“Geht nicht gibt’s nicht”Die Bevölkerung der meisten Gemeinden besteht zu mindestens 50 Prozent aus Frauen. Warum also sollte nicht auch ihre politische Repräsentation im Gemeinderat so ausgestaltet sein? Leider ist der Frauenanteil in der Kommunalpolitik sehr gering. Nur etwa ein Viertel aller Gemeinderät:innen sind weiblich. Das will Silvia Karelly, Bürgermeisterin von Fischbach, ändern. „Es gibt sehr viele Frauen, die sich in der Gemeinde engagieren – in der Pfarre, in den Vereinen, bei Veranstaltungen. Für den Schritt in die Kommunalpolitik fehlt oft nur sehr wenig. Wir Frauen wollen direkt angesprochen werden“, meint die Bürgermeisterin, die als Beispiel vorangeht. Warum ihr das so wichtig ist? „Es braucht ehrliche Einbindung – nicht der Quote wegen, sondern, weil wir die Perspektiven und Lebenserfahrungen von Frauen in unserer Politik haben wollen. In unserer Liste haben wir Frauen aus allen Ortsteilen, allen Alters- und aus allen Berufsgruppen, um möglichst viele Perspektiven einzubinden“, unterstreicht Karelly.
Bürgermeisterinnen müssen als gutes Beispiel vorangehen
In dieser Podcast-Folge spricht sie auch über „Rezepte“ für mehr Frauen im Amt: „Man muss auch stark als Motivatorin wirken und als gutes Beispiel vorangehen. Das zeugt von Ausstrahlung und Motivation und die muss ehrlich sein. Denn Frauen durchschauen sofort, wenn sie nur der Quote wegen eingebunden werden.“ Dass ihr starkes Engagement für Frauenförderung manche abschreckt, nimmt die Bürgermeisterin und Landtagsabgeordnete gerne in Kauf. Sie empfiehlt anderen Gemeinden, direkt auf Frauen zuzugehen und sie zur Mitwirkung in der Politik einzuladen. Bürgermeisterin Silvia Karelly ist in der neuesten Folge des Gemeindebund-Podcasts „Amtsgeheimnisse vor Ort“ mit Präsident Johannes Pressl zu hören.-REDAKTION
Hier geht’s zur neuen Podcast-Folge mit Bürgermeisterin Silvia Karelly Hier finden Sie alle Folgen des Gemeindebund-Podcasts “Amtsgeheimnisse”


