Nach dem leichten Mai-Minus in mehreren Bundesländern liegen die aktuellen Juni-2026-Vorschüsse auf die Gemeinde-Ertragsanteile (vor Abzug der Gemeinde-BZ-Mittel sowie der Umlagen und Beiträge durch die Länder!) gemäß den aktuellen Zahlen des Finanzministeriums im Vergleich mit dem Juni 2025 bei den Gemeinden ohne Wien mit 7,7 Prozent im Plus (Wien +8,7%). Für die gegenständlichen Vorschüsse relevant ist das April-2026-Aufkommen an gemeinschaftlichen Bundesabgaben. Hauptgründe für die aktuell sehr positive Entwicklung der Juni-Vorschüsse sind ein Nachholeffekt bei der Mineralölsteuer sowie ein deutlicher Zuwachs bei der Grunderwerbsteuer.

Kärntner Juni-Vorschüsse durch Grunderwerbsteuer beflügelt
Das bundesländer- und monatsweise Ergebnis der Grunderwerbsteuer (die zu knapp 94 Prozent den Gemeinden zukommt und nach dem örtlichen Aufkommen dem jeweiligen Ertragsanteile-Landestopf zugeschlagen wird) führt auch diesmal wieder zu länderweise sehr unterschiedlichen Entwicklungen bei den aktuellen Vorschüssen, die spätestens bis zum 23. des Monats durch die Länder an die Gemeinden zu überweisen sind. Während der Anstieg der Grunderwerbsteuer (österreichweit gut 20 Prozent im Plus) in Tirol im Monatsvergleich mit dem Vorjahr bei „nur“ rund 5 Prozent lag, legte das Kärntner Aufkommen der Grunderwerbsteuer um fast 80 Prozent zu. Infolgedessen verzeichnen die aktuellen Vorschüsse auf die Tiroler Gemeinde-Ertragsanteile mit 6,1 Prozent das „schwächste“ länderweise Ergebnis, während die Kärntner Juni-2026-Vorschüsse mit +12,3 Prozent das beste monatsweise Ergebnis erzielen.





