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15.06.2021

Pilzerkrankungen an der Rose

„Drum prüfe, wer sich ewig bindet“ – so heißt es in dem Gedicht „Die Glocke“ von Friedrich Schiller. Was das mit Rosen zu tun hat wollen Sie wissen? Auch die Wahl einer Rosensorte will wohlüberlegt sein. Sie soll zum Standort passen und robust gegen Pilze sein.

„Der Wahn ist kurz, die Reu ist lang“ so weiter in dem Gedicht. Umgemünzt auf unsere Rosen bedeutet das: Wer rein nach äußerlichen Gesichtspunkten wie Blütenfarbe und –form oder Duft seine Sortenauswahl trifft, kann bitterlich enttäuscht werden. Auch die Anfälligkeit gegenüber Pilzkrankheiten wie Echten Mehltau, Sternrußtau oder Rosenrost sollte als Entscheidungsgrundlage herangezogen werden. Ansonsten hat man wenig Freude mit seinen Rosen, denn der Aufwand, mit chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln ansehnliche Pflanzen zu kultivieren, ist groß und schädigt die Umwelt.

Hilfestellung bei der Sortenwahl geben unabhängige Institutionen, welche Neuzüchtungen drei Jahre lang in Sichtungsgärten kultivieren und hinsichtlich Anfälligkeit auf Krankheiten beurteilen. Sorten die sich als widerstandsfähig gegen Blattkrankheiten erweisen erhalten das Prädikat „ADR“ (Allgemeine Deutsche Rosenneuheitenprüfung) bzw. „ÖRP“ (Österreichische Rosenprüfung). Achten Sie beim Einkauf auf diese Kürzel!

Bei der ökologischen Rosenpflege im engeren Sinne liegt das Augenmerk nicht so sehr beim Behandeln von Symptomen sondern bei der regelmäßigen, vorbeugenden Pflanzenstärkung. Pflanzen, auch Rosen, sind in der Lage sog. sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe zur Abwehr von Krankheiten zu bilden. Manche Pflanzenstärkungsmittel wie z.B. solche die Alginate oder Fettsäuren enthalten, können die verstärkte Produktion solcher Abwehrstoffe in der Pflanze auslösen. Sie wirken also ähnlich wie eine Schutzimpfung.

Andere Stärkungsmittel wiederum enthalten Kalium- oder Calciumverbindungen bzw. Kieselsäure (z.B. Schachtelhalmextrakte). Diese Substanzen werden von der Pflanze in die Zellwände eingebaut und bewirken eine bessere Barrierewirkung gegen eindringende Pilzfäden.

Mikroorganismen wie sie etwa in Komposttees vorkommen haben ebenfalls eine Barrierewirkung weil sie den Wurzelbereich besiedeln, oder wenn sie gespritzt werden, auch oberirdische Teile der Pflanze bedecken. Mögliche Schaderreger können so nicht eindringen oder werden verdrängt.

Präparate, die Amino- oder Huminsäuren enthalten, fördern die Stresstoleranz gegen Trockenheit und aktivieren den Stoffwechsel.

Pflanzenstärkungsmittel mit dem „Natur im Garten“ – Gütesiegel finden Sie unter

https://www.naturimgarten.at/pflanzenhilfsmittel

Weitere Infos bekommen Sie beim Grünraumservice von „Natur im Garten“ 02742-74333 oder auf www.gartentelefon24.at

Bernhard Haidler, Natur  im Garten

– I.WEIPPL (Quelle: Natur im Garten, entgeltliche Einschaltung des Landes Niederösterreich)

 

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