Wie entwickeln sich Brandverlauf und Tragverhalten? Mit welchen Schäden ist zu rechnen und was kosten Reparatur und Wiederherstellung? Antworten auf diese Fragen gibt eine neue Studie des Risikoberaters Augustas Risk Services im Auftrag des Verbands der europäischen Betonfertigteilindustrie und Concrete Europe.
Sie zeigt, dass Stahlbetonkonstruktionen nicht zur Brandlast beitragen und stabilere Bedingungen für Löscharbeiten bieten. Das Gebäude bleibt meist tragfähig, kann repariert und schneller wieder genutzt werden. Brennbare Bauteile können einen Brand hingegen ausweiten und verlängern. Die Folge sind größere Schäden, aufwendigerer Wiederaufbau und längere Ausfallzeiten. Bei Mehrfamilienhäusern aus Holz kann der Sachschaden laut Studie bis zu 3,8-mal so hoch sein wie bei vergleichbaren Stahlbetongebäuden.
Brandschutz als Teil nachhaltigen Bauens
Die Studie empfiehlt, Brandschutz nach den Gesamtfolgen eines Brandes zu beurteilen, nicht nur nach standardisierten Prüfungen. Denn nachhaltiges Bauen muss auch sicheres Bauen sein: Gebäude sollen die Umwelt schonen, Menschen schützen, Schäden gering halten und einen raschen Wiederaufbau ermöglichen.
Beton weiterdenken: Diskussion in Wien
Die Studienergebnisse sind auch Thema der Veranstaltung „Beton weiterdenken: Bestand, Klimaschutz und Brandsicherheit“ von IG Architektur und Beton Dialog Österreich. Tanja Manninger (Smart Minerals), Anton Glasmaier (Beton Dialog Österreich) und Architekt Johannes Zeininger sprechen über neue Materialien, Brandsicherheit und Weiterbauen im Bestand und diskutieren mit dem Publikum.
Wann: 23. November 2026, ab 18 Uhr
Wo: IG Architektur, Gumpendorfer Straße 63 B, 1060 Wien
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich.


