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24.03.2021

Rasenkrankheiten: Schneeschimmel – was tun?

Es gibt eine Vielzahl an Pilzerkrankungen die Gräser im Rasen befallen können und durch das Absterben der Halme hässliche braune Flecken in der Rasenfläche verursachen. Eine davon ist der Schneeschimmel –  er tritt im Winterhalbjahr auf.

Aus dem Namen könnte man schließen, dass Schnee die Voraussetzung für das Auftreten dieser Pilzkrankheit ist. Dies ist jedoch nicht der Fall! Es genügen Feuchtigkeit und Temperaturen zwischen 0 und 20°C, wobei die ideale Temperatur zum Wachsen des Pilzes bei 3°C liegt.

Perfekte Bedingungen für das Auftreten des Schneeschimmels bieten fehlende Luftbewegungen – z.B. unter Laub, ein Filz aus Moos und abgestorbenen Halmen, oder unter einer Schneedecke, sowie Staunässe. Milde Wintertemperaturen und eine Stickstoffdüngung im Herbst begünstigen sein Auftreten. Starken Frost und einen raschen Temperaturanstieg im Frühling kann dieser Pilz aber gar nicht leiden. So gesehen kommen ihm die milden Winter im Zuge des Klimawandels sehr entgegen!

Wie erkenne ich den Schneeschimmel?

Runde, braune Flecken im Rasen, die auf einen Durchmesser von bis zu 30cm anwachsen können, lassen auf die Anwesenheit des Pilzes schließen. Oft überzieht ein weißer, schimmelartiger Belag das Gras an betroffenen Stellen.

Was aber kann getan werden um den Pilz zu bekämpfen?

Der Einsatz von Fungiziden ist generell nicht ratsam und auch nicht sinnvoll, weil der Pilz in Form von kleinen Pilzfäden, oder Sporen, im Rasenfilz überdauert und bei passenden Verhältnissen wieder neu auskeimt. Die gute Nachricht ist, dass der Rasen nicht komplett abstirbt –  die braunen Flecken sind nur ein kosmetisches Problem. Der Vegetationspunkt, also die Stelle aus der neue Grashalme sprießen, liegt knapp unter der Erdoberfläche, von dort aus kann sich der Rasen ab 10°C im Frühling wunderbar regenerieren. Bei trockenen Bodenverhältnissen werden im Frühjahr möglichst viele abgestorbene Halme durch Herausrechen oder durch flaches Vertikutieren entfernt.

Wie kann ich vorbeugen?

Zur Vorbeugung wird im Herbst auf die Stickstoffdüngung verzichtet und der Rasen stattdessen mit kaliumbetonter, organischer Düngung versorgt. Kalium verbessert die Bildung der Zellwände, wodurch die Pflanzen robuster und widerstandsfähiger gegen eindringende Pilzschläuche werden.

Die Entfernung von Laub und die Vermeidung der Entstehung von Rasenfilz, erschweren dem Pilz die Ausbreitung. Die Belebung der Fläche durch Gießen mit Komposttee hilft dabei. Er enthält Mikroben, die abgestorbene Grasteile rasch zersetzen. Abgesehen davon verdrängen diese „guten“ Mikroorganismen im Komposttee mögliche Krankheitserreger durch ihre bloße Anwesenheit.

Tipps zur Rasenbewirtschaftung finden Sie auch unter www.naturimgarten.at/infoblatt/wiesen-rasen

Mehr Informationen erhalten Sie beim Grünraumservice von „Natur im Garten“: Telefon 02742/74333 oder https://www.naturimgarten.at/gemeinde

– I.WEIPPL (Quelle: Natur im Garten, entgeltliche Einschaltung des Landes Niederösterreich)

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