Naturblumenwiesen: Hotspots der Artenvielfalt

Mit der Anlage und der Erhaltung von Blumenwiesen kann die Gemeinde einen großen Beitrag zur Förderung der Artenvielfalt leisten! Abgesehen von vielen verschiedenen Kräutern tummeln sich in diesem Lebensraum unzählige Insekten. Angefangen von diversen bestäubenden Insekten wie Wildbienen gibt es dort verschiedene Käferarten, Heuschrecken, Zikaden oder Schwebfliegen.

In jeder Gemeinde findet sich irgendwo ein kleines Fleckchen Boden, wo man so eine Blumenwiese anlegen kann, und somit im Zeitalter des Insektensterbens einen kleinen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität leisten kann. Denken Sie nur an Kies- und Schotterschüttungen neben Straßen, oder Grünflächen die im 3 Wochenrhythmus gemäht aber sonst nicht wirklich genutzt werden und unnötige Kosten verursachen!

Vor der Anlage einer Blumenwiese, gibt es jedoch ein paar Dinge zu beachten

Wie den richtigen Zeitpunkt, der in der kühlen und feuchten Jahreszeit liegt – also im Herbst oder im Frühling. Eine Herbstaussaat kommt speziell den frostkeimenden Arten entgegen.

Man sollte sich auch dessen bewusst sein, dass viele Insekten auf den Besuch bestimmter heimischer Wildpflanzen spezialisiert sind.  Die Auswahl von heimischem und standortangepasstem Wildblumensaatgut trägt dem Rechnung.  Kultursortenmischungen hingegen („Bienenweide“, „Nützlingsweide“…) führen zwar auch zu schönen Blühflächen, diese werden jedoch nur von wenig spezialisierten „Allroundern“ wie der Honigbiene besucht und weniger von Wildbienen. Derartige Blühmischungen sind meist auch nur einjährig und müssen alle zwei Jahre neu angelegt werden.

Für die Aussaat muss der Boden vorbereitet werden

Der Bewuchs wird entfernt und der Boden  mit Sand abgemagert. Die Aussaat in eine bestehende Pflanzendecke führt leider nicht zum Erfolg.

Wenn in Größere Flächen bereits Wildkräuter vorkommen, können diese Bereiche einfach durch „kontrollierte Verwilderung“ in eine Blumenwiese umgewandelt werden. Dabei wird die Wiese nur zwei- bis dreimal pro Jahr gemäht. Das Mähgut muss aber entfernt werden, dadurch magert der Boden im Laufe der Zeit aus und es siedeln sich von selbst immer mehr blühende Kräuter an.

Viele Informationen zur Anlage und Pflege von Naturblumenwiesen können Sie in unserem Infoblatt „Blumenwiesen – pflegeleichte Flächen mit großer Artenvielfalt“ www.naturimgarten.at/infoblatt-blumenwiese nachlesen.

Fachexkursion zum Thema

Bei unserer Fachexkursion am Mittwoch, dem 27. Mai in Schlosshof, Engelhartstetten und Orth a. d. D. werden verschiedene Wiesenflächen im Gemeindegrünraum besichtigt. Dabei erhalten Sie vom Pflegepersonal viele Tipps vor Ort zur Anlage und Pflege derartiger Flächen. Nähere Infos zum Programm und zur Anmeldung unter https://www.naturimgarten.at/veranstaltung/exkursion-naturblumenwiesen-anlegen-und-pflegen.html

Von: I.WEIPPL (Quelle: Natur im Garten, entgeltliche Einschaltung des Landes Niederösterreich)

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