Vom Wahlkampf in Sachsen-Anhalt lernen: 3 Social Media-Tipps für Kommunalpolitiker:innen in Österreich

Was können Bürgermeister:innen aus dem vergangenen Wahlkampf in Sachsen-Anhalg für Social Media mitnehmen? Vor allem eines: Erfolgreicher politischer Content auf Instagram, TikTok und Co. muss nicht hochglanzpoliert oder besonders innovativ sein. Er muss für Social Media gedacht und gemacht sein.

Hier sind 3 konkrete Tipps für Sie als Bürgermeister:in:

Tipp 1: Erstellen Sie eigene Videos für Social Media wie Ulrich Siegmund (AfD) und nicht Sven Schulze (CDU)

Ulrich Siegmund von der AfD hat Social Media nicht unterschätzt und für Social Media EIGENE Videos erstellt.

Schauen Sie mal: Auf Sven Schulzes (CDU)-Account gingen primär Videos online, die bei Veranstaltungen und TV-Debatten entstanden und auf Social Media ZWEITverwertet wurden. Solche Inhalte können Sie ergänzend posten, aber das darf nicht Ihre wichtigste Content-Säule sein!

Stattdessen erstellen Sie Videos, die sich nativ in den Social Media-Feed einfügen und nicht nach (Wahl-) Werbung aussehen. Siegmund hat NICHTS Innovatives auf Social Media geliefert, sondern einfach das, was auf Social gängig ist:

Frage-Serien, Selfie Videos, Effekte in Videos, die die Aufmerksamkeit halten.

Tipp 2: Werden Sie fit, selbst und spontan Content zu erstellen!

Magyar, Mamdani und Siegmund zeigen: Kandidat:innen, die Social Media selbst konsumieren und dadurch besser verstehen, haben eine größere Chance, Wahlen zu gewinnen.

Bei einem Gespräch in Ungarn mit einem Kampagnen-Insider von Peter Magyar hat dieser bestätigt, dass Magyar selbst einen enormen Ehrgeiz auf Social Media hat.

Bei Zohran Mamdani, dem neuen New Yorker Bürgermeister, hieß es bei Social Media-Content oft „Let Zohran cook“ („Lass Zohran machen“). Denn: er hat einen Riecher für Content und eines der stärksten Videos in seinem Wahlkampf war seine eigene Idee.

Im ARD-Wahlstudio hat am Sonntag auch Politikwissenschaftler Marcel Lewandowsky vom Social Media-Verständnis von Ulrich Siegmund gesprochen, das ein Vorteil war.

Denn Siegmund war auch fähig, selbst und spontan Content zu machen!

Tipp 3: Beschäftigen Sie sich mit Ihren eigenen Social Media-Daten, um zu erfahren, wie Sie Ihren Content für mehr Reichweite machen müssen.

Klingt kompliziert, aber Zahlen zeigen Ihnen, wie gut Sie auf Instagram, Facebook & Co. gerade unterwegs sind. Denn hinter den Zahlen verbergen sich Menschen! Vergessen Sie das nie!

Es gibt viele relevante Zahlen:

  • Aufrufe
  • Übersprungen-Rate
  • Anzahl der Teilungen & Speicherungen
  • Neue Follower
  • etc.

Die Grundlage dafür ist immer Reichweite bzw. Aufrufe.

Wenn Sie sehen, dass Beiträge deutlich bessere Zahlen hervorbringen als andere, dann machen Sie mehr davon: mehr von dieser Machart, diesem Videoeinstieg (=Hook), diesem Thema.

Schauen Sie sich die Aufruf-Zahlen von Sven Schulze (CDU) in Sachsen-Anhalt an:

Hier ist ein einfaches Selfie-Video ein Ausreißer bei den Aufrufen. Wenn Sie das sehen, MACHEN SIE GLEICH MEHR DAVON!

Wichtig dabei: Schauen Sie die Menschen an. Das bedeutet bei Selfie-Videos in die Kamera zu schauen, wie Ulrich Siegmund und nicht sich selbst anzusehen wie Sven Schulze.

Ja, das ist nur eine Kleinigkeit. Aber Social Media-Content zu machen ist ein Handwerk und wer dort mehr Sichtbarkeit und mehr Erfolg haben will, der muss üben, sich weiterbilden und mit der Zeit besser werden!

Also fang früh genug an. Am besten gestern!

Hier eine kleine Hilfestellung, wohin Sie beim Aufnehmen eines Selfie-Videos schauen: IN DIE KAMERA!

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Von: C.TAUCHER

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