Natur im Garten

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07.09.2021

Die beste Jahreszeit für die Rasenanlage

Genug Feuchtigkeit, keine Hitze aber trotzdem ausreichende Bodentemperaturen, machen den September zum optimalen Zeitpunkt für die Anlage eines Rasens.

Entscheidend für das Gelingen einer Aussaat ist nämlich unter anderem das Feuchthalten des Saatbetts. Sind die Gräsersamen erst einmal aufgequollen, ist der Keimprozess nicht mehr aufzuhalten. Trocknen das aufgequollene Saatgut oder die Keimlinge aus, wird der Keimprozess gestört und die jungen Graspflänzchen sterben ab.

Im September sind die Nächte länger und Hitzeperioden kommen nur mehr selten vor. Der morgendliche Tau auf dem Boden und die geringeren Lufttemperaturen tragen dazu bei, die Aussaatfläche von selbst feucht zu halten.  Andererseits hat der Boden auch noch genug Wärme von den Sommermonaten gespeichert. Rasensaatgut braucht für den Keimprozess eine Bodentemperatur von mindestens 8-10°C, welche im Frühling oft erst Ende April erreicht wird.

Zu frühe Aussaaten im März und April sind daher oft ein Grund für Misserfolge. Andererseits kommen ab Mai und Juni schon ausgeprägte Hitzeperioden vor, die das Feuchthalten des Saatbetts erschweren.

Aus diesem Grund ist für die Neuanlage von Rasenflächen der Herbst zu bevorzugen.

Ein weiterer wichtiger Punkt für den Erfolg einer Aussaat ist ein humoser, lehmiger Sandboden, der von den Gräserwurzeln gut durchwurzelt werden kann, Wasser gut speichert und bei dem gleichzeitig auch zu viel Wasser gut versickern kann. Staunasse und dichte Böden mit hohem Feinanteil (Ton, Lehm) eignen sich nicht gut für die Anlage von Rasenflächen.

Deshalb sollte bei der Neuanlage von Rasenflächen auch der Unterboden gelockert werden, bevor neue Erde aufgebracht wird. Sofern der Boden nicht sandig ist, bringt man eine ca. 10cm hohe Kompost-Sandmischung (Mischungsverhältnis 1:1) auf und arbeitet sie in die oberen Bodenschichten ein. Am besten wird scharfkantiger Bruchsand (Quarzsand) ab 0,2mm Korngröße verwendet. Rund abgeschliffener Flusssand eignet sich nicht, weil er die Bodenporen im Vergleich zu kantigen Körnern leichter verschließt und dies erst recht wieder zu Staunässe führt.

Weitere Informationen zum Nachlesen erhalten Sie unter

www.naturimgarten.at/infoblatt/wiesen-rasen

Unser Team von der Grünraumservicestelle am „Natur im Garten“-Telefon steht Ihnen für Beratungen zu diesem und anderen Themen zur Verfügung: 02742-74333, gartentelefon@naturimgarten.at

 

– I.WEIPPL (Quelle: Natur im Garten, entgeltliche Einschaltung des Landes Niederösterreich)

 

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