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11.05.2021

Lavendel: Ein Hauch von Provence in der Gemeinde

Mit seinen kleinen violetten Blüten und seinem silbrig-grünen Laub eignet sich dieser duftende, genügsame, wintergrüne Halbstrauch sehr gut für die Gestaltung des öffentlichen Grünraums. Er zaubert südländisches Flair auf Rabatten und Plätze und begeistert Menschen und Bienen gleichermaßen.

Lavendel punktet aber auch noch mit einem anderen Vorteil. Als Kind der Sonne und des Mittelmeeres, an dessen Gestaden er heimisch ist, liebt er Wärme und Trockenheit. Somit ist er eine ideale Bepflanzungsmöglichkeit hinsichtlich der Klimawandelanpassung auf kommunalen Grünflächen.

Trockene Sommer mit wenig Niederschlägen und hohen Temperaturen machen die Bewirtschaftung solcher Rabatten mitunter schwierig. Für Lavendel sind solche Bedingungen jedoch ideal und er muss außerdem nicht gegossen werden, denn in seiner Heimat wächst er zwischen Kalkfelsen in vollsonnigen Lagen! Abgesehen davon ist er eine tolle „Weide“ für Bienen und Schmetterlinge!

Lavendel und Rosen – das ideale Paar?

Lavendel eignet sich zur flächigen Pflanzung, für Einfassungen, in Töpfen, oder als Begleiter für Stauden oder Rosen. Bei seinen „Nachbarn“ sollte jedoch darauf geachtet werden, dass sie ähnliche Ansprüche haben wie er.  Also nährstoffarmen, durchlässigen, kalkreichen Boden und einen vollsonnigen Standort. Aufgepasst also bei Rosen! Sie möchten tiefgründige und nährstoffreiche Böden. Deshalb setzt man den Lavendel nicht mitten zwischen die Rosen ins Beet, sondern außen rundherum als Einfassung. Organische Dünger wie z.B. Kompost werden bei den Rosen verteilt, der Lavendel geht, außer einer geringen Kompostgabe im Frühling, leer aus!

Die einzige Pflege: regelmäßiger Schnitt gegen Verkahlung

Als Halbstrauch würde Lavendel bis zu 1m in die Höhe wachsen und unten verkahlen. Um das zu verhindern, muss er regelmäßig geschnitten werden. So bleibt er kompakt und buschig. Jedoch nicht tief ins alte Holz schneiden, nur bis zu der Stelle wo noch frische Triebe aus dem Holz wachsen. Sonst besteht die Gefahr, dass er nicht mehr austreibt. Ein Schnitt im Herbst ist zu unterlassen, weil junge Triebe vor dem Winter nicht richtig ausreifen können und vom Frost geschädigt werden. Der beste Zeitpunkt ist während des Austriebs im Frühling – sobald die ersten grünen Spitzen zum Vorschein kommen (Verjüngungsschnitt um 1/3 – 2/3), , sowie nach der Blüte im August (verblühte Blüten entfernen oder Formschnitt um ca. 1/3), damit sich die neuen Triebe noch richtig entwickeln können.

Jetzt Stecklinge pflanzen

Zweige vom Frühjahrschnitt eignen sich gleichzeitig zur Heranzucht von Jungpflanzen aus Stecklingen! Pflanzungen werden am Besten im Frühjahr ab Mai vorgenommen (3 – 5 Pflanzen pro lfm bei Verwendung als Einfassung, oder 10-12 Pflanzen pro m² bei Verwendung als Bodendecker), weil Jungpflanzen frostempfindlicher sind als alte, eingewurzelte Pflanzen.

Weiter Infos bekommen Sie beim Grünraumservice von „Natur im Garten“ 02742-74333

Text: Bernhard Haidler, Natur im Garten

– I.WEIPPL (Quelle: Natur im Garten, entgeltliche Einschaltung des Landes Niederösterreich)

 

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