro.



