Unter “Coolcation” versteht man einen kühlen Urlaub (englisch: Cool – kühl und Vacation – Urlaub) – ein Trend, dem immer mehr hitzescheue Menschen folgen. Dafür muss man aber nicht mehr nach Skandinavien oder Schottland reisen. Auch in den heimischen Gemeinden bleibt es kühl. Der Salzburger Lungau (Bezirk Tamsweg) wirbt im Tourismus Marketing mit dem Motto “Coolcation”. Damit sollen vor allem Gäste aus heißen Ballungszentren angesprochen werden.
“Hier kann man noch mit offenem Fenster erholsam schlafen”
“Bei uns kühlt es in der Nacht immer ab und auch tagsüber wird es nicht so heiß in den Bergen”, so Manfred Sampl, Bürgermeister von St. Michael im Lungau und Präsident des Salzburger Gemeindeverbandes. Anders als in den städtischen Zentren im Osten Österreichs gibt es im Lungau demnach nachweislich keine Tropennächte.
“14 von unseren 15 Gemeinden im Bezirk liegen auf über 1.000 Metern Seehöhe”, erklärt Sampl. “Bei uns sind die Temperaturen nachts immer angenehm kühl und man kann noch bei offenem Fenster erholsam schlafen”. Im Lungau spüre man noch die Jahreszeiten, ergänzt der Bürgermeister. Das sei bei vielen Menschen entscheidend für die Urlaubsbuchung.
Massentourismus nicht als Ziel
Die Tourismusstrategie zeigt bereits kleine Früchte: Obgleich der Lungau in erster Linie auf den Wintertourismus setzt – denn auch in der kalten Jahreszeit sind die Lungauer Skigebiete oftmals Kältepol und dadurch noch relativ schneereich – spüre man zunehmend auch die Sommergäste. Das Ziel sei aber nicht der Massentourismus, wie Manfred Sampl betont: “Wir wollen Tourismus mit Maß und Ziel. Unsere Gemeinden sind gerade deshalb so lebenswert, weil sie die perfekte Mischung aus Zuhause-Sein und Gäste-Empfangen bieten.”



