Dennoch weit vom 2,5 Hektar-Ziel entfernt
Trotz des Rückgangs bleibt der Bodenverbrauch hoch. Das Ziel der Bundesregierung liegt bei 2,5 Hektar pro Tag. Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig sprach bei der Vorstellung der Zahlen von einer „erfreulichen Entwicklung“. Zugleich verwies er darauf, dass der Zielwert noch klar verfehlt wird. Als Gründe für die sinkende Neuinanspruchnahme werden mehrere Faktoren genannt. Ein wichtiger Punkt ist die schwächere Baukonjunktur der letzten Jahre. Dazu kommen höhere Bau- und Grundstückspreise, die Projekte bremsen. Auch strengere Prüfungen bei Widmungen und ein stärkerer Blick auf Baulandreserven spielen eine Rolle.Beitrag der Gemeinden
Der Raumordnungsexperte Arthur Kanonier nennt in einem Interview auf Ö1 den „Kommunalen Bodenschutzplan“ des Österreichischen Gemeindebundes als einen Grund dafür, dass weniger neue Flächen verbaut werden. Der Plan liefert Gemeinden einen Leitfaden, wie Bauland besser genutzt und vorhandene Flächen im Ort stärker aktiviert werden können. Kanonier betont dabei die Bedeutung von Innenentwicklung, Leerstandsmanagement und sparsameren Widmungsentscheidungen. In den Daten zeigt sich auch, dass vor allem Siedlungs- und Verkehrsflächen weiter den größten Anteil am Verbrauch haben. Gleichzeitig ist der Rückgang ein Hinweis darauf, dass Maßnahmen auf mehreren Ebenen wirken können. Für Gemeinden bleibt damit die Aufgabe, Flächenreserven im Ort zu nutzen und neue Widmungen nur dort vorzunehmen, wo sie tatsächlich nötig sind.-REDAKTION (Quelle: KOMMUNAL)
Kommunaler Bodenschutzplan


