„Wir wollen kein Ratten-Disneyland werden“Von einer Rattenplage sei man weit entfernt, beruhigt Bürgermeister Friedl Strubreiter. Doch man ist wachsam: „Bisher hatten wir noch nie Ratten. Nachdem jetzt ein paar gesichtet wurden, haben wir beschlossen, die Bürgerinnen und Bürger vorausschauend auf das Thema zu sensibilisieren. Immerhin wollen wir kein Ratten-Disneyland werden“, so Strubreiter. Die Gemeinde hat frühzeitig reagiert und auch gleich eine Kammerjägerin engagiert, die sich vor Ort ein Bild gemacht und wertvolle Tipps im Kampf gegen Ratten geteilt hat. Besonders gerne halten sich die Tiere in der Nähe von Bauernhöfen auf – wo etwa Hühner gefüttert werden –, aber auch bei Vogelfutter und Komposthäufen müsse man vorsichtig sein. Zweitwohnsitze müsse man besonders beobachten, um einer mangelnden Hygiene vorzubeugen, erklärt der Bürgermeister. Das gefinkelte daran: „Ratten sind extrem schlau, daher kann man nicht vorsichtig genug sein“, so Strubreiter.
Informieren statt studieren
Scheffau ist mit Sicherheit nicht die einzige Gemeinde, die das Thema Ratten betrifft. Der Scheffauer Bürgermeister empfiehlt, schon bei ersten Anzeichen direkt in die Offensive zu gehen. Rechtlich tragen zwar die Grundeigentümer die Kosten für Rattenbekämpfung. Die Gemeinde ist jedoch verpflichtet, über ein vorliegendes Problem zu informieren. „Bei uns funktioniert die Dorfgemeinschaft sehr gut. Man kann sich darauf verlassen, dass die Nachbarn anrufen und Bescheid geben, wenn sie etwas beobachten. Trotzdem wollten wir frühzeitig informieren und dadurch gleich den Wind aus den Segeln nehmen, bevor es zum Thema wird“, so Friedl Strubreiter. Er empfiehlt: „Sofort in die Öffentlichkeit gehen, sobald sich ein Problem ankündigt und dann schauen, dass man das gemeinsam in den Griff kriegt.“-E. SCHUBERT


