Raumordnung ist viel komplexer als man denkt
Raumplaner Arthur Kanonier von der TU Wien würdigte den „Kommunalen Bodenschutzplan“ des Gemeindebundes: „Wenn die Vertreter von 2.093 lokalen Raumplanungsbehörden ein klares Bekenntnis zum verantwortungsvollen Umgang mit der Ressource Boden abgeben und gemeinsame Maßnahmen formulieren, ist das ein mutiger und wichtiger Schritt am Weg nach vorne.“ Für wesentlich erachtet Kanonier die Instrumente für Rückwidmung und Mobilisierung von nicht bebautem Bauland oder leerstehenden Immobilien: „Wir müssen die Fehler aus der Vergangenheit korrigieren, und dafür brauchen die Gemeinden auch praktikable Maßnahmen.“ Gleichzeitig mahnt er auch eine breitere öffentliche Debatte über die Raumordnung ein: „Die Debatte um die 2,5-Hektar-Grenze verkürzt allzu oft die Komplexität des Themas und überlagert damit auch die breite Debatte über raumordnungspolitische Maßnahmen.“ Für Gemeindebund-Präsident Johannes Pressl ist klar, dass der Gemeindebund weiter die öffentliche Debatte suchen wird. Die Gemeinden brauchen weiterhin Gestaltungsmöglichkeiten für die lokale Entwicklung. Gleichzeitig appelliert Präsident Pressl aber auch an die Verantwortung der Eigentümer: „Jede Eigentümerin, jeder Eigentümer hat die Verantwortung mit seinem Besitz verantwortungsbewusst umzugehen. Das bedeutet auch, dass nicht bebaute gewidmete Grundstücke und leerstehende Häuser auch entwickelt und nicht gehortet werden sollten.“ Er sagt daher auch: „Das Grundbuch darf kein Sparbuch sein. Aus meiner Sicht ist es eine falsche Entwicklung, wenn Grundstücke nicht bebaut werden, weil sie zur Wertsteigerung zurückgehalten werden!“ Der „Kommunale Bodenschutzplan“ des Gemeindebundes wurde an die Parlamentsparteien und die Bundesländer übermittelt. Untenstehend finden Sie den Bodenschutzplan zum Download.-REDAKTION
Kommunaler-bodenschutzplan zum Download Sehen Sie das Video zum Kommunalen Bodenschutzplan auf Social Media Präsident Pressl zum Kommunalen Bodenschutzplan


