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09.12.2020

Blackout-Vorsorge in Gemeinden: Was wir aus der Coronakrise lernen können

Wir haben die bisherige Coronakrise sehr gut bewältigt. Das ist aber kaum auf eine gute Vorbereitung als vielmehr auf sehr viel Glück zurückzuführen. Vor allem, da es weder zur den erwarteten Massenerkrankungen und zur Überforderung des Gesundheitssystems noch zu einem weitreichenden Ausfall von Liefer- und Versorgungsketten kam. Das war im März 2020 nicht absehbar, auch, weil viel zu spät auf die sich bereits seit Jänner ankündigende Pandemie reagiert wurde. Daher war der Lockdown mit seinen vielen Nebenwirkungen vollkommen richtig und wichtig. Ein zweites Mal würde das aber kaum gut gehen. Wir sollten uns daher nicht mit dem zufriedengeben, wie es bisher gelaufen ist, sondern kritisch hinterfragen: Was wäre passiert, wenn die Dinge anders verlaufen wären? Also nicht Schwamm drüber und zurück zum Alltag, sondern überlegen, was wir aus den Erfahrungen der letzten Monate für zukünftige Ereignisse lernen können.

Risikoabsicherung

Aus der Risikoforschung wissen wir, dass wir uns mit Ereignissen, die wir noch nicht selbst erlebt haben, extrem schwertun. Aber gerade bei sehr seltenen Ereignissen, die noch dazu ein enormes Schadenspotenzial aufweisen, können wir uns es nicht leisten, erst aus der Erfahrung klug zu werden. Neben der Pandemie gehört auch ein Blackout oder die sich abzeichnende Klimakrise zu dieser Kategorie.

Daher empfiehlt uns in solchen Fällen die Risikoforschung folgende Fragestellungen:

  • Was würde es bedeuten, wenn ich mit meiner Einschätzung falsch liege?
  • Wie schlimm wäre ein solches Szenario und welches Schadensausmaß wäre mit ihm verbunden?
  • Welche Maßnahmen können ergriffen werden, um uns gegen ein solches Szenario abzusichern, sollte es dennoch eintreten?
  • Welche Kosten wären mit diesen Maßnahmen verbunden und in welchem Verhältnis stehen sie zum erwartbaren Schadensausmaß?

Wenn die erwarteten Kosten für Vorsorgemaßnahmen im Vergleich zum Schadensausmaß deutlich geringer sind, sollten die Maßnahmen auch ergriffen werden. Diesem Prinzip der Risikoabsicherung folgen wir zum Beispiel dann, wenn wir im Auto einen Sicherheitsgurt anlegen: Es ist extrem unwahrscheinlich, dass wir in einen schweren Unfall verwickelt werden, und trotzdem sichern wir uns ab.

Vorausdenken und handeln

Daher ist es auch notwendig, Ereignisse wie eine Pandemie, einen europaweiten Strom-, Infrastruktur- sowie Versorgungsausfall („Blackout“) oder den Klimawandel mit anderen Maßstäben zu bewerten, als wir das bei sonstigen Risiken tun. Hier ist es notwendig, auf „Vorrat zu denken“, also mögliche negative Entwicklungen vorwegzunehmen und uns darauf vorzubereiten. Nur so kann eine entsprechende Bewältigungsfähigkeit aufgebaut werden. Entscheidend ist dabei nicht das Wissen, das ist in ausreichender Form vorhanden, sondern dass wir die richtigen Schlüsse ziehen und vor allem handeln.

Der Blackout-Experte Herbert Saurugg hat bereits zahlreiche Gemeinden bei der Vorsorge für den Notfall unterstützt. Bild: ZVG

Niemand weiß, wie sich die Pandemie in den nächsten Monaten und die damit verbundenen Folgekrisen weiterentwickeln werden. Wir sollten uns auf jeden Fall kein weiteres Mal völlig unvorbereitet überraschen lassen, denn wir werden uns kein weiteres Mal „koste es, was es wolle“ leisten können.

Bei einem Blackout kommt sofort alles zum Stillstand

Die Coronakrise ist eine schleichende Krise, die sich angekündigt hat, wo aber kein klares Ende absehbar ist. Der Vorteil ist, dass noch während der Krise viele Dinge organisiert werden können, da nur in Einzelfällen ein akuter Handlungsbedarf besteht und die Kommunikationsinfrastrukturen funktioniert.

Bei einem Blackout kommt sofort alles zum Stillstand. Anders als bei der Coronakrise würde etwa die Versorgung mit lebenswichtigen Gütern abrupt unterbrochen werden. Da bleiben dann keine Tage oder Wochen zum Reagieren, sondern nur wenige Stunden. Ansonsten droht ein Chaos mit katastrophalen Auswirkungen.

Die Coronakrise war daher nur ein sanfter Vorgeschmack auf das, was wir binnen der nächsten fünf Jahre erleben könnten, sollte das Österreichische Bundesheer mit seiner Risikoeinschätzung recht behalten, dass mit einem solchen Ereignis binnen der nächsten fünf Jahre zu rechnen sei.

Verwundbare Lieferketten

Vielen Menschen ist in der Coronakrise bewusst geworden, wie viele Abhängigkeiten es von den internationalen Lieferketten gibt. Dabei hatten wir noch richtig Glück, da es bisher zu keinen nennenswerten Ausfällen gekommen ist. Dennoch standen viele Menschen erstmals vor leeren Regalen. So etwas war bisher nicht vorstellbar. Dies passierte aufgrund einzelner Flaschenhälse in der Logistik und das, obwohl alles funktionierte und nur relativ wenig Menschen erkrankt sind. Die bisherigen Annahmen für eine Pandemie gehen von ganz anderen Ausfallzahlen aus. Und es war mit Sicherheit nicht die letzte Pandemie.

Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass es enorme Schwachstellen in den Logistikketten gibt. Es besteht sogar die Gefahr, dass es im schlimmsten Fall zu einem Komplettausfall ganzer Industriezweige, also einem Lieferkettenkollaps kommt. Über 35 Prozent der kritischen Lieferanten sind im Ausland beheimatet. Das bedeutet, auch wenn wir alles im Griff zu haben scheinen, kann ein solcher Lieferkettenzusammenbruch wie im Stromnetz ganz woanders ausgelöst werden. Daher ist eine fundierte Risikoeinschätzung nur schwer möglich. Klar ist aber, dass es in vielen Bereichen an der notwendigen Robustheit fehlt, um mit größeren Störungen umgehen zu können. Daher sollten wir uns durch die positiven Erfahrungen in den vergangenen Wochen und Monaten nicht in eine falsche Sicherheit wiegen.

Gestiegene Blackout-Gefahr durch Stromüberschuss

Ein Ausbau erneuerbarer Energien ist nicht ausreichend. Es braucht einen Ausgleich zwischen Erzeugung und Verbrauch. ©PhotographyByMK/Fotolia.com

Was in den vergangenen Monaten auch nur wenige Menschen mitbekommen haben ist, dass es während des Lockdowns eine erhöhte Blackout-Gefahr gab. Denn nicht nur eine Strommangellage, sondern auch ein Stromüberschuss kann für die Stabilität des europäischen Stromversorgungssystems gefährlich werden, insbesondere wenn dabei sehr viel Strom aus Photovoltaik- und Windkraftanlagen zur Verfügung steht. Und genau das ist eingetreten. Wesentliches Problem: Uns fehlen zunehmend die notwendigen Energiespeicher und Puffer, um die schwankende Produktion aus Wind- und PV-Anlagen in Echtzeit ausgleichen zu können.

Ursache ist ein Denkfehler in der bisherigen Energiewende. Es wird so gut wie überall nur vom Ausbau von Erneuerbaren Energie-Anlagen (EE) gesprochen. Dabei wird übersehen, dass die Balance zwischen Erzeugung und Verbrauch permanent sichergestellt werden muss, damit das Ganze funktioniert. Bisher haben das konventionelle Kraftwerke übernommen, die aber zunehmend häufiger aus dem Markt gedrängt oder stillgelegt werden. Dieses Problem wird sich in den nächsten Jahren noch deutlich verschärfen. Daher stellt sich die Frage, was wir aus der bisherigen Coronakrise lernen können.

Unzureichende Ziele

Die aktuellen Corona-Hilfspakete haben vor allem das Ziel Arbeitsplätze zu sichern und das Wirtschaftswachstum anzukurbeln. Von der während des Lockdowns geforderten Steigerung der Robustheit hört man hingegen nur mehr wenig. Daher besteht die Gefahr, dass die bereitgestellten Mittel unzureichend genutzt werden. Wir könnten leicht wieder in das alte Fahrwasser geraten und bei der nächsten Eskalation oder Krise erneut unvorbereitet überrascht werden. Daher sollte das primäre Ziel des nun forcierten staatlichen „Wiederaufbauprogramms“ die Erhöhung der infrastrukturellen Robustheit und gesellschaftlichen Resilienz sein. Damit lassen sich genauso Arbeitsplätze sichern und schaffen, aber mit dem wichtigen Zusatzeffekt, dass wir dann hoffentlich besser auf die nächsten unerwarteten Ereignisse vorbereitet sind.

Gemeinden sind gefordert

Daher sind hier auch die Gemeinden und Bürgermeister gefordert, diese Mittel zukunftswirksam und robustheitsfördernd einzusetzen. Der Handlungsspielraum ist gegeben, denn die Zuschüsse im Rahmen des Kommunalen Investitionsprogramms (KIP) für Investitions-, Sanierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen in den Bereichen

  • Einrichtungen für die Betreuung von Senioren und behinderten Personen,
  • Sanierung und Errichtung von Gebäuden im Eigentum der Gemeinde,
  • Energieeinsparungen und Straßenbeleuchtung,
  • Photovoltaikanlagen auf gemeindeeigenen Dächern,
  • Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungseinrichtungen sowie
  • Ladeinfrastruktur für E-Mobilität

sind dazu geeignet, auch das Thema Robustheit voranzutreiben und zu priorisieren.

Wir wissen etwa, dass Betreuungseinrichtungen bei einem Blackout besonders verwundbar und oft wenig vorbereitet sind. Hier könnte mit einer inselbetriebsfähigen Photovoltaik-Anlage (PV-Anlage + Netztrennung + inselbetriebsfähiger/hybrider Wechselrichter + Speicher) sowohl ein Beitrag zum Klimaschutz als auch zur Notversorgungsfähigkeit getätigt werden. Mit einer derartigen Anlage kann auch die Robustheit von gemeindeeigenen Gebäuden oder von Einsatzorganisationen erhöht werden.

Daher sollte nicht nur in PV-Anlagen, sondern vor allem in funktionale Einheiten („Energiezellen“) investiert werden, damit im Krisen- oder Blackout-Fall auch eine Notversorgung aufrechterhalten werden kann. Das wäre etwa bei Supermärkten oder sonstigen wichtigen Einrichtungen eine sinnvolle Investition, um zumindest die Kühlkette und einen Notbetrieb aufrechterhalten zu können. Könnte das nicht in die Bauordnung aufgenommen werden? Wir müssen Dinge einfach neu und zu Ende denken und möglichst viel Nutzen herausholen.

Robustheit in den Vordergrund stellen

Ob es gelingen wird, wieder eine rudimentäre Medikamentenproduktion nach Europa zu holen, wird sich zeigen. Das hängt von vielen Rahmenbedingungen ab. Ob die Gemeinde im Fall des Falles eine Notversorgung aufrechterhalten kann, liegt aber vor allem im Weitblick der handelnden Akteure. Allzu oft erwarten wir, dass schon irgendjemand anderer etwas unternehmen wird oder zuständig ist. Meist vergeblich.

Erneuerbare-Energie-Gemeinschaften

Die nationale Umsetzung der EU-Richtlinien zur Schaffung von Erneuerbare-Energie-Gemeinschaften und Bürgerenergiegemeinschaften (siehe den Beitrag von Harald Pichler https://kommunal.at/energiegemeinschaften-und-die-energiewende-auf-kommunaler-ebene) ist noch ausständig. Diese böten eine große Chance, das Thema Robustheit und Energiewende zu kombinieren und voranzubringen. Denn die Energiegemeinschaften sollten nicht nur Abrechnungsgemeinschaften, sondern vor allem funktionale Einheiten („Energiezellen“) darstellen, die im Ausnahmefall auch eine entsprechende Notversorgung sicherstellen können.

Energiezellen

Eine Kombination aus unterschiedlichen Notversorgungs-Anlagen zahlt sich aus. © Stock.adobe.com/Zstock

Wir reden zwar häufig von einer dezentralen Energiewende, berücksichtigen aber viel zu wenig, dass für ein funktionierendes System mehr als nur eine dezentrale volatile Erzeugung notwendig ist. Damit die Energiewende auch technisch funktionieren kann, braucht es diverse Produktionseinheiten, die sich ausgleichen und ergänzen können, inklusive Speicher und Puffer. Durch eine zellulare Struktur ist eine einfachere Implementierung in das laufende zentralisierte System möglich. Damit kann auch die Gefahr der großflächigen Ausbreitung von Störungen reduziert werden, wenn die entsprechenden technischen Vorkehrungen getroffen wurden.

Eine inselbetriebsfähige PV-Anlage ist die kleinste Energiezelle. Ökonomisch sinnvoll ist das nur selten, außer man rechnet die Möglichkeit eines Ausfalls mit ein. Damit eine Energiezelle robust wird und auch im Störungsfall eine definierte Notversorgung aufrechterhalten kann, sind größere Einheiten erforderlich. Dabei ist eine Kombination aus PV-Anlagen, Notstromaggregaten, Blockheizkraftwerken, Biogasanlagen, (Batterie)speichern etc. anzustreben.

Schladming geht mit Best-Practice-Beispiel voraus

Einen neuen Ansatz stellt wie im aktuellen Projekt H2-S in Schladming (www.h2-s.at) der Einsatz einer dezentralen Wasserstoffproduktion und die Rückverstromungsmöglichkeit dar. Auch Power-to-Heat, also wo überschüssiger Strom in Wärme umgewandelt wird, trägt zum Gelingen einer Energiezelle bei. Wir müssen die Dinge nur wieder zu Ende denken und bisherige Denksilos aufbrechen. Kommunale Energiezellen sind wesentlich effizienter und sinnvoller als Einzelanlagen auf Objektebene.

Mit Energiezellen kann auch der Bedarf an Infrastrukturausbaumaßnahmen reduziert oder umgeschichtet werden. Dies erfordert jedoch wiederum einen ganzheitlichen Zugang, der zu einer Gesamtoptimierung führt und nicht, wie leider bisher häufig üblich, zu einer Einzeloptimierung.

Derartige Energiezellen sind durch die regulatorischen Rahmenbedingungen bisher nur schwer oder mit Mehraufwand umsetzbar, da diese noch auf das bisherige Versorgungssystem optimiert wurde. Daher besteht ein Anpassungsbedarf. Je klarer und nachvollziehbarer wir diesen Anpassungsbedarf kommunizieren, desto rascher wird sich etwas ändern. Wenn viele Gemeinden diesen Bedarf wie hier skizziert kommunizieren könnten, würde sich sicher rascher etwas ändern.

Regionale Versorgung

Regionale Versorgung wird immer wichtiger, wie die Corona-Krise gezeigt hat. ©contrastwerkstatt/Fotolia.com

Wenn man das Ganze weiterdenkt, dann gehört zu diesem Energiezellenmodell auch eine gewisse regionale Eigenversorgungsfähigkeit mit Lebensmitteln. Hier haben sich in den vergangenen Monaten zahlreiche Initiativen gebildet, die nun auch weiter gefördert werden sollten. Denn sollte es, wodurch auch immer zu Lieferkettenproblemen oder im schlimmsten Fall Zusammenbrüche kommen, dann kann damit noch eine regionale Notversorgung aufrechterhalten werden, wenn das entsprechend vorbereitet wurde. Es geht dabei nicht um ein entweder-oder, sondern immer um ein sowohl-als-auch-Denken. Das bedeutet, die Vorzüge der Globalisierung sollen nicht aufgegeben werden. Jedoch soll eine minimale regionale Eigenversorgungsfähigkeit auch in Krisenzeiten sichergestellt werden können. Wir haben uns unüberlegt in sehr gefährliche Abhängigkeiten begeben, die von einem Augenblick auf den anderen schlagend werden können. Die Wahrscheinlichkeit mag zwar gering sein, aber die Folgen wären katastrophal. Daher schließt sich hier wieder der Kreis zur überlebenswichtigen Risikoabsicherung.

Ganzheitliche Lösungen

Auch wenn wir in vielen Bereichen noch am Anfang stehen, kann mit den heutigen Investitionen sehr viel zu einer positiven Entwicklung beigetragen werden. Die Gemeinden können jetzt die entsprechenden Forderungen aufstellen und die Grundlagen für ein langfristiges Planen und Handeln schaffen. Dabei spielt auch das Thema Energieeffizienz und Energieeinsparung eine wichtige Rolle. Denn jede Kilowattstunde, die nicht gebraucht wird, muss auch nicht erzeugt oder gespeichert werden. Hier ist wiederum ein Querdenken erforderlich, insbesondere zur Wärmeversorgung. Etwa durch den effizienten Einsatz von Wärmepumpen oder der Speicherung von Überschussstrom in Wärme (Warmwasser, Raumwärme). Auch Klimageräte werden eine zunehmende Herausforderung beim Stromverbrauch, was sich aber gut mit PV-Anlagen kombinieren lässt. Auch das könnte im Baurecht verankert werden. Kommunale Großspeicher ermöglichen zudem ein Schnellladen von E-Autos und tragen gleichzeitig zur Entlastung der Strominfrastruktur bei. Es gibt viele Möglichkeiten. Wir müssen nur daran denken.

Innovatives Fachwissen und Kommunale Resilienz-ManagerInnen

Wie sich an diesen wenigen Beispielen zeigt, gibt es viele Chancen, um aus der aktuellen Krise zu lernen und zur kommunalen Robustheit beizutragen. Wie sich jedoch auch zeigt, wird das kaum mit unserem bisherigen linearen Denken in Einzelteilen zu bewältigen sein. Hier ist ein hochgradiges vernetztes und langfristiges Denken und Handeln erforderlich.

Viele Gemeinden sind aber bereits heute mit den Alltagsproblemen sehr gut ausgelastet. Daher versucht die Österreichische Gesellschaft für Krisenvorsorge ein Ausbildungsprojekt für Kommunale Resilienz-ManagerInnen anzustoßen. Es macht wenig Sinn, dass jede Gemeinde ihr eigenes Süppchen kocht und dieselbe Lernerfahrung und Fehler machen muss. Diese Erkenntnis gibt es auch bereits beim Breitbandausbau. Daher entstand die Überlegung, ein Netzwerk von kompetenten Resilienz-ManagerInnen aufzubauen, die dann jeweils mehrere Gemeinden betreuen. Damit können die Kosten für alle reduziert und gleichzeitig ein umfangreiches Fachwissen aufgebaut werden.

Aufgrund der umfangreichen Querschnittmaterie ist auch ein modulares Aus- und Fortbildungssystem notwendig. Das bedeutet, dass mit unterschiedlichen Ausbildungseinrichtungen zusammengearbeitet und auf das vorhandene Vorwissen aufgebaut werden soll. Das wird auch nicht heute auf morgen umsetzbar sein, aber wir können heute die richtigen Schritte setzen, um mit den vielschichtigen Herausforderungen besser umgehen zu lernen. Voraussetzung dafür ist, dass wir unseren Denkrahmen erweitern und neues zulassen. Beginnen wir damit jetzt!

-H. SAURUGG

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