Baumhasel: reichlich Ertrag und trockenheitsverträglich
Ein unkomplizierter Vertreter ist die Baumhasel (Corylus colurna). Obwohl sie reichlich schmackhafte, haselnussähnliche Früchte liefert, wird sie eher selten angepflanzt. Dabei kommt sie mit Hitze und Trockenheit gut zurecht, solange der Boden tiefgründig und nicht verdichtet ist, und ihre Wurzeln ausreichend Platz finden. Werden Baumhaseln an einem passenden Standort gepflanzt, wachsen sie zu schönen, mittelgroßen Solitärbäumen heran. Größere Bäume haben einen jährlichen Nussertrag von etwa 20 bis 50 Kilogramm, die Schale mitgerechnet. Baumhaseln eignen sich aufgrund des schönen Sammelerlebnisses und der guten Schattenwirkung sehr gut für Schulen, Kindergärten oder Spielplätze.

Baumhaseln wachsen bei ausreichend Platz zu schönen Solitärbäumen heran.
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Besondere Verwandte der Walnuss
Für Gemeinden, die etwas Besonderes anpflanzen möchten, eignen sich mehrere Verwandte der Walnuss. Die nordamerikanische Butternuss (Juglans cinerea) bildet längliche, ölreiche Nüsse mit mildem Geschmack. Der Baum erreicht eine Höhe von etwa 20 Metern und bevorzugt einen tiefgründigen, nährstoffreichen Standort. Ebenfalls zu einem Großbaum wächst die aus Japan stammende Herznuss (Juglans ailantifolia var. cordiformis) heran. Ihre herzförmigen Nüsse haben eine dünne Schale, schmecken mildsüß und lassen sich leicht knacken. Der Baum ist robust und ertragreich. Beide Arten sind sehr winterhart. Die Herznuss ist allerdings empfindlich auf Spätfröste, ihr kommt ein geschützter Standort zugute. Leider können die Früchte beider Arten von der Walnussfruchtfliege befallen werden. Die Herznuss gilt dabei als am wenigsten anfällig. Die befallenen Nüsse können zwar noch verwendet werden, sehen aber nicht mehr sehr ansprechend aus.
Hickorybaum und Pekan auch in Österreich möglich
Die in Nordamerika beheimateten Hickorybäume (Carya) werden wohl bald häufiger in Mitteleuropa angepflanzt werden. Sie gelten als wertvolle Zukunftsbäume und könnten im Klimawandel an Bedeutung gewinnen.
In klimatisch begünstigten Regionen kann die Pekannuss (Carya illinoinensis) angebaut werden. Sie liefert hochwertige Nüsse, benötigt bei uns jedoch lange, warme Sommer für eine sichere Ausreifung. In wärmeren Regionen Ostösterreichs reifen die Nüsse von frühen und mittleren Sorten ab Mitte Oktober bis November. Die Bäume sind sehr wüchsig und können über 20 Meter hoch werden. Sie bevorzugen tiefgründige, humose und frische, nicht zu trockene Böden.
Ebenfalls interessant als Parkbaum ist die Schuppenrinden-Hickory (Carya ovata). Sie ist sehr winterhart, langlebig und liefert süße, wohlschmeckende Nüsse. Oder die Königsnuss (Carya laciniosa), deren Früchte zu den größten innerhalb der Gattung zählen.
Maroni für milde Regionen

Ein malerisch gewachsener Maronibaum.
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Edelkastanien (oder Maroni) sind empfehlenswerte Bäume für Gemeinden in milden Regionen mit kalkarmem Boden. Sie bilden dichtbelaubte Kronen in Verbindung mit einem vergleichsweise raschen Wuchs. Das macht sie zu wertvollen Schattenbäumen. Mit einer Höhe von gut 15 Metern und einer Breite von 10 Metern in ausgewachsenem Zustand brauchen sie viel Platz. Damit ein Maronibaum gut trägt, sollten mindestens zwei Bäume gepflanzt werden. Durch ihre späte Blüte im Frühsommer/Sommer sind Edelkastanien wertvolle Insektenpflanzen.
Abschließend gesagt, können Nussbäume den öffentlichen Grünraum verschiedenartig bereichern, als Schattenbaum, Naturerlebnis oder Nahrungsquelle. Wir empfehlen, diese Bäume öffentlich zugänglich zu pflanzen sowie mit ausreichend Abstand zu Sitzbereichen, Spielgeräten oder Wegen.
Weitere Informationen zum Thema Grünraum erhalten Sie beim “Natur im Garten” Grünraumservice unter der Telefonnummer 02742-74333 oder per E-Mail unter gartentelefon@naturimgarten.at.



