Natur im Garten

NaturimGartenTipps

15.02.2021

Vorbildliche Grünraumgestaltung in Hollenstein

Auch heuer wollen wir an dieser Stelle monatlich Gemeinden hervorheben, die besonders gelungene Beispiele für die Gestaltung des öffentlichen Grünraumes realisiert haben. Hollenstein an der Ybbs hat sich speziell bei der Anlage des Schulgartens hervorgetan.

Wenn die Gesellschaft für Natur und biologisches Gärtnern sensibilisiert werden soll, dann muss man bei den Kindern anfangen. Dieser Erkenntnis zufolge wird  in Hollenstein der Pflege und Gestaltung des Schulgartens in der Volks- und Mittelschule besonderes Augenmerk geschenkt .

Um den Unterricht im Freien zu ermöglichen, wurde eine Freiraumklasse in Form einer Sitzarena angelegt, außerdem zwei Hochbeete gestaltet und eine Kräuter- sowie Erdäpfelpyramide gebaut. Aber nicht nur biologisch gezogenes Gemüse kann in frisch gepflücktem Zustand genossen und verkocht werden. In nicht allzu ferner Zukunft werden auch die Früchte der frisch gepflanzten Naschhecke und der Obstbäume aus dem Schulgarten verwertet werden können.

Baumpflanzung mit aktiver Einbindung:

Die Artenvielfalt im Garten wurde durch die Pflanzung standortgerechter, heimischer Bäume wie Ebereschen, Linden, Buchen oder Eichen noch zusätzlich erhöht. Bei der Auspflanzung wurden die Kinder selbstverständlich aktiv mit eingebunden. Der Schulgarten wird auch in den kommenden Jahren durch diverse Projekte in Kooperation mit dem „Naturpark NÖ Eisenwurzen“ sukzessive erweitert. So ist vorläufig die Pflanzung von Kirschen- und Zwetschkenbäumen geplant.

Zeit und Raum für Naturbeobachtung ermöglicht die Wildblumenwiese, die 2 Mal pro Jahr gemäht wird, sowie Staudenbeete und ein Kräuterbeet. Diese speziellen Gartenstandorte werden von zahlreichen bestäubenden Insekten besucht, die dort Blütenstaub und Nektar sammeln.

Vertiefende Einblicke in die Natur und ihre Zusammenhänge ermöglicht das Freifach „Imkerei“, in dem die SchülerInnen die Bienenstöcke im Schulgarten betreuen.

Bei der Pflege des Gartens wird großer Wert auf Kreislaufwirtschaft gelegt, was durch die Anlage und Nutzung eines Komposthaufens und die Verwendung von Mulchmaterial unterstrichen wird.

Honoriert wurde dieses vorbildliche Engagement durch das Erreichen des zweiten Platzes beim landesweiten Wettbewerb „Blühendes Niederösterreich“ in der Sonderkategorie „ökologisches Gärtnern“.

– I.WEIPPL (Quelle: Natur im Garten, entgeltliche Einschaltung des Landes Niederösterreich)

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