Der Kastanienminiermotte jetzt vorbeugen

Zu dieser Jahreszeit sind wir das Bild brauner, von den Bäumen abfallenden Blätter gewohnt. An Rosskastanien sind solch herbstliche Bilder auch schon im Hochsommer keine Seltenheit. Schuld ist meist ein kleiner Schmetterling – die Kastanienminiermotte. Genauer gesagt ist es die Raupe der Kastanienminiermotte (Cameraria ohridella), welche in den Blättern der Rosskastanie Miniergänge anlegt und dabei das Blattgewebe zwischen Blattober- und -unterseite auffrisst. Im Laufe des Sommers vergrößern sich die Gänge so stark, dass der Baum das Blatt abwirft. Erkennbar sind die Miniermotten daran, dass die Raupen nicht in der Lage sind, die Blattadern zu durchfressen. Somit ist diese Verbräunung klar von den Blattadern begrenzt und so auch aus der Ferne gut erkennbar.

Jetzt fürs Frühjahr vorsorgen

Bereits im Herbst kann einem neuerlichen Befall im nächsten Frühling vorgebeugt werden, indem das Falllaub entsorgt wird. Darin sind viele Schmetterlingspuppen enthalten, aus denen im Frühling neue Schmetterlinge schlüpfen. Diese würden wieder Eier auf die jungen Blätter legen, wodurch eine neue Generation an Raupen hervorgeht. Wenn es aus zeitlichen oder sonstigen Gründen nicht möglich ist, das Falllaub zu entfernen, so hilft es, mit dem Rasenmähtraktor über das unter dem Baum liegenden Laub zu fahren. Bei dem Mähvorgang wird ein erheblicher Teil der im Laub befindlichen Schmetterlingspuppen zerstört.

Bevölkerung miteinbeziehen

Eine weitere Möglichkeit, den Bauhof in dieser Angelegenheit zu entlasten, wäre die Organisation von Laubsammelaktionen mit Schulen, Kindergärten oder anderen freiwilligen Gruppen – nach dem Motto „wir helfen unserer Kastanienallee“. Wenn’s nicht anders geht, dann können auch Präparate auf Neembasis (Wirkstoff Azadirachtin) kurz vor der Blüte möglichst blattoberseits gespritzt werden. Sollte zu den Verbräunungen auch Welke ganzer Astpartien oder Saftfluss im Stammbereich hinzukommen, sollte ein Spezialist zur Begutachtung hinzugezogen werden. Das könnte ein Hinweis auf Pilz- oder Bakterienkrankheiten sein, die unbedingt beobachtet werden sollten. Weitere Infos zur Kastanienminiermotte und anderen Schädlingen finden Sie unter www.gartentelefon24.at
– I.WEIPPL (Quelle: Natur im Garten, entgeltliche Einschaltung des Landes Niederösterreich)

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