Es ist empfehlenswert immer mehrere Steckhölzer zu setzten, denn nicht immer wurzeln sie an. Auch eignen sich manche Straucharten besser zur Vermehrung über Steckhölzer als andere. Gut geeignet sind z.B.  Holunder, Liguster, Heckenkirschen, Zier-Johannisbeeren und Ribisel.

Natur im Garten

NaturimGartenTipps

30.11.2020

Sträucher einfach und gratis vermehren

Hecken können auf einfache Weise selbst vermehrt werden. Voraussetzung dafür ist etwas Geduld, Pflege und ein „Spenderstrauch“ von dem Steckhölzer geschnitten werden können.

Aus den Steckhölzern wachsen junge Sträucher heran, welche mit der Mutterpflanze genetisch völlig übereinstimmen. Als Ausgangsmaterial eignen sich einjährige Triebe aus dem äußeren, gut belichteten Teil des Gehölzes.

Es ist empfehlenswert immer mehrere Steckhölzer zu setzten, denn nicht immer wurzeln sie an. Auch eignen sich manche Straucharten besser zur Vermehrung über Steckhölzer als andere. Gut geeignet sind z.B.  Holunder, Liguster, Heckenkirschen, Zier-Johannisbeeren und Ribisel.

Steckhölzer schneiden

Junge, bleistiftdicke, gesunde Triebe werden dabei mit einer Gartenschere sauber und glatt ca. 1/2cm unterhalb einer Knospe abgeschnitten. Hier sind besonders viele Wachstumshormone enthalten, welche die Wurzelbildung fördern. Jedes Steckholz weist 3–5 Knospen auf, das ergibt je nach Art des Strauches eine Länge von 15 – 30cm. Das obere Ende wird 1 cm oberhalb einer Knospe abgeschnitten. Aus einem Trieb können auf diese Weise mehrere Steckhölzer gewonnen werden.

Richtiger Schnittzeitpunkt

Steckhölzer schneidet man sobald die Triebe in unbelaubtem Zustand sind. Dadurch ist die Gefahr der Austrocknung gering. Spätester Zeitpunkt ist der Vorfrühling. Die ganze Kraft der Pflanze kann nun in die Ausbildung der Wurzeln investiert werden, solange der Boden nicht unter 5°C auskühlt.

Einpflanzen

Die Steckhölzer brauchen offenen Boden, dieser wird mit einer Grabgabel bis in eine Tiefe von 30cm gelockert. Ist die Erde sehr tonig, empfiehlt es sich, diese mit ausreichend grobem Quarzsand anzureichern. Die Hölzchen werden dann entlang einer ausgehobenen Rille zu ¾ senkrecht in die lockere Erde gesteckt, sodass nur noch eine, maximal 2 Knospen herausschauen. Wichtig ist, die Steckhölzer in der richtigen Richtung ein die Erde zu setzten. Also vorher merken, wo oben und wo unten der Steckhölzer ist. Es kann am unteren Ende zur Markierung die Rinde leicht eingeritzt werden – das fördert auch die Wurzelbildung. Die Erde rund um das Hölzchen wird danach leicht angedrückt, der Abstand zwischen den einzelnen Stecklingen beträgt ca. 20cm. Danach  wird noch gut gegossen.

Im kommenden Frühling und Sommer entwickeln sich aus den Steckhölzchen kräftige Pflanzen, vorausgesetzt man verhindert die Überwucherung mit Unkraut. Im Herbst werden die Sträucher an ihren endgültigen Bestimmungsort gesetzt.

Wenn der Boden zum Schnittzeitpunkt bereits gefroren ist bzw. Schnee liegt, können die Steckhölzer in einem Haufen feuchten Sandes eingeschlagen werden, und im zeitigen Frühjahr gesteckt werden.

Mehr Informationen erhalten Sie beim Grünraumservice von „Natur im Garten“: Telefon 02742/74333 oder https://www.naturimgarten.at/gemeinde

– I.WEIPPL (Quelle: Natur im Garten, entgeltliche Einschaltung des Landes Niederösterreich)

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