Bäume werden häufig wegen ihrer Schattenwirkung als zukünftige Klimaanlagen gepflanzt. Wird die Baumscheibe oder der Grünstreifen unter dem Baum begrünt, hat das eine zusätzliche positive Auswirkung auf das Mikroklima. Denn auch niedrigwachsende Grünflächen tragen zur Kühlung der Umgebung bei.
Begrünte Baumstreifen sehen außerdem attraktiver aus als offene Erde oder Mulchflächen mit Rindenmulch oder Kies. Und sie können ein sehr wertvoller Beitrag für die Biodiversität sein. Kleine Grünflächen sind oft Biotoptrittsteine, die den Austausch von Tier- und Pflanzenarten zwischen größeren Flächen fördern.
Eine Möglichkeit ist die Unterpflanzung mit einer Mischung aus Blühstauden und Gräsern
Werden besonders insektenfreundliche Stauden gepflanzt, erhöht das den ökologischen Wert des Grünstreifens. Die Blühstreifen können mit bunten Staudenmischungen bepflanzt werden. Diese sind sehr attraktiv, brauchen aber Fachwissen bei Auswahl, Anlage und Pflege. Etwas einfacher in der Handhabung sind Block- oder Streifenpflanzungen mit wenigen Arten.

Ein blütenreicher Kräuterrasen ist eine wertvolle Unterpflanzung.
Copyright: © Martina Liehl-Rainer „Natur im Garten“
Sehr einfach in der Pflege und ebenso wertvoll ist ein Blumen- oder Kräuterrasen als Baumunterpflanzung
Gemäht wird nicht tiefer als etwa fünf Zentimeter. Bei dieser Schnitthöhe können die Kräuter reichlich blühen und sind eine wertvolle Futterquelle für Blütenbesucher.
Im Gegensatz zu einer Zierrasen-Samenmischung, die nur Gräser enthält, kommt ein Kräuterrasen viel besser mit sommerlicher Trockenheit zurecht. Die Blumen haben längere Wurzeln und versorgen sich so mit Wasser, wenn viele Grasarten bereits braun geworden sind. Beim Mähen des Kräuterrasens ist es wichtig Schutzvorrichtungen zu verwenden, die Rindenschäden oder Verletzungen des Stammfußes verhindern.

Ökologisch wertvolle Zierstraucharten und Bodendecker kommen ebenfalls als Unterpflanzung in Frage.
Copyright: © Martina Liehl-Rainer „Natur im Garten“
Eine weitere Möglichkeit für die Unterpflanzung sind Sträucher
Ziersträucher, Kleinsträucher oder verholzende Bodendecker können je nach Standort gepflanzt werden. Bei der Auswahl der Sträucher ist darauf zu achten, Arten mit passender Höhe und Breite zu verwenden, damit nicht ständig geschnitten werden muss. An Straßen oder Verkehrsflächen ist eine gute Aussicht wichtig, hier werden am besten niedrige Arten gepflanzt.

Mit schattenverträglichen Bodendeckern und Spontanvegetation bewachsene Baumscheibe.
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Über die Jahre wird aus einem lichten Jungbaum eine dichte Krone. Das hat Auswirkungen auf die darunter wachsende Bepflanzung. Zu Beginn erhält der Grünstreifen meist noch viel Sonne, es kommen hitze- und trockenheitsverträgliche Arten zum Einsatz.
Je dichter die Belaubung einer Baumart ist, desto schattenverträglicher muss der Grünstreifen in späteren Jahren sein
Die Bepflanzung kann im Laufe der Zeit sukzessive angepasst werden, oder wird komplett neu angelegt – natürlich immer mit Bedacht, damit die die Baumwurzeln keinen Schaden nehmen. Bei einer ausgewachsenen Baumkrone mit einer dichten Belaubung kommen meist nur mehr sehr schatten-, trockenheits-, und Wurzeldruck vertragende Stauden oder Bodendecker für die Unterpflanzung in Frage.
Tipps für die Bepflanzung von Baumscheiben erhalten Sie auch unter: naturimgarten/baumscheibenbepflanzung.
Informationen zu Baumarten, die zu Ihrem Standort passen, zu deren Schattenwirkung und Wuchsstärke können Sie in unserem Baumnavigator nachlesen unter www.willbaumhaben.at.
Weitere Informationen erhalten Sie beim “Natur im Garten” Grünraumservice unter der Telefonnummer 02742-74333 oder per E-Mail unter gartentelefon@naturimgarten.at.



