Natur im Garten

NaturimGartenTipps

18.01.2021

Umweltfreundliche Materialwahl und Klimaschutz

Bei der Bewirtschaftung des öffentlichen Grünraumes kann viel für Umwelt- und Klimaschutz getan werden. Zuallererst denkt man meist an den Verzicht auf chemisch-synthetische Pestizide, aber da gibt es noch viel mehr Möglichkeiten!

Gut zu wissen

Als Grundregel gilt, dass alle verwendeten Produkte die einen langen Transportweg hinter sich haben, oder mit hohem Energieaufwand produziert wurden möglichst vermieden werden sollten. Ein großer Beitrag zum Klimaschutz kann auch geleistet werden, wenn Tätigkeiten, die einen großen Wasser- und Energieaufwand nach sich ziehen,  durch solche, die umweltfreundlicher sind, ersetzt werden. 

 

  • Ein gepflegter „Englischer“ Rasen ist sehr energie- und zeitaufwändig in der Pflege. Er verlangt regelmäßiges Düngen, häufiges Mähen, Bewässerung und die Entsorgung des Schnittgutes. Wenn man sich von diesem Schönheitsideal verabschiedet, können viele Ressourcen eingespart werden. Ein artenreicher Blumenrasen als Alternative, ist nicht nur ein Beitrag zur Biodiversität – er muss weder gedüngt noch bewässert werden. Mulchmäher belassen das Schnittgut an Ort und Stelle und machen einen Abtransport überflüssig. Extensiv genutzte Flächen können in Blumenwiesen umgewandelt werden. Siehe naturimgarten.at/infoblatt-blumenwiese

____Darum sollte man mulchen:

Rasenschnitt oder Laub sind ideale Mulchmaterialien für Sträucher oder Stauden.

Bei der Verrottung werden wieder Nährstoffe in den Boden zurückgegeben.

Das erspart Entsorgungs- sowie Düngerkosten und hält zudem den Boden länger feucht.

  • Beim Kauf von Baumaterialien ist es sinnvoll, auf die Herkunft zu achten. Pflastersteine aus China oder Indien haben einen hohen ökologischen Fußabdruck. Geben Sie heimischer Ware aus Steinbrüchen in der Region den Vorzug.
  • Verwenden Sie für Baulichkeiten im öffentlichen Raum Holz aus heimischer Produktion. Das fördert auch die heimische Wirtschaft. Bevorzugen Sie gerbstoffhaltige Hölzer wie Eiche, Lärche oder Douglasie – sie sind im Außenbereich sehr verwitterungsbeständig.
  • Vermeiden Sie bei Spielgeräten oder sonstigen Einrichtungen im Freien kesseldruckimprägnierte Hölzer. Sie wurden unter hohem Energieaufwand produziert und enthalten Schwermetallsalze. Solcherart behandeltes Holz muss am Ende seiner Lebensdauer als Sondermüll entsorgt werden. Näheres unter https://www.naturimgarten.at/naturfreundliche-anlagen
  • Von der Schnur zum Anbinden von Stauden bis hin zu Sitzgelegenheiten oder Geländern – es sollte auf Kunststoffe verzichtet werden. Die meisten Kunststoffe wurden letztendlich aus Erdöl produziert. Viel davon landet als Mikroplastik im Boden oder in Gewässern. Setzen Sie stattdessen auf heimisches Holz oder bei gärtnerischen Hilfsmitteln auf Naturfasern!
  • Achten Sie auch beim Kauf von Düngern, Substraten und Pflanzenschutzmitteln auf unser „Natur im Garten – Gütesiegel“ naturimgarten.at/guetesiegel
  • Standortgerechte, robuste Pflanzen tragen zum Klimaschutz bei, v.a. wenn es sich um standortgerechte Bäume oder Stauden handelt, die mit wenig Wasser auskommen. Näheres unter https://www.willbaumhaben.at/ sowie https://www.naturimgarten.at/staudenpflanzungen-gruenraum

Mehr Information erhalten Sie beim “Natur im Garten” Grünraumservice unter der Telefonnummer 02742-74333 oder per E-Mail unter gartentelefon@naturimgarten.at

– I.WEIPPL (Quelle: Natur im Garten, entgeltliche Einschaltung des Landes Niederösterreich)

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