Kärnten: Vier Millionen Euro für Hitzeschutz

Das Land Kärnten fördert Hitzeschutzmaßnahmen in Schulen und Kindergärten mit insgesamt vier Millionen Euro. Gemeinden können konkrete Projekte zu 80 Prozent gefördert bekommen.

Ein Förderbudget von rund vier Millionen Euro soll rasch umsetzbare Maßnahmen ermöglichen. Die konkrete Ausgestaltung der Fördermaßnahmen stellte Kärntens Gemeindereferentin Marika Lagger-Pöllinger vor: „Hohe Temperaturen belasten Kinder und Pädagoginnen und Pädagogen körperlich, beeinträchtigen die Konzentration und machen auch Ruhephasen schwieriger. Deshalb stellen wir rund vier Millionen Euro bereit und übernehmen bis zu 80 Prozent der Kosten. Damit helfen wir den Gemeinden, rasch wirksame und zum jeweiligen Standort passende Lösungen umzusetzen“, betont Lagger-Pöllinger.

Geld für Ventilatoren, Jalousien und Cooling Rooms

Im Mittelpunkt stehen elementare Bildungseinrichtungen und Volksschulen. Damit richtet sich die Förderung zunächst an jene Altersgruppe, die gegenüber Hitze besonders schutzbedürftig ist. Das Programm läuft vom 1. Juli 2026 bis 31. Dezember 2027. Gefördert werden Maßnahmen, deren Umsetzung nicht vor dem 1. Juli 2026 begonnen wurde.

Zu den förderfähigen Maßnahmen zählen Deckenventilatoren, Rollos, Jalousien, Hitzeschutzfolien, vollklimatisierte Erholungs- und Ruheräume sowie sogenannte Cooling Rooms. Auch Deckenkühlungen in Gängen und Fluren können unterstützt werden. Deckenventilatoren senken zwar nicht die Raumtemperatur, können aber in Verbindung mit gezieltem Lüften die Luftbewegung und damit das Wohlbefinden deutlich verbessern.

„Die umfassende thermische Sanierung bleibt langfristig die wirksamste Lösung. Deshalb warten wir nicht auf das eine große Bauprojekt, sondern ermöglichen jetzt Maßnahmen, die rasch Entlastung bringen. Entscheidend ist, dass nicht nach dem Prinzip ‚eine Lösung für alle‘ gearbeitet wird, sondern jede Einrichtung jene Unterstützung bekommt, die vor Ort tatsächlich wirkt“, so Lagger-Pöllinger.

Mehr Schatten und weniger versiegelte Flächen

Auch der Außenbereich werde laut Lagger-Pöllinger mitgedacht: Gefördert werden unter anderem schattenspendende Bäume und Sträucher, Sonnensegel, Pergolen, beschattete Freiluftklassenräume, Trinkbrunnen, Dachbegrünungen sowie die Entsiegelung und anschließende Bepflanzung von Flächen. Diese Maßnahmen brauchen teilweise mehr Vorlaufzeit, sollen Bildungsstandorte aber langfristig widerstandsfähiger gegen Hitze machen.

KLAR-Gemeinden mit Vorteilen

Für fachliche Beratung können sich Gemeinden an die Klimakoordination der Abteilung 8 des Landes Kärnten wenden. Zusätzlich ist eine Zusammenarbeit mit den KLAR-Manager:innen vorgesehen.

Gemeinden, die Teil einer KLAR-Region sind, können darüber hinaus auf zusätzliche Fördermöglichkeiten zurückgreifen. So wird vorhandenes Fachwissen direkt vor Ort genutzt und die Projekte können möglichst rasch umgesetzt werden. Das Förderansuchen ist digital bei der Abteilung 3 des Landes einzureichen. Erforderlich sind eine kurze Beschreibung der geplanten Maßnahme sowie eine Kostenschätzung. Die Auszahlung kann einmalig oder in mehreren Tranchen erfolgen und wird nach Vorlage der Kostennachweise abgewickelt.

Von: Redaktion (Quelle: Landesregierung Kärnten)

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